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Nächster Halt, Brüssel

Donald Trump besucht belgisches Königspaar

König Philippe bereitete US-Präsident Trump einen herrschaftlichen Empfang, obwohl dieser Belgien "Höllenloch" nannte. In Brüssel herrscht Ausnahmezustand. Am Donnerstag trifft Trump dort NATO- und EU-Vertreter.

US-Präsident Donald Trump ist mit seiner Frau Melania in Brüssel angekommen. Die Präsidentenmaschine Air Force One landete auf einem Militärflughafen der belgischen Hauptstadt. Von dort ging es zu einem Treffen mit dem belgischen Königspaar Philippe und Mathilde im Stadtpalast. Vor der Residenz in der Brüsseler Innenstadt warteten bei strahlendem Sonnenschein etwa 100 Menschen auf die Wagenkolonne des US-Präsidenten, doch der Empfang war verhalten.

Belgien Trump in Brüssel (Foto: picture alliance/dpa/B. Doppagne)

Nach dem Fototermin zogen sich die Paare zurück

Gemeinsam mit Königin Mathilde und Trumps Frau Melania winkten sie unter schweren Kristalllüstern für ein paar Sekunden in die Kameras, bevor sich die beiden Staatsoberhäupter zu Gesprächen zurückzogen. Fähnchen wurden nicht geschwenkt. Am Abend folgen Gespräche mit dem belgischen Regierungschef Charles Michel. Die Belgier hatte Trump Anfang 2016 mit der Aussage schockiert, die Hauptstadt Brüssel sei wegen der großen Zahl muslimischer Einwanderer ein "Höllenloch".

Nur kurze Gespräche

Der Präsident wird am Donnerstag erstmals auch Vertreter der Europäischen Union sprechen. Zunächst trifft er mit EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionschef Jean-Claude Juncker zusammen. Dann ist ein Mittagessen mit dem neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron geplant. Im Anschluss nimmt Trump zum ersten Mal an einem NATO-Gipfel teil. Dazu ließ er vorab durch US-Außenminister Rex Tillerson verlauten, dass der US-Präsident die NATO-Partner in Brüssel nachdrücklich an ihre Verpflichtungen bei Verteidigungsausgaben erinnern werde. "Ich denke, Sie können erwarten, dass der Präsident ihnen gegenüber knallhart sein wird", sagte er an Bord der Air Force One zu Journalisten vor der Landung. 

Trump, die EU und die NATO

Trumps Verhältnis zu EU ist angespannt. Noch vor seinem Amtsantritt hatte er den Zerfall der EU prophezeit und die NATO als "obsolet" bezeichnet hatte. Die Agenda des Gipfels wird nun von seinen Forderungen nach erhöhten Verteidigungsausgaben der europäischen Verbündeten und einem stärkeren Engagement im Anti-Terrorkampf dominiert.

Belgien Trump in Brüssel (Foto: Reuters/K. Pfaffenbach)

Mehrere Hundert Menschen protestieren gegen Trump in Brüssel

Für Donnerstag ist in Brüssel eine Demonstration unter dem Motto "Trump not welcome" geplant, zu der die Organisatoren rund zehntausend Menschen erwarteten. Bereits am Mittwochnachmittag versammelten sich erste Trump-Gegner. Sein Besuch bringt den Verkehr in der EU-Hauptstadt teilweise zum Erliegen. Damit der Präsident sicher durch die Stadt kommt, riegelte die Polizei in der Innenstadt rund um die US-Botschaft und im Europa-Viertel zahlreiche Straßen ab. Insgesamt sind an den beiden Tagen rund 4000 Polizisten im Einsatz.

pab/qu (afp, dpa, rtr)

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