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Kunst

Dombauhütten-Handwerk will Kulturerbe werden

Die Kölner Dombauhütte hat, gemeinsam mit den Dombauhütten in Freiburg und Ulm, bei der UNESCO beantragt, als immaterielles Kulturerbe anerkannt zu werden. Eine Entscheidung darüber ist erst im Frühjahr 2018 zu erwarten.

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Welterbe Kölner Dom

Schon 1996 wurde der Kölner Dom von der UNESCO als eines der europäischen Meisterwerke gotischer Architektur eingestuft und zum Weltkulturerbe erklärt. Jetzt spricht sich Kölns Dombaumeister Peter Füssenich dafür aus, dass die Kölner Dombauhütte in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen werden soll. Auch die Dombauhütten in Freiburg und Ulm streben eine Aufnahme in das Verzeichnis an und haben sich daher mit der Kölner Institution zusammengetan.

Dombaumeister Peter Füssenich (picture-alliance/dpa/Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte/R. Boecker)

Kölns Dombaumeister Peter Füssenich

Außerdem sei ein gemeinsamer Antrag mit Frankreich in Vorbereitung. Ziel dieses Vorgehens sei, das europäische Dombau-Handwerk bei der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe anerkennen zu lassen. Der Weg dorthin ist jedoch noch lang. Für eine internationale Anerkennung müssen mindestens 15 europäische Dom- und Münsterbauhütten auf nationaler Ebene von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet werden. Doch es ist nicht ausgeschlossen. Die Dombauhütte im französischen Straßburg wurde von der UNESCO bereits als immaterielles Kulturerbe anerkannt.

Mittelalterliches Handwerk soll bewahrt werden

Dombauhütten existieren seit dem Mittelalter; sie sind für die Instandhaltung der Gotteshäuser zuständig. Hier arbeiten Handwerker verschiedener Professionen, darunter Steinmetze, Bildhauer, Dachdecker, Schreiner, Restauratoren und heutzutage natürlich auch Elektriker.

Restauratorin arbeitet an einer Figur des Michaelsportals des Kölner Doms (picture-alliance/dpa/O.Berg)

Eine Restauratorin der Kölner Dombauhütte bei der Arbeit

Neben den Weltkulturerbestätten zeichnet die UNESCO seit 2003 auch das immaterielle Kulturerbe aus. Darunter versteht sie "lebendige Traditionen, Ausdrucksformen, menschliches Wissen und Können sowie darstellende Künste". Fördergelder gibt es zwar nicht, dennoch könne der Welterbestatus Vorteile haben, meint Wolfgang Zehetner, Vorsitzender der Europäischen Vereinigung der Dombaumeister. Die Bedeutung des traditionellen Handwerks ließe sich mit einem Welterbetitel gegenüber staatlichen Stellen, die für die Finanzierung zuständig sind, besser begründen - gerade wenn es um Budgetfragen gehe. Eine Entscheidung seitens der UNESCO, ob die Dombauhütten sich demnächst mit dem Titel "Weltkulturerbe" schmücken dürfen, ist frühestens im März 2018 zu erwarten.

rey/suc (kna, dlf, dpa)

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