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Sport

Doch zwei Triathletinnen nach Rio

Der Deutsche Olympische Sportbund nominiert Laura Lindemann für die Sommerspiele in Rio nach. Sie profitiert vom gerichtlichen Vorgehen einer anderen deutschen Triathletin, die nicht nach Brasilien reisen darf.

Triathetin Laura Lindemann auf dem Rennrad. Foto: dpa-pa

Laura Lindemann startet bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro

Nach tagelangem Hin und Her darf die Deutsche Triathlon Union (DTU) neben Anne Haug nun doch noch die zweimalige Juniorenweltmeisterin Laura Lindemann zu den Olympischen Spielen schicken. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nominierte die 20-Jährige als zweite Teilnehmerin für Rio nach. "Ich bin überglücklich, dass es doch noch geklappt hat. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen", sagte Lindemann. "Die Hoffnung war nicht umsonst." Im Gegensatz zur 33 Jahre alten Triathletin Anne Haug hatte Lindemann die sportlichen Qualifikationskriterien nicht erfüllt. Sie gilt aber nach Haug als derzeit stärkste deutsche Triathletin. Sie habe "nach sportfachlicher Einschätzung des DOSB unter Berücksichtigung der zuletzt gezeigten Form gute Chancen auf ein erfolgreiches Abschneiden", teilte der Dachverband mit.

Italien verzichtete auf Startplatz

Triathletin Anne Haug. Foto: Imago

Anne Haug erhält Gesellschaft

Der DOSB reagierte mit der Nach-Nominierung Lindemanns nach eigenen Angaben auf einen

Beschluss des Landgerichts Frankfurt am Main.

Das Gericht hatte eine Einstweilige Verfügung durch die Triathletin Rebecca Robisch gegen den DOSB zwar abgelehnt, allerdings zugleich den Dachverband aufgefordert, sich noch einmal mit der Nominierung der Triathleten zu beschäftigen. Die am Wochenende zurückgetretene Robisch hatte sich mit dem Schritt einen Platz für das Rio-Team einklagen wollen. Insgesamt hatten die DTU-Triathleten sich drei Startplätze bei den Frauen und zwei bei den Männern erkämpft. Der DOSB hatte in der vergangenen Woche aber nur Haug für die Olympischen Spiele benannt und die anderen Plätze zurückgegeben. Diese wurden gleich an andere Länder weitergegeben. Am Ende verzichtete Italien auf seinen Startplatz bei den Frauen und machte den Weg für Lindemann frei. Die Hoffnung, dass Deutschland auch im Männer-Rennen doch noch vertreten ist, erfüllte sich dagegen nicht.

Auch zwei weitere Kanuten dürfen nach Rio

Auch zwei deutsche Kanuten wurden nachnominiert. Sie profitierten vom Olympia-Ausschluss der weißrussischen Kanu-Männer wegen Dopings. Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) berief für die beiden zusätzlichen Startplätze Stefan Kiraj im Canadier-Einer über 200 Meter und Jan Vandrey an der Seite von Einer-Olympiasieger Sebastian Brendel im Canadier-Zweier über 1000 Meter. Der DKV hatte sich durch Brendel nur einen Quotenplatz bei den Canadiern gesichert, zwei Bootsklassen wären unbesetzt geblieben. "Wir waren auf diesen Fall eingestellt. So haben beide Sportler die ganze Zeit über weiter trainiert", sagte DKV-Sportdirektor Jens Kahl. Bei Vandrey und Kiraj ist die Freude entsprechend groß. "Das ist der Wahnsinn, überwältigend. Es ist eine große Ehre, doch dabei sein zu dürfen", sagte Vandrey, während Kiraj anfügte: "Da ist viel Freude dabei. Jetzt kann ich wieder besser schlafen." Der Kanu-Weltverband ICF hatte neben den weißrussischen Männern auch das rumänische Team, vier Kasachen und einen Ungar von den Spielen in Rio ausgeschlossen.

sn (dpa, sid)

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