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Amerika

Doch keine Spur vom Air-France-Airbus 330

Die Wrackteile im Meer, die brasilianische Suchmannschaften geortet hatten, stammen nicht von der abgestürzten Maschine.

Airbus 330 (Foto: AP)

Airbus 330 - ein Flugzeug dieses Typs ist auf dem Flug von Rio nach Paris abgestürzt

Eine Holzpalette und zwei Bojen hatte die brasilianische Marine im Atlantik gefunden. Diese Teile gehören offenbar doch nicht zu den Trümmern der Air-France-Maschine. Das teilte der Sprecher der brasilianischen Luftwaffe am Freitag (05.06.2009) mit. Das Flugzeug war in der Nacht zu Montag vom Radarschirm verschwunden. Die brasilianische Luftwaffe musste ihre vorherigen Angaben korrigieren. Der französische Transport-Staatssekretär Dominique Bussereau warf Brasilien vor, zu schnell angebliche Erfolgsmeldungen verkündet zu haben, anstatt ers tmal zu untersuchen, ob die Wrackteile tatsächlich zu dem Airbus 330 gehören.

An Bord des Flugzeugs gab es gar keine Holzpaletten - möglicherweise stammt der gefundene Meeresmüll von einem Frachter, ebenso wie die entdeckte Ölspur.

Stochern im Nebel

Eine Maschine der brasilianischen Luftwaffe kehrt von einem Suchflug zurück (Foto: AP)

Die brasilianische Luftwaffe sucht nach Wrackteilen des abgestürzten Airbus

Deshalb ist auch immer noch nicht klar, wo die Maschine genau abgestürzt ist. Die brasilianische Luftwaffe ist in dem Gebiet rund 1200 Kilometer nordöstlich der brasilianischen Festlandküste mit elf Maschinen im Einsatz. Auch Frankreich und die USA haben Suchflugzeuge entsandt. Die Marine durchkämmt mit mehreren Schiffen die Region, in der das Flugzeug wahrscheinlich abgestürzt ist. 6000 Quadratkilometer müssen abgesucht werden. Das entspricht etwa der zweieinhalbfachen Fläche des Saarlandes.

Absturzursache unklar

Orangefarbene Black Box (Foto: AP)

Die Black Box könnte mehr über die Absturzursache verraten

Inzwischen konzentrieren sich die Suchmannschaften auf mögliche Wrackteile, denn dass noch Leichen gefunden werden, ist höchst unwahrscheinlich. Die Absturzursache ist auch immer noch völlig unklar. Es gibt zwar zwei Flugschreiber, die Aufschluss geben könnten über die letzten Minuten im Cockpit, aber die liegen wahrscheinlich mehrere tausend Meter tief im Meer. Französische Ermittler warnten davor, über Absturzursachen wild zu spekulieren. Sicher ist bislang nur, dass es in der Nähe der Flugroute für die Äquatorregion typische Gewitterwolken gegeben hat und dass verschiedene Geschwindigkeitsmessungen nicht übereinstimmten. Warum das Wetter ein solches Problem für den Airbus dargestellt haben sollte, können sich Experten noch nicht erklären. Denn wenige Minuten vor und nach dem vermuteten Absturz sind andere Maschinen in der Nähe problemlos durch die Schlecht-Wetter-Front hindurchgeflogen.

Trauerfeiern in Frankreich und Brasilien

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und seine Frau Carla Bruni vor der Kathedrale von Notre Dame, wo ein Trauergottesdienst für die Opfer der Flugzeugkatastrophe stattfand (Foto: AP)

Frankreich trauert um die Opfer des Flugzeugabsturzes

228 Menschen sind bei dem Unglück ums Leben gekommen, darunter 28 Deutsche. Am Donnerstag hat in Rio ein Trauergottesdienst für die vermissten Opfer stattgefunden, für Freitag ist ein weiterer geplant. Auch Frankreich hat bereits der Opfer gedacht. Der französische Außenminister Bernard Kouchner sagte, der Generalstaatsanwalt habe die Vermissten noch nicht offiziell für tot erklärt. Das sei erst nach drei Wochen oder drei Monaten möglich. Bei einer Trauerfeier in Rio verteidigte Kouchner Frankreich gegenüber Verdächtigungen, die Regierung halte Informationen zurück. "Wir verbergen nichts, und wir hätten auch keinerlei Grund, etwas zu verheimlichen", sagte Kouchner. (cd/gri/dpa/ap/afp)

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