1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Doch kein Streik bei der Bahn

Aufatmen bei Bahnkunden: Die von der Lokführergewerkschaft angekündigten Streiks sind abgewendet. Arbeitgeber und Gewerkschaft teilten am Montag mit, die Tarifverhandlungen würden fortgesetzt.

"Ja, wir haben eine Einigung" und somit werde nicht gestreikt, sagte ein Sprecher der Lokführergewerkschaft GDL am Montag in Frankfurt. Die Tarifverhandlungen würden am Donnerstag fortgesetzt. Zuvor hatte die Bahn mitgeteilt, der von der GDL angedrohte Streik sei abgewendet worden. Beide Seiten hätten in intensiven Gesprächen in den vergangenen Tagen "Ergebnisse zur künftigen Tarifvertragsstruktur erzielt", hieß es.

Am 11. Februar hatte die GDL die Tarifrunde für gescheitert erklärt und in der vorigen Woche einen Streik beschlossen. Allerdings hatte sie Beginn und Dauer offen gelassen. Die Bahn bekräftigte am Montag ihr Ziel, die Verhandlungen so zu führen, dass konkurrierende Abschlüsse für ein und dieselbe Berufsgruppe vermieden werden.

Den siebten Ausstand abgeblasen

Der Deutsche Beamtenbund reagierte erleichtert und zufrieden. "Jetzt kann endlich mit konstruktiven Verhandlungen über die materiellen Arbeitsbedingungen der GDL-Mitglieder begonnen werden", sagte Beamtenbund-Chef Klaus Dauderstädt einer Mitteilung zufolge. Die GDL ist Mitglied im Beamtenbund, der zuvor eine Schlichtung vorgeschlagen hatte. Dauderstädt sagte: "Das beweist einmal mehr, dass die Sozialpartner auch in schwierigen Lagen aus eigener Kraft Lösungen finden können."

Zur Begründung für ihre jüngste Streikdrohung hatte die GDL der Bahn vorgeworfen, sie sei von ihrer Zusage aus dem Dezember abgerückt, dass die GDL eigenständig und unabhängig von der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verhandeln dürfe. Über inhaltliche Forderungen der GDL nach kürzerer Arbeitszeit und fünf Prozent mehr Geld wurde noch nicht gesprochen.

Ein Streik wäre bereits der siebte Ausstand im laufenden Tarifkonflikt gewesen. Die Lokführer hatten im Herbst bereits sechs Mal gestreikt und dabei die Dauer des Ausstands stets verlängert. Der Zugverkehr war bundesweit stark eingeschränkt worden.

dk/bea (dpa/rtr)