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Aktuell Deutschland

Dobrindt lobt "Herzblut" der Spieleentwickler

Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland setzen sich mitunter an den Computer, um zu spielen. Dennoch gibt es Vorbehalte gegen diese Art der Freizeitgestaltung. Der Deutsche Computerspielpreis will gegensteuern.

Figuren aus Computerspielen neben Minister Dobrindt (r.) und dem Berliner Bürgermeister Müller (Foto: dpa)

Figuren aus Computerspielen neben Minister Dobrindt (r.) und dem Berliner Bürgermeister Müller

Das Fantasy-Rollenspiel "Lords of the Fallen" ist als "Bestes Deutsches Spiel" ausgezeichnet worden. Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, übergab den Preis bei der "International Games Week" in Berlin an das Frankfurter Entwicklerstudio Deck13.

Zum besten internationalen Spiel kürten die Juroren "This War of Mine" aus Polen. Zum besten Kinderspiel wurde "Fire" des Hamburger Entwicklers Daedalic Entertainment gewählt. Die besten Spiele des Jahres wurden in 13 Kategorien ausgezeichnet. Insgesamt wurden 385.000 Euro Preisgeld an die Gewinner ausgeschüttet.

Reger Publikumsverkehr auf der Games Week (Foto: dpa)

Reger Publikumsverkehr auf der Games Week

"Pädagogisch wertvoll"

Mit dem DCP sollen qualitativ hochwertige und pädagogisch wertvolle Spiele gefördert werden. "Der Deutsche Computerspielpreis ist das Gütesiegel für die besten Spiele 'Made in Germany' ", sagte CSU-Politiker Dobrindt. "Mit der Auszeichnung zeigen wir, wie viel Herzblut, Innovationskraft und Potenzial in den kreativen Köpfen der Spieleentwickler steckt."

Wachsender Markt

Nach Angaben des Branchenverbandes BIU spielen in Deutschland rund 34,3 Millionen Menschen am Computer. Mit einem Umsatz von 2,67 Milliarden Euro im vergangenen Jahr in Deutschland sei die Spieleindustrie der am dynamischsten wachsende Medien- und Entertainment-Markt überhaupt, so der BIU. Nach Einschätzung von BIU-Geschäftsführer Maximilian Schenk werden digitale Spiele und interaktive Inhalte schon bald die Gesellschaft durchdringen. "In einigen Jahren wird man nicht mehr einen Film von der Hochzeit des Freundes machen, sondern ein interaktives Spiel", sagte er der Deutschen Presseagentur.

Seit etwa 2007 habe sich die Wahrnehmung der Games-Branche in der Öffentlichkeit deutlich verändert, erklärte Schenk. Dennoch seien Vorbehalte noch tief verankert. Aus der Politik habe die Branche allerdings inzwischen einige Fürsprecher gewonnen. Sie erkenne zunehmend, dass digitale Spiele viel mehr sein könnten, als nur Unterhaltung. "Das Medium wird dieses Jahrhundert prägen", prophezeite der BIU-Geschäftsführer. Die "Games Week", eine der wichtigsten Veranstaltungen der Branche, findet noch bis Sonntag an verschiedenen Orten in Berlin statt.

wl/qu (dpa)