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Tennis

Djokovic verhindert Drittrunden-Aus

Der Titelverteidiger muss bei den French Open über fünf Sätze gehen. Dagegen zeigt der neunmalige Paris-Sieger Nadal einmal mehr, dass der Sandplatz sein Lieblingsbelag ist. Auch bei den Frauen ist eine Favoritin weiter.

Titelverteidiger Novak Djokovic im Stottermodus, Rekordsieger Rafael Nadal im Turbogang: Die beiden Topfavoriten haben sich bei den French Open in unterschiedlicher Verfassung präsentiert, steuern aber weiter auf das Giganten-Halbfinale von Paris zu. Während Djokovic das früheste Ausscheiden eines amtierenden Roland-Garros-Siegers seit 2004 gerade noch so verhinderte, eilte Nadal bei seiner Jagd auf "La Decima" in nur 90 Minuten ins Achtelfinale. "Vamos Express", twitterte der Turnierveranstalter über den Linkshänder.

Mehr Mühe hatte Djokovic. Doch trotz zweimaligen Satzrückstands gewann der an Position zwei gesetzte Serbe in 3:19 Stunden mit 5:7, 6:3, 3:6, 6:1, 6:1 gegen Diego Schwartzman (Argentinien/ATP-Nr. 41) und steht zum elften Mal seit 2006 im Achtelfinale von Paris. "Er war der bessere Spieler in den ersten drei Sätzen. Aber ich bin ruhig geblieben und nehme das Positive mit aus diesem Match", sagte Djokovic: "Mental hat mich das weitergebracht." In der Runde der letzten 16 trifft er am Sonntag auf Albert Ramos-Vinolas aus Spanien (Nr. 19).

Real-Fan Nadal schaut an seinem Geburtstag das Champions-League-Finale

Roland Garros 2017 - Rafael Nadal (picture-alliance/ZUMAPRESS.com/C. Yichen)

Sandplatzkönig Nadal

Der Spanier Nadal wollte bei seiner Pflichtaufgabe gegen Nikolos Basilaschwili keine Zeit verlieren und erteilte dem Georgier beim 6:0, 6:1, 6:0 eine kostenlose Lehrstunde. Auch von Donnerschlägen ließ sich der neunmalige Paris-Champion nicht aufhalten. "Das war mein bestes Match seit einer ganzen Weile. Aber ich weiß nicht, ob es perfekt war", sagte Nadal, der sich mit Blick auf Samstag auf eine kleine Party zu seinem 31. Geburtstag und das Schauen des Champions-League-Finals freute. "Ich werde an meinem spielfreien Tag definitiv ein bisschen feiern und dann um 20.45 Uhr vor dem Fernseher sitzen", sagte Real-Madrid-Fan Nadal, dessen Herzensklub in Cardiff gegen Juventus Turin spielt. Sein nächster Gegner ist am Sonntag sein Landsmann Roberto Bautista Agut (Nr. 17).

Der Frust von Djokovic (55 unerzwungene Fehler) wurde deutlich, als er sich im vierten Durchgang beim Stand von 4:1 mit Stuhlreferee Carlos Ramos anlegte und dem Portugiesen unter anderem zurief: "Was habe ich gesagt? Verstehst du serbisch?" Ramos hatte gegen den 30-Jährigen zuvor eine Verwarnung wegen Fluchens ausgesprochen, nachdem der "Djoker" Minuten ein "Warning" wegen Zeitüberschreitens beim Aufschlag kassiert hatte. Auch sein Coach Andre Agassi blickte bei zeitweiligem Nieselregen bedrückt drein.

Mladenovic will französischen Coup

French Open 2017 - Garbine Muguruza, Spanien (Reuters/C. Hartmann)

Titelverteidigerin Muguruza: auch diesmal im Finale?

Bei den Frauen dagegen präsentiert sich Titelverteidigerin Garbine Muguruza in blendender Verfassung und darf weiter von ihrem zweiten Paris-Coup träumen. Die an Position vier gesetzte Spanierin besiegte die letztjährige Viertelfinalistin Julia Putinzewa (Kasachstan) mit 7:5, 6:2. "Ich wusste, dass es gegen Julia hart wird. Sie ist eine große Kämpferin, und ich habe versucht, es auch zu sein", sagte die 23-Jährige, die nichts von Druck wissen will: "Ich versuche, das alles auszublenden." Im Match um den Sprung ins Viertelfinale trifft Muguruza am Sonntag auf Stuttgart-Finalistin Kristina Mladenovic (Nr. 13). Die formstarke Lokalmatadorin möchte ihren Landsleuten den Traum vom ersten französischen Coup in Roland Garros seit 17 Jahren erfüllen. Mary Pierce war 2000 die letzte French-Open-Siegerin aus dem Gastgeberland.

sw (dpa, sid)