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Pressemitteilungen

DIW-Vertreter: Bei Krieg im Irak steigt der Ölpreis über 30 US-Dollar

Hans-Joachim Ziesing im Interview mit DW-TV

Sollte es einen Krieg im Irak geben, werde der Ölpreis über die 30 US-Dollar-Marke pro Barrel steigen. Das sagte Hans-Joachim Ziesing vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin in einem Interview mit DW-TV.
"Wir haben ja ein paar Erfahrungen mit Krisen im Nahen Osten. Wir haben dort gemerkt, dass es kurzfristig sehr starke Preisausschläge nach oben gegeben hat. Wenn es diesen Krieg gibt, bin ich sicher, werden wir die Marke von 30 US-Dollar überschreiten."

Für den derzeit hohen Ölpreis gebe es überhaupt keinen Grund, außer der Furcht vor einem Krieg. "Wir haben eine Überproduktion. Die OPEC produziert mehr, als sie als Limit für sich selbst gesetzt hat." Und wenn US-Vizepräsident Cheney erkläre, "dass es unausweichlich sei, diesen Krieg zu führen, dann kann ich mir vorstellen, dass es weitere Impulse geben wird".

Ziesing, Leiter der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt im DIW, sagte weiter, durch steigende Ölpreise würden die Hoffnungen auf einen Konjunkturaufschwung in Deutschland gebremst. Er glaube aber nicht, "dass die OPEC ein Interesse daran hat, langfristig den Preis über 30 US-Dollar steigen zu lassen". Sie werde vielmehr versuchen, "in der Bandbreite bis 28 US-Dollar zu bleiben", so Ziesing gegenüber dem deutschen Auslandsfernsehen in Berlin.

27. August 2002
127/02