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Pressemitteilungen

DIW: Europäische Kommission bei Euro-Kriterien "sehr bürokratisch"

Herbert Brücker im Interview von DW-RADIO


"Ich habe schon länger das Gefühl, dass die Europäische Kommission sehr bürokratisch agiert und nicht auf der Grundlage der neuen ökonomischen Erkenntnisse." Das sagte Herbert Brücker, Analyst des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), in einem Interview von DW-RADIO zum jüngsten Bericht der EU-Kommission über die Einführung des Euro in den zehn neuen Mitgliedsländern. Der Wirtschaftsforscher sagte weiter, die Kommission solle diskutieren, welche Kriterien der Euro-Einführung bei den Neuen sinnvoll anzuwenden seien und welche nicht.


Fiskalpolitische Kriterien, wie die Haushaltsverschuldung, sind nach Ansicht Brückers sehr wichtig, "da soll die Kommission unbedingt hart bleiben". Anders sei es mit der Inflation und dem Zinsniveau. Angesichts des kleinen Wirtschaftsgewichts der neuen EU-Mitglieder seien diese Kriterien lediglich bürokratischen Ursprungs. Auch wenn die Inflationsrate und Zinsen etwas höher seien als in der heutigen Eurozone, hätten diese keinen Einfluss auf den Wert des Euro. Stattdessen würden aber die Bestrebungen, diese Kriterien einzuhalten, die sich gerade im Aufholprozess befindenden Wirtschaften lediglich in ihrem Wachstum bremsen, so der DIW-Analyst im deutschen Auslandsrundfunk.

21. Oktober 2004

212/04

  • Datum 21.10.2004
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  • Permalink http://p.dw.com/p/5jwV
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