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Lebensmittel

Discounter: Höchster Preis für Butter seit Euro-Einführung 2002

Die Butterpreise steigen bei den Discountern Aldi Nord und Aldi Süd erneut deutlich. Ursache sind laut einem Zeitungsbericht höhere Einkaufspreise, vor allem für Fett.

Aldi Nord und Aldi Süd erhöhten Anfang des Monats den Preis für Deutsche Markenbutter in der untersten Preislage um 20 Cent auf nun 1,99 Euro je 250-Gramm-Packung, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die Schwesterunternehmen berichtete. Dies sei nach Angaben von Aldi Süd der höchste Preis seit der Euro-Einführung 2002. Ursache seien demnach höhere Einkaufspreise, vor allem für Fett. An den Aldi-Preisen orientieren sich üblicherweise auch die Supermarkt-Riesen, weshalb die Preiserhöhungen demnach bald auch auf breiter Front erfolgen könnten.

Erst Anfang Mai hatten Aldi Nord und Aldi Süd den Preis für ihre Billig-Butter um 10 Cent auf 1,29 Euro je 250 Gramm angehoben. Anfang Juni wurde bei den beiden Discountern die Butter um weitere 20 Cent teurer, Anfang Juli um 30 Cent auf zuletzt 1,79 Euro. Zuletzt waren etwa bei Aldi Nord auch die Preise für verschiedene Käseartikel und Buttermilch erhöht worden.

Hauptursache für die "aktuelle Preisanpassung" seien gestiegene Rohstoffkosten, vor allem die erhöhten Fettpreise, erklärte Aldi Süd am Dienstag. Die Einkaufspreise bei Aldi folgten "grundsätzlich dem marktwirtschaftlichen Prinzip von Angebot und Nachfrage". 

"Wachstum der Light-Produkte vorbei"

Dieses Angebot ist derzeit niedrig, weil nach der Milchpreiskrise im Jahr 2015/2016 viele Bauern aufgaben oder weniger Milch produzieren, wie der Geschäftsführer des Milchindustrieverbands, Eckard Heuser, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte. Zudem stehe Europa im Herbst der traditionelle Tiefpunkt der Milcherzeugung bevor. Daher ließen die Märkte "eher eine feste Tendenz für die nächsten Monate erwarten".  

Die Nachfrage nach Butter, aber auch nach Sahne, ist dagegen hoch, nicht nur in Deutschland. Heuser erklärte dies auch damit, dass "das Wachstum der Light-Produkte einfach vorbei" ist. Er nannte die Preissteigerung in den Supermarktregalen "bitter nötig": Nur mit höheren Produktpreisen könnten die Molkereien, für die sein Verband spricht, auch höhere Preise an die Milchbauern auszahlen. 

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hatte im Juli als Grund für die steigenden Butterpreise die höhere Nachfrage nach fetthaltigen Produkten im In- und Ausland angegeben. Zudem nannte er ein verbessertes Verbraucherimage von Butter sowie die höhere Käseproduktion als Grund, für die der Rahm der Milch gebraucht wird.

ul/hb (dpa, afp)