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Kultur

Dirigent Horst Stein gestorben

Horst Stein, der ehemalige Bayreuther Festspieldirigent und langjährige Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, ist tot. Wie die Symphoniker in Bamberg am Montag mitteilten, starb Stein am Sonntag im Alter von 80 Jahren in seinem Haus in der Schweiz. Er sei friedlich eingeschlafen, sagte eine Sprecherin. Stein stand von 1969 bis 1986 auf dem "Grünen Hügel" in Bayreuth in 138 Vorstellungen am Dirigentenpult. Von 1985 bis 1996 dirigierte der aus dem Rheinland stammende Musiker als Chefdirigent der Bamberger Symphoniker über 500 Konzerte des Orchesters im In- und Ausland.

Stein wurde in Elberfeld, einem Stadtteil von Wuppertal, geboren. Der Rheinländer begann seine Karriere als Kapellmeister in Wuppertal. Nach einer Zwischenstation an der Hamburgischen Staatsoper zog es ihn 1955 an die Deutsche Staatsoper im Osten Berlins. Nach dem Mauerbau verließ er die DDR. Von einer Tournee kehrte er nicht zurück und siedelte sich in Westdeutschland an. Erfolge feierte er in den 1970er Jahren an der Hamburgischen Staatsoper zusammen mit dem Intendanten August Everding.

1980 übernahm Stein die Position als musikalischer Direktor und Chefdirigent des Orchestre de la Suisse Romande in Genf, wechselte jedoch 1985 vor Ablauf seines Vertrags zu den Bamberger Symphonikern. Elf Jahre lang leitete er das Orchester, das ihn 1996 zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit ernannte. Der Vater von drei Kindern war seit 1993 auch Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper und Ehrendirigent des NHK-Sinfonieorchesters Tokio.