Dinosaurier-Skelette für Millionensumme versteigert | Wissen & Umwelt | DW | 11.04.2018
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Naturkunde

Dinosaurier-Skelette für Millionensumme versteigert

Ein normales Wohnzimmer wird kaum ausreichen für die zwölf und vier Meter langen Dinosaurier-Skelette. Und ein Schnäppchen sind sie mit 1,4 Millionen Euro auch nicht gewesen.

In Paris fand die Auktion für die beiden Dinosaurier statt - die Überreste eines Diplodocus und eines Allosaurus seien von einem ausländischen Privatbieter erworben worden, teilte das Auktionshaus Drouot mit. Die beiden mehr als vier Millionen Jahre alten Tier-Überreste wurden im US-Staat Wyoming entdeckt.

Das zwölf Meter lange Skelett des Pflanzenfressers Diplodocus mit seinem charakteristischen langen Hals und Schwanz war zuvor auf 450.000 bis 500.000 Euro geschätzt worden. Das nur knapp vier Meter lange Knochengerüst des fleischfressenden Allosaurus war auf bis zu 650.000 Euro taxiert worden. Sie gingen dann mit zusammen 1,4 Millionen Euro deutlich teurer über den Auktionstisch.

Frankreich Dinosaurier Auktion in Paris (Getty Images/AFP/S. de Sakutin)

Fast wie ein Puzzle: Wissenschaftliche Berater überwachen den Aufbau des Skeletts für die Auktion

Zielgruppe Chinesen

Neben reichen Europäern und Amerikanern zielen die Auktionshäuser mit naturkundlichen Objekten inzwischen vor allem auf Kunden aus China ab. Sie seien für ihre Museen oder privaten Sammlungen auf der Suche nach außergewöhnlichen Stücken, sagte Iacopo Briano vom Auktionshaus Binoche et Giquello, das die Saurier zusammen mit einer Reihe von Fossilien veräußerte.

Im Vorfeld hatte es auch Kritik an der Versteigerung gegeben. "Das sind völlig absurde Preise", sagte der Paläontologe Ronan Allain vom Naturkundemuseum in Paris. Es gehe nur noch um Luxus und nicht um normale Leute, klagte der Forscher, der mehrere Bücher zu Dinosauriern veröffentlicht hat.

fab/qu (afp, dpa)

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