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#mediadev

Digitale Teilhabe stärken: Die Digitalstrategie der DW Akademie

Freie Meinungsäußerung und Zugang zu Information können nur verwirklicht werden, wenn alle Menschen frei und souverän kommunizieren können – auch in der digitalen Sphäre. Es gilt, Meinungsfreiheit neu zu denken.

Information und Meinungen verbreiten sich auf neuen Wegen: Kommunikation wird dynamischer, vernetzter, interaktiver. Neue Formen von Dialog und Öffentlichkeit entstehen. Wissen und Daten strömen in Echtzeit durch dynamische Netzwerke. Lokales wird global, Verborgenes transparent. Der digitale Wandel vernetzt Menschen, lässt sie über Grenzen hinweg interagieren. Gleichzeitig dringt er in unsere Privatsphäre ein, reißt neue Gräben auf, fragmentiert die Öffentlichkeit. Er entfaltet Kräfte, die gleichermaßen entwickeln und zerstören können.

Unsere Ziele: Digitale Teilhabe stärken, Meinungsfreiheit verwirklichen!

Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen frei und souverän digital kommunizieren können.

In unserer Digitalstrategie „Akademie Beta“ setzen wir uns fünf strategische Ziele, um das Recht auf Meinungsfreiheit in der digitalen Welt zu verwirklichen. Akademie Beta beschreibt, wie wir uns als Organisation an die digitale Wirklichkeit anpassen. Wir stellen uns nach innen und außen so auf, dass wir auch für das Undenkbare von morgen schon heute gerüstet sind.

Wir konzentrieren uns auf das, was wir am besten können, und auf das, was für die Menschen und unsere Partner in Sachen Meinungsfreiheit am dringendsten ist. Darauf arbeiten wir in den kommenden drei Jahren hin:

1. Selbstbestimmte Kommunikation: Die Menschen in unseren Fokusländern nutzen digitale Medien souverän und kompetent.



Menschen brauchen Orientierung in der digitalen Welt. Sie müssen wissen, wie und über welche Kanäle sie verlässliche Information finden, und digital sicher und frei kommunizieren können. Gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln wir neue, wegweisende Konzepte, um digitale Medienkompetenz zu vermitteln. Wir stellen sicher, dass davon möglichst viele Menschen profitieren. Dabei fokussieren wir uns besonders auf Menschen, die bisher nur Zaungäste der digitalen Entwicklung waren.

2. Medienlandschaften mit Qualität: Unsere Partner haben auf ihren digitalen Märkten die Zukunft im Blick.

Medien müssen in der digitalen Welt neu gedacht werden. Zahllose Wege sind neu entstanden, Informationen von öffentlichem Interesse zu verbreiten. Wir stärken Organisationen, die mit verlässlichen, hochwertigen Informationsangeboten die digitale Öffentlichkeit prägen. Wir machen unsere Partner innovations- und damit überlebensfähig auf digitalen Märkten: wirtschaftlich, organisatorisch, inhaltlich.

3. Visionäre Ausbildung: Universitäten, Institute und Journalistenschulen bilden Profis für digitale Medien aus.

Gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln wir crossmediale und praxisnahe Aus- und Fortbildungsmodelle. Wir bilden Medienprofis aus, die den Herausforderungen der digitalen Medienwelt gewachsen sind und sie als Avantgarde vorantreiben. Ein besonderes Anliegen ist es uns, dass auch benachteiligte Gruppen Zugang zu einer innovativen Ausbildung erhalten.

4. Digitale Rechte: Unsere Partner gestalten die Regeln für das Internet als relevante Stimme mit.

Unsere Partner wollen das Internet so mitgestalten, dass Meinungsfreiheit und digitale Teilhabe als Grundwerte verankert sind. Dabei unterstützen wir sie. Die digitale Welt braucht Regeln, die sicherstellen, dass Menschen das Internet frei nutzen und ihre Rechte digital einfordern können.


5. Innovation für Dialog: Menschen nutzen digitale Werkzeuge und Kanäle für neue Formen von Öffentlichkeit.

Technologie allein macht die Welt nicht besser, doch sie kann zu einer besseren Welt beitragen. Unsere Partner und wir nutzen digitale Werkzeuge, Plattformen und Kanäle, die Menschen neue Formen der Interaktion im öffentlichen Raum direkt aus ihrer eigenen Lebenswelt heraus ermöglichen.


 

Unser strategischer Rahmen: Gemeinsam Menschenrechte stärken

Unsere Digitalstrategie stützt sich auf Artikel 19 der Menschenrechte. Wir orientieren uns an den Sustainable Development Goals (SDG), der Digitalen Agenda der Bundesregierung und den entwicklungspolitischen Vorgaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Zudem beziehen wir uns direkt auf die Aufgabenplanung der Deutschen Welle und die Unternehmensziele der DW Akademie. Wir leben gemeinsam mit unseren Partnern den digitalen Wandel und arbeitet daran, unsere digitale Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Unsere Herangehensweise: Wir stellen den Mensch in den Mittelpunkt

Damit wir unsere Ziele erfolgreich umsetzen können, brauchen wir eine Herangehensweise, die den Herausforderungen der digitalen Welt entspricht. Es geht uns darum, sozialen Wandel zu gestalten, nicht nur technologischen. Wir arbeiten für die Menschen: Wir denken digitale Ansätze vom Nutzen für die Menschen. Wir verankern Empathie als Wert in unserer Organisation. Wir identifizieren Bedürfnisse von Menschen und fragen sie nach ihrer Motivation, digitale Technologien zu nutzen.

  • Wir kennen den Kontext: Welche Auswirkungen digitale Technologien haben, hängt stark vom lokalen und kulturellen Kontext ab. Wir passen uns an bestehende soziale, technologische und rechtliche Bedingungen an.
  • Wir entwickeln digitale Komponenten Schritt für Schritt und lernen kontinuierlich: Das Digitale ist niemals fertig. Es kann stets optimiert werden. Deshalb evaluieren wir unsere Projekte fortwährend, testen und verbessern unsere Ansätze.
  • Wir arbeiten partnerorientiert und kollaborativ: Unsere digitalen Projekte entwickeln wir stets organisch mit unseren Partnern. Dabei beziehen wir unsere Zielgruppen aktiv ein.
  • Wir binden interdisziplinär Expertise ein: Die Digitalisierung wirft komplexe Fragen auf. Wir können nicht selbst Experten für alle Themen sein, aber wir integrieren stets die nötige Expertise, um unsere Ziele zu erreichen.

Diese Herangehensweise entspricht den Principles for Digital Development von 2015, an denen sich auch andere Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) orientieren. Sie sind das Ergebnis von Diskussionen zwischen international relevanten Entwicklungsorganisationen, die in ihren Projekten digitale Technologien einsetzen. Mit unserer Digitalstrategie schließen wir uns diesen Prinzipien an. Wir werden sie gemeinsam mit anderen weitergestalten, um mit digitalen Technologien die Entwicklungszusammenarbeit zu verbessern.

Unsere digitale Kompetenz: Digitaler Wandel als Querschnittsthema

Wir versetzen unsere Mitarbeiter in die Lage, neue, potentielle Gestaltungsräume in der digitalen Welt zu identifizieren und Risiken einzuschätzen. Wir behandeln den digitalen Wandel stets als Querschnittsthema, das nicht isoliert von anderen Themen betrachtet werden kann. Neue technologische Entwicklungen bewerten wir im Hinblick darauf, wie sie sich auf Meinungsfreiheit und Zugang zu Information auswirken.

Unsere Mitarbeiter stellen dabei selbstbestimmt die richtigen Fragen in Bezug auf das Digitale. Sie wissen, welches Spezialwissen sie benötigen und wie sie es organisieren können. Sie entwickeln Lösungen für komplexe, sich stets verändernde Herausforderungen. Sie können digitale Tools auf ihren möglichen Nutzen für die Arbeit bewerten und gestalten.

Unser Weg: Flexibles Arbeiten in klaren Strukturen

Digitale Kompetenz setzt eine Organisationskultur voraus, die Neugier fördert, agiles, teamübergreifendes Arbeiten ermöglicht und permanente Veränderung als Bestandteil der digitalen Wirklichkeit begreift. Hierfür müssen wir uns nicht neu erfinden. Vielmehr können wir auf unseren Erfahrungen und unserem Wissen der vergangenen Jahre aufbauen.

Es gilt, wertvolle Impulse unserer Mitarbeiter aufzunehmen und zu verstärken. So können wir intern die notwendigen Prozesse anstoßen, um uns nachhaltig, souverän und flexibel in der digitalen Wirklichkeit zu bewegen. Folgende Prozesse haben für uns dabei Priorität:

1. Regionalstrategien
Medienentwicklung ist in einzelnen Ländern mit sehr spezifischen Herausforderungen des digitalen Wandels konfrontiert. Deshalb entwickeln wir agil maßgeschneiderte Regionalstrategien. Diesen Prozess gestalten wir nutzerzentriert gemeinsam mit unseren Partnern. Wir arbeiten auf Basis intensiver Recherchen, die relevantes Wissen zur digitalen Transformation in den Fokusländern aufbereiten.


2. Fachspezifische Strategien
Um unsere fünf Ziele erfolgreich umzusetzen, erweitern wir unser Portfolio und bauen unsere fachliche Expertise gezielt aus. Unsere strategischen Ansätze entwickeln wir weiter. Dazu vertiefen wir den Dialog mit anderen Akteuren. Mit unserem Fachportal #mediadev haben wir eine Plattform, die Innovationen und Best-Practice-Beispiele nutzbar macht. Durch Studien und Kooperationen generieren wir neues Wissen. Gleichzeitig bauen wir unsere Kompetenz aus, Projekte interdisziplinär zu managen. 


3. Digitale Methoden
Unser Methoden-Repertoire werden wir um Instrumente und innovative Methoden erweitern, damit wir uns klar an den Bedürfnissen der Nutzer orientieren. Auch für das digitale Lernen entwickeln wir neue Formate. In unseren Beratungsangeboten wird das Digitale als zentrales Querschnittsthema integriert.



4. Kollaboration und Wissen
Kollaboratives Arbeiten gehört zum Selbstverständnis der DW Akademie. Gemeinsam mit unseren Partnern eignen wir uns kontinuierlich Wissen über den digitalen Wandel an und geben dieses untereinander auch weiter. Wir nutzen digitale Tools, um vernetzt an Projekten zu arbeiten. Der ungestörte Fluss von Daten und Informationen ist entscheidend für die Qualität und Effizienz unserer Arbeit – sowohl innerhalb der DW Akademie als auch zwischen uns und unseren Partnern. Relevantes Wissen ist stets leicht verfügbar und teilbar. Dafür bündeln wir die bestehenden Plattformen und Tools.


5. Transparenz und Offenheit
Wir pflegen eine Kultur der Offenheit. Wir beteiligen uns aktiv daran, Informationen öffentlich zugänglich zu machen. Deswegen informieren wir über unsere öffentlich finanzierten Projekte auf verständliche Weise. Wir veröffentlichen Daten und Informationen auf der Grundlage des international vereinbarten IATI-Standards. Mit offenen Standards wie Open Source, Open Data oder Creative Commons (CC) helfen wir, frei zugängliches Wissen im Internet aufzubauen.


6. Workflow-Optimierung
Wir nutzen das Potenzial digitaler Technologien, um unsere internen Prozesse zu so effizient und transparent wie möglich zu gestalten.




7. Digitale Sicherheit
Die DW Akademie generiert große Mengen digitaler Daten, nach innen und außen. Das erhöht ihre Effizienz, macht sie gleichzeitig aber auch anfällig für digitale Übergriffe aller Art. Wir entwickeln ein Risikobewusstsein für den Umgang mit digitalen Daten und erkennen, welche Daten eine sichere digitale Umgebung benötigen. Digitale Sicherheit ist ein essenzieller Teil des Sicherheitsmanagements der DW Akademie. Wir haben dabei stets auch die Sicherheit unserer Partner und Zielgruppen im Blick. Wir sorgen dafür, dass diese nicht durch unsere Arbeit ins Visier von Überwachung oder anderen Bedrohungen geraten.


Akademie beta
Unsere Digitalstrategie ist dynamisch. Die DW Akademie wird sie gemeinsam mit ihren Partnern kontinuierlich weiterentwickeln, um den konstanten Wandel in der digitalen Welt mitzugestalten.

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