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Nachrichten

Dienstag, den 13. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

GAZA-STADT: Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas ringt nach der jüngsten Eskalation zwischen radikalen Anhängern der Fatah und der Hamas um eine Befriedung der Lage in den Autonomiegebieten. Abbas gab seinen Sicherheitskräften Befehl, keine Milizen mehr auf Gazas Straßen zu dulden. Für den Gaza-Streifen und auch das Westjordanland gelte der Alarmzustand, teilten ranghohe Behördenvertreter mit. Aus Protest gegen die Gewaltaktionen kündigte Tourismus-Minister Dschudeh Murkos, der einzige Christ in der Hamas-Regierung, seinen Rücktritt an.

JERUSALEM: Das israelische Militär hat nach Korrespondentenberichten die Verantwortung für die Explosion am Strand des Gaza-Streifens zurückgewiesen, durch die am Freitag sieben Mitglieder einer Palästinenser-Familie getötet worden waren. Die Analyse von Metallsplittern habe ergeben, dass es sich nicht um eine israelische Granate gehandelt habe, heißt es in den Meldungen unter Berufung auf einen Untersuchungsbericht der Armee. Möglicherweise sei an dem Strand eine von militanten Palästinensern vergrabene Bombe explodiert.

KIRKUK: Bei einer offenbar koordinierten Serie von Angriffen vor allem gegen die Polizei in der Ölstadt Kirkuk im Norden des Irak sind nach jüngsten Angaben mindestens 17 Menschen getötet worden. Bei dem schwersten der Bombenanschläge auf eine Patrouille auf einem belebten Markt im Stadtzentrum wurden laut Behörden mindestens elf Zivilisten mit in den Tod gerissen. Weitere Selbstmordattentate richteten sich zum Beispiel gegen das Polizeihauptquartier, das Haus eines Polizeichefs, Konvois der Sicherheitskräfte sowie ein Parteibüro.

WASHINGTON: US-Präsident George Bush hat die Verfolgung des neuen 'El-Kaida'-Anführers im Irak angekündigt. Der Nachfolger des jüngst getöteten Terroristen Abu Mussab el Sarkawi werde auf die Liste der meistgesuchten Täter gesetzt und zur Rechenschaft gezogen, sagte er während eines Treffens mit seinen wichtigsten Ministern sowie Sicherheits- und Militärberatern in Camp David. Zuvor war im Internet eine Erklärung der Gruppe 'El Kaida' aufgetaucht, wonach Scheich Abu Hamsa el Muhadschir zum Nachfolger Sarkawis bestimmt worden sein soll.

LUXEMBURG: Nach langem Tauziehen hat die Europäische Union die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei formell aufgenommen. Bei den Gesprächen in Luxemburg ging es um den unproblematischen Bereich Wissenschaft und Forschung. Der türkische Außenminister Abdullah Gül sprach von einem wichtigen Meilenstein. EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn zeigte sich hingegen besorgt über einen nachlassenden Reformeifer der Regierung in Ankara. - Zuvor hatte EU-Mitglied Zypern mit der Drohung, die Beitrittsgespräche zu blockieren, eine scharf formulierte Warnung der Europäischen Union an die Türkei durchgesetzt. Ankara müsse die Zollunion auch auf Zypern anwenden und das EU-Mitglied anerkennen, sonst könnten die Beitrittsgespräche scheitern.

DILI: In Osttimor nimmt die Opposition einen neuen Anlauf zum Sturz von Ministerpräsident Mari Alkatiri, den sie für die wochenlangen Unruhen verantwortlich macht. Man wolle Präsident Xanana Gusmao vorschlagen, das Parlament aufzulösen und eine Übergangsregierung einzusetzen, berichteten Abgeordnete in Dili. Nach der Revolte entlassener Soldaten und anschließenden Bandenkriegen hatte sich die Lage in der früheren portugiesischen Kolonie zunächst entspannt. Sorge bereitet jedoch das Schicksal von etwa 100.000 Flüchtlingen. Die Vereinten Nationen baten in einem Dringlichkeitsappell um rund 19 Millionen Dollar Soforthilfe.

KHARTUM: Die Leiter einer gemeinsamen Delegation von Vereinten Nationen (UN) und Afrikanischer Union (AU) sind in die sudanesische Krisenregion Darfur gereist. Man wolle gemeinsam die Lage vor Ort sondieren, um die Chancen und Risiken für eine mögliche UN- Friedenstruppe auszuloten, teilten die UN mit. Der UN-Beauftragte für Friedensmissionen, Jean-Marie Guehenno, und Said Djinnit von der AU-Kommission für Frieden und Sicherheit, wollten dann nach Khartum zurückkehren, um mit der sudanesischen Führung noch einmal über die Zukunft Darfurs zu beraten. Es werde dabei vor allem um eine Verstärkung der AU-Truppen gehen und um Vorbereitungen für eine mögliche Übernahme des Kommandos durch UN-Einheiten.

BERLIN: Die Führungsspitze der Sozialdemokraten hat nach Informationen der Zeitung 'Handelsblatt' den Plänen von SPD-Finanzminister Peer Steinbrück für eine Reform der Unternehmensbesteuerung zugestimmt. Steinbrück trete dafür ein, die Gesamtbelastung der Unternehmen von heute 39 Prozent auf unter 30 Prozent zu senken, schreibt die Zeitung. Der Koalitionsausschuss werde sich am 25. Juni mit der Reform befassen.

FRANKFURT AM MAIN: Die geplante Übernahme des Berliner Schering-Konzerns durch die Leverkusener Bayer AG gerät immer stärker ins Wanken. Der im Bieter-Streit um Schering unterlegene Pharma-Hersteller Merck aus Darmstadt stockte seine Beteiligung an dem Berliner Unternehmen durch weitere Aktienkäufe auf 20,7 Prozent auf. Damit die von Bayer geplante Fusion zustande kommt, benötigen die Leverkusener bis Mittwochabend mindestens 75 Prozent der Schering-Anteile. Derzeit verfügt Bayer über 60 Prozent. Merck gibt weiter keine Auskunft über die Gründe für den massiven Aktienkauf.

WIESBADEN: Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im Mai etwas verlangsamt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag die Inflationsrate bei 1,9 Prozent. Im April hatte sie noch 2,0 Prozent betragen. Preistreiber seien auch im Mai die hohen Energiekosten gewesen, so die Wiesbadener Statistiker.

ZUM FUSSBALL: Italien ist ein WM-Auftakt nach Maß gelungen. Die 'Squadra Azzurra' gewann am Montagabend in Hannover gegen Ghana mit 2:0.

- An diesem Dienstag spielen: Südkorea - Togo, Frankreich -Schweiz und Brasilien - Kroatien.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne, zum Abend hin im Westen allmählich zunehmendes Gewitterrisiko. Temperaturen meist über 30 Grad Celsius.

  • Datum 13.06.2006
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