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Nachrichten

Dienstag, 9. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HANNOVER: Bis zuletzt begleitet von Protestaktionen von Kernkraftgegnern hat der Transport mit 123 Tonnen hochradioaktivem Atommüll mit mehr als eintägiger Verspätung das Zwischenlager Gorleben in Niedersachsen erreicht. Zuvor hatte die Polizei noch eine Sitzblockade von rund 3000 Demonstranten vor dem Zwischenlager aufgelöst. Die Räumung verlief nach Polizeiangaben friedlich. Seit dem Start des Transports der elf Castor-Atommüllbehälter am Freitag in Frankreich hatten tausende Kernkraftgegner die Bahn- und Straßenstrecken immer wieder blockiert. Daher dauerte der zwölfte Castor-Transport rund 92 Stunden, so lange wie noch keiner zuvor. Der Atommüll ist in Frankreich bei der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken entstanden.

BERLIN: Die Bundesregierung plant nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung", drei Castor-Transporte mit Atommüll nach Russland zu schicken. Ein entsprechendes Abkommen sei unterschriftsreif, berichtet das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin. Der Atommüll stamme aus der ehemaligen DDR-Forschungsanlage Rossendorf. Sie war seinerzeit von der Sowjetunion mit Brennelementen beliefert worden.

JAKARTA: US-Präsident Obama ist zu einem offiziellen Besuch in Indonesien eingetroffen, wo er mehrere Jahre seiner Jugend verbracht hatte. Auf dem Programm steht neben Gesprächen mit Präsident Yudhoyono auch eine weitere Grundsatzrede Obamas über das Verhältnis der USA zur muslimischen Welt. - Der US-Präsident hatte zuvor Indien besucht. Dort würdigte er das Land als aufstrebende Weltmacht und sprach sich für eine enge amerikanisch-indische Partnerschaft aus. In einer Rede im Parlament versprach er, Indiens Bemühungen um einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu unterstützen.

WASHINGTON: Nach den Paketbomben-Funden haben die USA schärfere Regeln für Luftfracht und Flugverkehr erlassen. Wie das US-Heimatschutzministerium mitteilte, dürfen als möglicherweise riskant eingestuft Pakete künftig grundsätzlich nicht mehr in Passagiermaschinen transportiert werden. Bisher durfte solche Fracht nach einer erfolgreichen Zusatzkontrolle im Personenverkehr mitgenommen werden. Inwieweit die Sicherheitsvorkehrungen im Frachtverkehr auch in der Europäischen Union verschärft werden, soll zunächst eine Arbeitsgruppe klären. Vorschläge werden bis zum Dezember erwartet.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen und die USA haben die israelischen Pläne zum Bau von 1300 neuen Wohnungen im arabischen Ostteil Jerusalems kritisiert. UN-Generalsekretär Ban drückte nach Angaben der Vereinten Nationen bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu in New York seine Besorgnis über diese Pläne aus. Das US-Außenministerium erklärte, man sei tief enttäuscht über die israelische Ankündigung. Sie unterlaufe die Bemühungen der USA, den ins Stocken geratenen Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern wieder in Gang zu bringen.

BERLIN: Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat anlässlich des Jahrestages der sogenannten Reichspogromnacht vor einem wachsenden Antisemitismus gewarnt. Vizepräsident Graumann sagte dem "Hamburger Abendblatt", wissenschaftliche Untersuchungen bestätigten, dass sich der Antisemitismus in die gesellschaftliche Mitte vorgearbeitet habe und dort auch zunehmend enthemmt geäußert werde. - Vom 9. auf den 10. November 1938 hatten die Nationalsozialisten in ganz Deutschland Synagogen in Brand gesetzt und jüdische Einrichtungen zerstört. Mehrere hundert Juden wurden getötet. Die Pogromnacht steht für den Beginn der systematischen Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch die Nazis.

WIESBADEN: Die Verbraucherpreise in Deutschland steigen weiter relativ moderat. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag die Inflationsrate im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 1,3 Prozent. Zwischen September und Oktober 2010 blieben die Preise mit einem Plus von 0,1 Prozent nahezu unverändert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten stark bewölkt und zeitweiliger Regen. Nach Südosten hin Auflockerungen, teils heiter und trocken. Tagestemperaturen sechs bis 12 Grad Celsius.

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