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Nachrichten

Dienstag, 9. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Der griechische Regierungschef Papandreou hat davor gewarnt, dass die hohe Staatsverschuldung seines Landes eine neue weltweite Finanzkrise auslösen könnte. Vor einem Treffen mit US-Präsident Obama sagte Papandreou, das massive Staatsdefizit von knapp 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts habe bereits Auswirkungen auf Europa. In Brüssel berät die EU-Kommission heute über die Idee eines Europäischen Währungsfonds. Im Gespräch sind nach Angaben eines Sprechers Liquiditätshilfen für kriselnde Euro-Länder, die an harte Auflagen geknüpft werden sollen. Bundeskanzlerin Merkel unterstützt einen solchen Fonds. Das Thema dürfte auch beim Besuch der Kanzlerin in Luxemburg zur Sprache kommen. Dort will Merkel Ministerpräsident Juncker treffen, der gleichzeitig Chef der 16 Länder umfassenden Euro-Gruppe ist.

PARIS: Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS ist 2009 wegen des Debakels um den Militärtransporter Airbus A400M in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust belief sich auf 763 Millionen Euro, wie EADS in Paris mitteilte. Damit droht der A400M mehr als fünf Milliarden Euro teurer zu werden als geplant. Erst am vergangenen Freitag hatte sich der Airbus-Mutterkonzern mit den sieben Bestellerländern auf eine Aufteilung der Zusatzkosten geeinigt. EADS hat sich zudem aus dem Bieterverfahren zu einem 35-Milliarden-Dollar Auftrag der US-Regierung zurückgezogen. Dabei geht es um 179 neue Tankflugzeuge für die Luftwaffe. EADS und der US-Partner Northrop Grumman begründeten ihren Rückzug mit unfairen Wettbewerbsbedingungen.

BERLIN: Nach dem Bekanntwerden immer neuer Missbrauchsfälle an deutschen Schulen und Internaten will die schwarz-gelbe Regierungskoalition die Rechte der Opfer auf finanzielle Entschädigung deutlich stärken. Die Verjährungsfrist für Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche solle um das Zehnfache auf 30 Jahre erhöht werden, forderten Politiker von CDU/CSU und FDP. Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger rief die katholische Kirche und andere Institutionen zudem auf, einen Entschädigungsfonds einzurichten. Ein klares Signal an die Opfer sei wichtig, sagte die FDP-Ministerin der "Süddeutschen Zeitung", auch wenn sich das erlittene Unrecht materiell nicht aufwiegen lasse.

BERLIN: SPD-Generalsekretärin Nahles hat den Vorschlag der SPD-Landespolitikerin Hannelore Kraft verteidigt, Langzeitarbeitslosen künftig unbezahlte Jobangebote im sozialen Bereich zu machen. So könnten sich Menschen, die seit Jahren beruflich Misserfolg hätten, dennoch sinnvoll in die Gesellschaft einbringen, sagte Nahles. Zugleich hob sie hervor, die Vorschläge Krafts basierten allein auf Freiwilligkeit. Kraft, die als Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai antritt, hatte vorgeschlagen, Hartz-IV-Empfänger zu gemeinnütziger Arbeit heranzuziehen, etwa in Altenheimen oder Sportvereinen. CDU, FDP und Linke kritisierten, unbezahlte gemeinnützige Arbeit sei kein Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit.

WIESBADEN: Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist 2009 erstmals seit sechs Jahren wieder gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erklärten sich rund 32.700 Unternehmen für zahlungsunfähig. Das waren 11,6 Prozent mehr als 2008. Die rückläufige Konjunktur schlug auch auf die so genannten Verbraucherinsolvenzen durch. Deren Zahl erhöhte sich um drei Prozent auf rund 101.100.

WASHINGTON: Die amerikanische Regierung hat ihre Internet-Sanktionen gegen Kuba, den Iran und den Sudan gelockert. Damit solle der dortigen Bevölkerung ermöglicht werden, ihre Grundrechte auf freie Rede und Information auszuüben, teilte das Finanzministerium in Washington mit. US-Firmen ist nun der Export von Software und die Freischaltung von Web-Diensten wie Chat-Foren, E-Mail und Sozialen Netzwerken in diese Länder erlaubt.

WASHINGTON: Griechenlands Ministerpräsident Papandreou hat für die nahe Zukunft ein Gipfeltreffen mit der Türkei zur Zypern-Frage in Aussicht gestellt. Er werde den türkischen Regierungschef Erdogan innerhalb der nächsten Monate treffen, sagte Papandreou bei seinem USA-Besuch. Er hoffe auf eine Einigung, die der Welt zeige, dass ehemalige Feinde die besten Partner werden könnten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonnig und nur im Süden zunehmend bewölkt mit etwas Schneefall. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen frostigen minus fünf und plus fünf Grad Celsius.

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