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Nachrichten

Dienstag, 9. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

MOSKAU: Die Ölversorgung in Europa ist nach Einschätzung der Internationalen Energie-Agentur durch die russische Pipeline- Blockade nicht gefährdet. Die Raffinerien hätten ausreichend Öl auf Lager, teilte die Agentur mit. Außerdem könnten die Raffinerien auf andere Versorgungswege zurückgreifen, sollte Russland die so genannte 'Freundschafts-Pipeline' längerfristig schließen. Hintergrund ist ein Streit mit Weißrussland um Durchleitungsgebühren, die Russland nicht zahlen will. Der weißrussische Vize-Regierungschef Andrej Kobjakow traf unterdessen in Moskau ein, um Möglichkeiten für eine Beilegung des Streits auszuloten. Von der Pipeline-Blockade sind auch Deutschland und Polen betroffen.

BERLIN: Nach der Blockade der wichtigsten Öl-Pipeline von Russland nach Westeuropa hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auch den Ausstieg aus der Atomenergie in Frage gestellt. In einem Gespräch mit dem Ersten Deutschen Fernsehen sagte sie, die jüngsten Probleme bestätigten, dass Deutschland einen ausgewogenen Energiemix benötige und sich nicht einseitig von Lieferanten abhängig machen dürfe. Merkel verwies auf die Möglichkeit, mehr verflüssigtes Erdgas einzulagern, den Ausbau erneuerbarer Energien sowie das Energiesparen. Die Kanzlerin kündigte an, dass sie am 21. Januar zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Moskau reisen werde. Führende deutsche Politiker forderten mehr Vertragstreue von Russland. Dessen Konflikte etwa mit mit Weißrussland dürften nicht auf Kosten Unbeteiligter gelöst werden.

BERLIN: Zum Auftakt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft tagt das Bundeskabinett in einer Sondersitzung gemeinsam mit der Europäischen Kommission. Kanzlerin Angela Merkel wird dabei die Schwerpunkte ihrer Arbeit im ersten Halbjahr 2007 erörtern. Dazu gehört neben der europäischen Verfassung auch die Energieversorgung. Dieser Bereich soll im März beim EU-Gipfel in Brüssel eine zentrale Rolle spielen.

MÜNCHEN: Die CSU-Landesgruppe setzt ihre Klausurtagung in Wildbad Kreuth fort. Am zweiten Tag des Treffens wollen die 46
Bundestagsabgeordneten unter anderem über die Erweiterung der Europäischen Union und die Arbeitsmarktpolitik diskutieren. Als Gast ist der Vorsitzende der britischen Konservativen, David Cameron, eingeladen. Weitere Gesprächspartnerin ist die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock. Am Vortag hatte sich die CSU-Parteispitze demonstrativ hinter Edmund Stoiber als auch künftigen Parteichef und Ministerpräsidenten Bayerns gestellt.

MÜNCHEN: Im Rahmen der Krisengespräche zur Rettung des insolventen Handy-Herstellers BenQ-Mobile berät der Gläubigerausschuss einen Übernahmevorschlag des amerikanischen Unternehmens Sentex. Nach Presseberichten könnte sich der US-Investor eine Handy-Produktion mit 1.700 der bisherigen 3.000 Mitarbeiter in München und Kamp-Lintfort vorstellen. Verhandelt wird über Staatsbürgschaften und andere Bedingungen. Gespräche mit einer gemischten deutsch-amerikanischen Investorengruppe scheiterten bislang daran.

MOGADISCHU: Die US-Luftwaffe hat im Süden Somalias ein mutmaßliches Versteck des Terror-Netzwerks El Kaida angegriffen. Dabei habe es zahlreiche Tote gegeben, teilte ein Vertreter der somalischen Übergangsregierung mit. In dem Versteck soll sich auch der Ostafrika-Chef der El Kaida aufgehalten haben. Ziel sei es gewesen, die Verantwortlichen für die Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania zu töten. Die somalische Regierung unterstütze dieses Vorgehen, sagte Innenminister Hussein Aideed. Bei den Bombenanschlägen in Nairobi und Daressalam waren 1998 mehr als 220 Menschen ums Leben gekommen.

DUBAI: Ein atombetriebenes amerikanisches U-Boot ist im Arabischen Meer mit einem japanischen Tanker kollidiert. Nach Angaben der US-Marine und der japanischen Regierung verlief der Unfall in der Straße von Hormus glimpflich. Es habe weder Verletzte gegeben noch sei Öl ausgelaufen. Japan forderte die US-Armee zu einer Untersuchung des Vorfalls auf.

CARACAS: Venezuela soll nach den Worten von Präsident Hugo Chavez in eine sozialistische Republik umgewandelt werden. Vor seiner Vereidigung für eine dritte Amtszeit kündigte Chavez in einer Fernseh-Ansprache die Verstaatlichung der Stromversorgung und der Telekommunikation an. Auch die Zentralbank solle ihre Autonomie verlieren. Bereits nach seiner Wiederwahl im Dezember hatte Chavez angekündigt, einen deutlich sozialistischeren Kurs einzuschlagen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist grau mit vereinzelten Schauern. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen acht und 16 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 12 Grad, regnerisch;
Berlin: 9 Grad, regnerisch;
Dresden: 10 Grad, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 14 Grad, stark bewölkt;
Frankfurt am Main: 11 Grad, regnerisch und
München: 10 Grad, regnerisch.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 09.01.2007
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