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Nachrichten

Dienstag, 9. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KARLSRUHE: Die Hartz-IV-Regelsätze verstoßen gegen das Grundgesetz. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Die Bundesregierung muss die Höhe der Leistungen für Kinder und Erwachsene bis Ende des Jahres neu berechnen. Bis dahin können die knapp sieben Millionen Hilfebedürftigen ergänzende Leistungen beanspruchen, soweit dies zur Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums erforderlich ist. Der monatliche Hartz-IV-Regelsatz für einen erwachsenen Haushaltsvorstand beträgt derzeit 359 Euro. Kinder erhalten davon je nach Alter 60 bis 80 Prozent. Die Kläger und auch die gerichtlichen Vorinstanzen hatten bemängelt, dass kein eigener Bedarf der Kinder errechnet wird, obwohl diese häufiger neue Kleidung brauchen und für sie auch Bildungsausgaben anfallen.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat ein neues Afghanistan-Mandat beschlossen. Danach können künftig bis zu 850 weitere deutsche Soldaten an den Hindukusch entsandt werden. Die Mandatsobergrenze steigt entsprechend auf 5.350 Soldaten. 350 davon sollen eine flexible Reserve bilden, um zeitlich befristet auf besondere Anforderungen reagieren zu können, etwa die Parlamentswahl im September. Der Bundestag muss der Mandatsänderung noch zustimmen. Für die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte sollen künftig 1.400 statt wie bisher nur 280 Soldaten eingesetzt werden. Zudem soll die Wiederaufbauhilfe mit 430 Millionen Euro fast verdoppelt werden.

TEHERAN: Der Iran hat nach offiziellen Angaben mit der Produktion von auf 20 Prozent angereichertem Uran begonnen. Die Arbeiten seien in der Anlage von Natans aufgenommen worden, zitiert die iranische Nachrichtenagentur ISNA den Leiter der nationalen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi. Der Iran benötigt das Material nach eigenen Angaben zum Betrieb eines Forschungsreaktors in Teheran für medizinische Zwecke. Die USA und die Europäische Union verdächtigen den Iran jedoch, unter dem Mantel der friedlichen Nutzung, Nuklearwaffen zu entwickeln. Teheran bestreitet das. Für den Bau von Atomwaffen würde auf mehr als 80 Prozent hoch angereichertes Uran benötigt.

PEKING: Der chinesische Bürgerrechtler und Umweltschützer Tan Zuoren ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Chengdu verurteilte den 55-Jährigen wegen "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt", wie einer seiner Anwälte mitteilte. Dabei gehe es um zehn Internet-Artikel, in denen Tan die brutale Niederschlagung der Demokratiebewegung im Jahre 1989 kritisiert habe. Tan Zuoren hatte zuletzt den Tod von tausenden Schulkindern beim Erdbeben in Sichuan im Mai 2008 untersucht. Dabei hatte er vor allem Betrug und Pfusch am Bau für die hohe Opferzahl verantwortlich gemacht.

TOKIO: Der japanische Autobauer Toyota ruft wegen Bremsproblemen mehrere seiner Hybrid-Modelle zurück und stoppt den Verkauf in Japan. Betroffen seien die neuesten Baureihen des Prius, Prius PHV, des Sai sowie des Lexus H250, sagte Toyota-Chef Akio Toyoda auf einer Pressekonferenz. Der Rückruf gelte für rund 450.000 Fahrzeuge. Grund für den Rückruf sei das Software-Programm des Anti-Blockiersystems ABS. Das Problem könne durch ein Update gelöst werden.

WIESBADEN: Trotz des Aufwärtstrends am Jahresende hat Deutschland 2009 den Titel Exportweltmeister an China verloren. Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 803,2 Milliarden Euro ins Ausland - 18,4 Prozent weniger als 2008. Das war der stärkste Rückgang seit Beginn der Erhebung 1950, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Chinas Vorsprung bei den Ausfuhren betrug 2009 umgerechnet knapp 60 Milliarden Euro.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Dichte Wolken, im Nordosten etwas Schnee. In der Mitte und im Süden einige Auflockerungen. Höchstwerte zwischen minus sieben Grad an der Oder und plus drei Grad am Oberrhein. Zuletzt meldeten: Hamburg: minus 5 Grad, etwas Schnee; Berlin: minus 6 Grad, nach Schneefall; Dresden: minus 9 Grad, wolkig; Köln/Bonn, Frankfurt am Main und München: minus 5 Grad, leichter Schneefall;

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