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Nachrichten

Dienstag, 8.Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LUXEMBURG: Die Finanzminister der Euro-Zone haben sich auf eine härtere Gangart gegen Staatsdefizite und Verschuldung verständigt. Die Kontrolle der nationalen Haushalte werde künftig früher einsetzen und Strafzahlungen drohten schon, wenn Warnungen der EU nicht beachtet werden. Dies erläuterte EU-Ratspräsident Herman van Rompuy nach einem Treffen der Arbeitsgruppe zur Reform der Währungsunion. Die Euro-Staaten wollen damit neue Krisen wie in Griechenland verhindern. Die 16 Minister setzten in Luxemburg den Rettungsmechanismus zur Absicherung hochverschuldeter Euro-Staaten nun auch offiziell in Kraft. Dieser hat einen Bürgschaftsumfang von 750 Milliarden Euro. Deutschland ist mit bis zu 140 Milliarden beteiligt. - Zudem befürwortete die Ministerrunde die Aufnahme Estlands in die Euro-Zone zum Jahreswechsel.

MÜNCHEN / BERLIN: Der Bund der Steuerzahler hat das Sparpaket der Bundesregierung als Etikettenschwindel bezeichnet. Die Sparbemühungen gingen nicht weit genug, sagte der Präsident des Bundes, Karl Heinz Däke, dem "Münchner Merkur". So gebe es "eine ganze Reihe von Luftschlössern", etwa die Finanzmarkttransaktionssteuer, die erst eingeführt werden müsse. Bei Opposition und Gewerkschaften formiert sich indes massiver Widerstand. Die Sparpläne seien feige, weil die Verursacher der Krise geschont und Bedürftige rasiert würden, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles. Die Gewerkschaften haben eine groß angelegte Protestaktion gegen das Sparpaket angekündigt. Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, lobte das Paket in der "Rheinischen Post" dagegen als sozial gerecht und ausgewogen.

WIESBADEN: Die deutsche Exportwirtschaft hat im April einen leichten Dämpfer erhalten. Die Firmen lieferten 5,9 Prozent weniger ins Ausland als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Der März hatte den Unternehmen allerdings mit 10,8 Prozent das stärkste monatliche Wachstum seit fast 20 Jahren beschert. Auch die Einfuhren gingen im April im Vergleich zum Vormonat um 7,3 Prozent zurück.

HAMBURG: Entwicklungsminister Dirk Niebel, FDP, hat bekräftigt, dass seine Partei die Kandidatur des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff für das Amt des Bundespräsidenten unterstützt. Der CDU-Politiker werde mit den Stimmen der FDP-Bundesversammlungs-Fraktion gewählt werden, erklärte Niebel dem "Hamburger Abendblatt". Er wies den Vorwurf mehrerer FDP-Landespolitiker und der Opposition zurück, Wulff sei im Hauruck-Verfahren nominiert worden. Vielmehr sei die Entscheidung zwischen CDU, CSU und FDP abgestimmt gewesen, betonte Niebel. -- Zuletzt war auch aus dem bürgerlichen Lager Unterstützung für den Kandidaten von SPD und Grünen, Joachim Gauck, geäußert worden.

TOKIO: Japans neuer Ministerpräsident Naoto Kan hat Yoshihiko Noda zum Finanzminister befördert. Der bisherige Staatssekretär unter Kan im Finanzressort gilt als ein Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und Gegner staatlicher Investitionsprogramme. Außer Noda gibt es wenige neue Gesichter in dem jetzt berufenen Kabinett. Übernommen wurde auch Außenminister Katsuya Okada.

MADRID: In Spanien laufen die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes Sturm gegen den Sparkurs der sozialistischen Regierung. Bestreikt werden zum Beispiel Verwaltungen, Post, Schulen, Krankenhäuser und Feuerwehr. Die eintägige Arbeitsniederlegung gilt auch als Stimmungstest für die Mobilisierungskraft der Gewerkschaften und einen möglichen Generalstreik. Die Regierung hat im Kampf gegen die Staatsschulden unter anderem durchgesetzt, die Beamtengehälter sofort um fünf Prozent zu kürzen und im Jahr 2011 einzufrieren.

PARIS: Zweieinhalb Jahre nach einem der größten Spekulationsverluste aller Zeiten muss sich in Frankreich der ehemalige Börsenhändler Jérome Kerviel vor einem Gericht verantworten. Der heute 33jährige Ex-Angestellte der französischen Großbank Société Générale soll 4,9 Milliarden Euro verzockt haben. Kerviel ist in Paris der Untreue, Dokumentenfälschung und der Manipulation von Computerdaten angeklagt. Er behauptet, die waghalsigen Spekulationsgeschäfte seien von seinen Vorgesetzten gebilligt worden. Die Bank will nichts vom dem illegalen Treiben gewusst haben und verlangt Schadensersatz.

BERLIN: Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung, ILA, ist von Bundeskanzlerin Angela Merkel offiziell eröffnet worden. Auf dem Gelände des Flughafens Berlin-Schöneberg zeigen 1.150 Aussteller aus fast 50 Ländern ihre Flugzeuge, Hubschrauber und die neueste Technik. Zu sehen ist unter anderem der Airbus-Militärtransporter A400M, dessen Auslieferung sich vielfach verzögert hat. Die ILA dauert bis Sonntag.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden viel Sonne, im Westen und Nordwesten kommt Bewölkung mit Schauern und Gewittern auf. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 28 Grad im Süden und 16 Grad an der Küste.

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