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Nachrichten

Dienstag, 8. Juli 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TOYAKO: Die G-8-Staaten haben sich darauf geeinigt, die weltweiten Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2050 zu halbieren. Darauf wollten die sieben führenden Industrienationen und Russland im Rahmen der UN- Klimaschutzverhandlungen hinwirken, heißt es in einer beim G-8-Gipfel im japanischen Toyako verabschiedeten Erklärung. Die Staaten gingen damit deutlich über ihre Vereinbarung beim letzen Gipfel in Heiligendamm hinaus. Dort war vor einem Jahr gegen den Widerstand der USA beschlossen worden, eine Reduzierung der Treibhausgase um 50 Prozent nur ernsthaft zu prüfen. Die G-8-Staaten äußerten auch ihre 'große Sorge' über den hohen Ölpreis. Dieser sei eine Gefahr für die Weltwirtschaft. Daher sollten die Kapazitäten der Förderung und der Verarbeitung von Öl kurzfristig angehoben werden. Um den Bedarf zu drosseln, sollten zudem weitere Anstrengungen zur Verbesserung der Energieeffizienz unternommen werden.

SEOUL: Die Sechs-Parteien-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm sollen noch in dieser Woche fortgesetzt werden. Die Verhandlungen würden nach neunmonatiger Unterbrechung am Donnerstag in Peking wiederaufgenommen, teilte der südkoreanische Unterhändler Kim Sook in Seoul mit. Nordkorea hatte eine Fortsetzung der Gespräche zuvor abgelehnt, solange es nicht einen größeren Teil der von den Verhandlungspartnern zugesagten Energie- und Wirtschaftshilfen erhalten habe. Diese waren der Führung in Pjöngjang versprochen worden, nachdem sie kürzlich einen Bericht über ihre nuklearen Aktivitäten vorgelegt und den Kühlturm des Atomreaktors in Yongbyon gesprengt hatte. An den Sechs-Parteien-Gesprächen sind neben den beiden koreanischen Staaten die USA, China, Japan und Russland beteiligt.

BELGRAD: Die neue serbische Regierung ist mit knapper Mehrheit im Parlament bestätigt worden. Für das Kabinett von Ministerpräsident Mirko Cvetkovic stimmten 127 der 250 Abgeordneten. Die Regierungskoalition setzt sich aus ehemals erbitterten politischen Gegnern zusammen, dem pro-europäischen Parteienbündnis unter Führung von Staatschef Boris Tadic und den Sozialisten des früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic. Regierungschef Cvetkovic plant umfangreiche Strukturreformen, um das Land auf einen baldigen EU-Beitritt vorzubereiten.

MÜNCHEN: Siemens-Chef Peter Löscher will an diesem Dienstag offiziell seine Pläne für einen massiven Stellenabbau bekanntgeben. Nach Medienberichten will der Elektrokonzern mehr als 17.000 Arbeitsplätze streichen, davon 6.400 in Deutschland. Der Betriebsrat drohte mit Streiks. Bereits am Montag waren die Arbeitnehmervertreter über die Pläne für einzelne Bereiche und Standorte informiert worden. Siemens-Gesamtbetriebsratschef Ralf Heckmann kündigte danach Widerstand an und will auch rechtliche Schritte nicht ausschließen.

BERLIN: Seit diesem Dienstagmorgen sieben Uhr siebenundfünfzig arbeiten die deutschen Steuerzahler rein rechnerisch für den eigenen Geldbeutel. 2007 war der so genannte Steuerzahler-Gedenktag des Bunds der Steuerzahler noch auf den 13. Juli gefallen. Dies bedeutet, dass die Steuerbelastung der Deutschen leicht gesunken ist.

QUEBEC: Die UNESCO hat sechs Siedlungen der Berliner Moderne in die Liste des Welterbes aufgenommen. Die denkmalgeschützten Siedlungen repräsentierten einen neuen Typ des sozialen Wohnungsbaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts und hätten einen beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung von Architektur und Städtebau ausgeübt, begründete das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation seine Entscheidung. Das Komitee zeichnete bei seiner Sitzung im kanadischen Quebec unter anderen auch den Hindu-Tempel Preah Vihear an der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha, die oberitalienischen Städte Mantua und Sabbioneta und die Festungsbauten des Architekten Vauban in Frankreich als Welterbe aus. Weltweit gibt es über 850 von der UNESCO geschützte Kultur- und Naturdenkmäler.

LONDON: Die Kirche von England lässt künftig auch Frauen weitgehend uneingeschränkt zur Bischofsweihe zu. Vorschläge zu Sonderregelungen, wie sie Gegner der Pläne gefordert hatten, lehnte die Generalsynode der Anglikanischen Kirche im nordenglischen York ab. Damit droht nach Einschätzung von Beobachtern die Abspaltung einer konservativen Minderheit. 1.300 Geistliche hatten erklärt, sie wollten die Kirche verlassen, falls Bischofsämter ohne Einschränkung an Frauen vergeben werden.

KOUROU: Eine europäische Trägerrakete vom Typ Ariane-5 hat zwei Satelliten ins All gebracht. Wie die Betreibergesellschaft Arianespace mitteilte, setzte die in Französisch-Guayana gestartete Rakete die beiden Satelliten planmäßig im Weltraum aus. Sie sollen Südostasien und den arabischen Raum mit Fernseh- Programmen versorgen. - Es war der vierte Start einer Ariane-Rakete in diesem Jahr. Die Ariane-5 ist die einzige kommerzielle Trägerrakete, die gleichzeitig zwei Satelliten im All positionieren kann.

GUATEMALA-STADT: Bei schweren Regenfällen in Guatemala und Mexiko sind in den vergangenen Tagen insgesamt mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden in Guatemala mitteilten, forderte das Unwetter in dem mittelamerikanischen Land 34 Todesopfer. Auch im Süden Mexikos kam es nach lang anhaltenden Regenfällen zu zahlreichen Überschwemmungen. Nach offiziellen Angaben starben dabei acht Menschen. In mehr als 100 Städten und Gemeinden herrscht Hochwasser.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Bei wechselnder Bewölkung immer wieder Regen. Nur seltene Aufheiterungen. Maximal nur noch 16 bis 23 Grad Celsius.

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