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Nachrichten

Dienstag, 8. Dezember 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BAGDAD: Die irakische Hauptstadt ist innerhalb weniger Minuten von einer Serie schwerer Bombenanschläge erschüttert worden. Nach Angaben des Innenministeriums wurden mehr als 100 Menschen getötet und 180 verletzt. Zwei der Anschläge richteten sich gegen die Gebäude des Innen- und des Arbeitsministeriums. Betroffen wurden auch der Al-Dschurdscha-Markt im Stadtzentrum, das Al-Kahira-Viertel im Norden der Stadt und der Stadtteil Karch. Über der Innenstadt stiegen große, schwarze Rauchwolken auf. Augenzeugen berichteten von panischen Reaktionen in den Straßen. Kurzfristig brach das Telefonnetz zusammen. – Zuletzt waren Ende Oktober bei einem Doppelanschlag in Bagdad mindestens 155 Menschen getötet worden.

KOPENHAGEN/ BERLIN: Bundesumweltminister Norbert Röttgen geht davon aus, dass es beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen konkrete Ergebnisse und nicht nur bloße Absichtserklärungen geben wird. Schon zum Konferenzauftakt am Montag habe es eine positive Dynamik gegeben, sagte Röttgen im Zweiten Deutschen Fernsehen. Die Bundesregierung habe sich eine Verringerung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2020 vorgenommen, ohne dieses Ziel an Bedingungen zu knüpfen. Auch wolle Deutschland die Entwicklungsländer über die Entwicklungshilfe hinaus finanziell beim Klimaschutz unterstützen. - Die bis zum 18. Dezember dauernde UN-Konferenz hatte mit eindringlichen Appellen begonnen, die Erderwärmung gemeinsam und entschlossen zu bekämpfen.

WASHINGTON: Die US-Umweltbehörde EPA hat US-Präsident Barack Obama grundsätzlich die Möglichkeit eröffnet, künftig auch ohne Zustimmung des Kongresses die Klimaziele festzulegen und den CO2-Ausstoß zu begrenzen. Die Behörde stufte Treibhausgase offiziell als gesundheitsschädlich ein. Obama hat aber schon erklärt, er wolle nicht ohne den Kongress handeln. - Durch die EPA-Entscheidung hätte der US-Präsident aber das Recht, auch umstrittene Klimaschutz-Bestimmungen in Kraft zu setzen. Eine entsprechende Gesetzesvorlage hat das Abgeordnetenhaus bereits verabschiedet, der Senat bisher aber nicht. Dort hängt das entsprechende Gesetz seit längerem fest. Ein Votum wird nicht vor dem Frühjahr erwartet.

PJÖNGJANG: Der US-Sonderbeauftragte, Stephen Bosworth, ist zu Gesprächen über das Nuklearprogramm Nordkoreas in dem kommunistischen Land eingetroffen. Zweck des Besuchs ist es, die Führung in Pjöngjang zur Rückkehr zu den sogenannten Sechs-Länder-Gesprächen über ein Ende ihres Atomwaffenprogramms zu bewegen. - Nordkorea hatte im April nach Kritik des Weltsicherheitsrats an einem Raketenstart die Sechser-Runde verlassen, an denen noch China, Südkorea, Russland und Japan teilgenommen hatten. Im vergangenen September äußerte Nordkorea seine Bereitschaft zum Wiedereinstieg. Doch machte das Land die Rückkehr vom Verlauf direkter Verhandlungen mit den USA abhängig.

KABUL: Die neue Afghanistan-Strategie der USA steht im Mittelpunkt eines Besuchs von US-Verteidigungsminister Robert Gates in Kabul. Der Minister kündigte an, er wolle Präsident Hamid Karsai und den afghanischen Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak dazu bewegen, mehr zu tun, um Polizisten und Soldaten zu rekrutieren und auszubilden. Gates ist der erste Besucher aus Washington seit der Entscheidung der USA, den Kampf gegen die islamistischen Taliban zu verstärken und 30.000 zusätzliche Soldaten in Afghanistan zu stationieren. – Präsident Karsai kündigte inzwischen an, er werde die für diesen Dienstag geplante Vorstellung seines neuen Kabinetts verschieben. Nach der von Fälschungen überschatteten Präsidentschaftswahl Anfang November steht er vor der Aufgabe, eine Regierung zu präsentieren, die sowohl in Afghanistan als auch im Ausland akzeptiert wird.

BERLIN: Das Verteidigungsministerium hat einen Bericht zurückgewiesen, nach dem die Opfer und Hinterbliebenen des Luftangriffs bei Kundus mit drei Millionen Euro entschädigt werden sollen. Das sei reine Spekulation, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin. Allerdings sei man an einer schnellen, unbürokratischen Lösung vor Ort interessiert. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" hatte unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, das Verteidigungsministerium wolle drei Millionen Euro zur Entschädigung der Opfer und Hinterbliebenen bereitstellen. Details sollten in den kommenden Tagen mit einem Rechtsanwalt ausgehandelt werden. Ein deutscher Oberst hatte Anfang September die Bombardierung zweier von Taliban entführter Tanklastwagen im nordafghanischen Kundus angeordnet. Dabei wurden nach NATO-Angaben bis zu 142 Menschen getötet.

STUTTGART: Hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Politik sind in Stuttgart zum vierten Nationalen Informationstechnologie-Gipfel zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Treffens steht der Ausbau der Breitbandnetze für das schnelle Internet. Weitere Themen sind unter anderem der elektronische Personalausweis, Sicherheit und Datenschutz sowie die Rolle des Staates im Internet. Die 600 Teilnehmer hatte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle eingeladen.

LOS ANGELES: In der kalifornischen Mojave-Wüste hat der britische Milliardär Richard Branson sein erstes Raumschiff für den Touristenbetrieb vorgestellt. Nach Testflügen im kommenden Jahr soll die Raumkapsel "SpaceShipTwo" spätestens 2012 zur ersten Reise ins Weltall aufbrechen. Zwei Piloten und sechs Passagiere haben darin Platz. Geplant ist, das Raumschiff zunächst per Flugzeug auf 15.000 Meter Höhe zu bringen. Dann soll die Kapsel mit Raketenantrieb auf 110 Kilometer Höhe steigen. Die Passagiere sind einige Minuten schwerelos. Sie sollen dafür umgerechnet 140.000 Euro zahlen.

LAUSANNE: Die wegen auffälliger Blutwerte für zwei Jahre gesperrte Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein darf beim Weltcup in Salt Lake City starten. Das Schweizer Bundesgericht in Lausanne gab einem Eilantrag der Berlinerin statt. In Salt Lake City will Pechstein ihre letzte Chance auf die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele im Februar in Vancouver nutzen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken, kaum Auflockerungen, gebietsweise Regen. Tagestemperaturen zwischen vier Grad Celsius an der Oder und elf Grad im Südwesten.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 4 Grad, leichter Regen
Berlin: 4 Grad, dunstig
Dresden,Köln/Bonn und München: 6 Grad, Regen
Frankfurt am Main: 7 Grad, nach Regen

Audio und Video zum Thema