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Nachrichten

Dienstag, 8. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

JERUSALEM: Die israelische Luftwaffe hat weitere mutmaßliche Stellungen der schiitischen Hisbollah im Süden Libanons bombardiert. Aus dem israelisch-libanesischen Grenzgebiet werden zudem schwere Gefechte gemeldet. Auf beiden Seiten gab es Opfer, wie ein israelischer Militärsprecher bestätigte. Verteidigungsminister Amir Perez wies die Streitkräfte nach eigenen Angaben an, sich auf eine Besetzung von Gebieten im Südlibanon vorzubereiten, von denen aus Israel mit Raketen angegriffen wird.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist zu seiner zweiten Nahost-Reise seit der Verschärfung des Libanon-Konflikts aufgebrochen. Zunächst sind in Beirut Gespräche mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Fuad Siniora und Parlamentspräsident Nabih Berri vorgesehen. Anschließend wird Steinmeier Israel, die palästinensischen Autonomiegebiete sowie Zypern besuchen. Steinmeier will dabei vor allem für die sich abzeichnende Nahost-Resolution des Weltsicherheitsrates werben.

BEIRUT/NEW YORK: In die zähen diplomatischen Bemühungen um ein Ende der Kämpfe im Libanon ist wieder Bewegung gekommen. Die UN- Botschafter der USA und Frankreichs erklärten sich bereit, auf die Kritik Beiruts an ihrem Resolutionsentwurf für den UN-Sicherheitsrat einzugehen. Die libanesische Regierung will ihrerseits nach einem Abzug der israelischen Truppen 15.000 Soldaten in der südlichen Grenzregion stationieren, um weitere Raketenangriffe der Hisbollah auf israelisches Gebiet zu verhindern.

BAGDAD: Trotz verschärfter Sicherheitsvorkehrungen sind in der irakischen Hauptstadt bei Anschlägen mindestens 19 Menschen getötet worden. Bei der Explosion zweier Bomben auf einem Markt in Bagdad gab es zehn Todesopfer. 70 Einheimische wurden nach Angaben der Behörden verletzt. Wenige Stunden zuvor waren neun Menschen getötet worden, als Sprengsätze unter anderem an einer Bushaltestelle detonierten. Seit Juni sind in Bagdad mehr als 50.000 irakische und amerikanische Soldaten im Einsatz. Die US-Truppen im Irak bekräftigten nochmals, sie wollten die zunehmende Gewalt in der Hauptstadt bis zum Beginn des Fastenmonats Ramadan im September in den Griff bekommen.

COLOMBO: Im Nordosten Sri Lankas sind die Leichen von zwei weiteren einheimischen Mitarbeitern der französischen Hilfsorganisation ACF entdeckt worden. Damit wurden insgesamt 17 ACF-Helfer, zumeist Tamilen, in Muttur ermordet. Die Küstenstadt ist zwischen Regierungstruppen und tamilischen Rebellen schwer umkämpft. Beide Seiten bezichtigten sich gegenseitig, das Massaker an den Helfern verübt zu haben. Die Regierung in Colombo sagte eine unabhängige Untersuchung zu.

BOGOTA: Rund zweieinhalb Monate nach seiner Wiederwahl ist der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe für seine zweite Amtszeit vereidigt worden. Der konservative Politiker kündigte an, er wolle sich für ein Ende des Bürgerkriegs in seinem Land einsetzen. Einen 'trügerischen Frieden' allerdings werde er nicht akzeptieren. Alle bewaffneten Milizen müssten deutlich zeigen, dass sie an ernsthaften Verhandlungen interessiert seien. Uribe gilt als ein entschiedener Gegner von Zugeständnissen an die linksgerichteten Guerillaorganisationen.

ANCHORAGE: Die Schäden an der Pipeline des größten Ölfeldes der USA in Alaska sind tatsächlich so gravierend wie befürchtet. Die Leitung, die vom Ölfeld wegführt, muss auf einer Länge von 30 Kilometern vollständig erneuert werden, wie der britische Ölkonzern BP mitteilte. Damit wird die Anlage voraussichtlich über Monate hinweg geschlossen bleiben. BP bestätigte, in den vergangenen 14 Jahren keine Reinigung der Ölpipeline vorgenommen zu haben. Der Ölpreis war nach Bekanntgabe des Förderausfalls in New York um zwei auf mehr als 77 US-Dollar für das 159-Liter-Fass gestiegen. An diesem Dienstag hielt sich der Preis im asiatischen Handel knapp unter der Marke von 77 Dollar.

BERLIN: Haushaltsexperten der großen Koalition haben die Finanzplanung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück bis zum Jahr 2010 kritisiert. Der haushaltspolitische Sprecher der Unionsparteien, Steffen Kampeter, forderte weitere Sparanstrengungen, um den Anforderungen des Europäischen Stabilitätspakts genügen zu können. Auch der SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider erklärte, es müsse mehr zur Verringerung der Kreditaufnahme getan werden. In der Finanzplanung Steinbrücks sei keine Perspektive für einen ausgeglichenen Bundeshaushalt zu erkennen. Dies sei angesichts der gut laufenden Konjunktur nicht nachzuvollziehen. Kampeter und Schneider äußerten sich in Interviews des 'Handelsblatts'.

BERLIN: Arbeitslose Deutsche sollen auch weiter verstärkt als Erntehelfer eingesetzt werden. Die von der Bundesregierung getroffene Regelung habe sich bewährt, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Arbeitsministerium, Gerd Andres. Danach sollen Deutsche zehn Prozent der Saisonarbeitskräfte ausmachen. Dieses Ziel sei inzwischen erreicht, so Andres weiter. Bis Ende Juli sei die Zahl der ausländischen Erntehelfer um 30.000 auf 237.000 zurückgegangen. Der Deutsche Bauernverband hatte die Zehn-Prozent-Regelung heftig kritisiert und dies mit der Unwilligkeit vieler deutscher Arbeitsloser begründet, als Erntehelfer tätig zu werden.

ZUM SPORT: Der deutsche Kugelstoßer Ralf Bartels hat am Montag die erste von 47 Goldmedaillen bei den Europameisterschaften der Leichtathleten in Göteborg gewonnen. Bartels siegte mit 21,13 m vor dem weißrussischen Ex-Weltmeister Andrej Michnewitsch.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen zum Teil dichte Bewölkung, aber kaum Niederschläge, im Süden Schauer. Sonst heiter bis wolkig. Tageshöchstwerte 20 bis 25 Grad.

Am Vormittag meldeten bei überwiegend bewölktem Himmel:

Hamburg: 18 Grad; Berlin: 19 Grad; Dresden: 17 Grad; Köln/Bonn: 16 Grad; Frankfurt am Main: 18 Grad und München: 16 Grad.

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