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Nachrichten

Dienstag, 7. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Die Finanzminister der Europäischen Union sind in der belgischen Hauptstadt zusammengekommen, um eine künftig bessere Überwachung des Haushaltes zu beschließen. Die bessere Kontrolle soll dadurch erreicht werden, dass die Mitgliedstaaten künftig im Frühjahr eines jeden Jahres ihre Finanzplanungen der EU vorlegen müssen. Erst danach können die nationalen Budgets beschlossen werden. EU-Kommissionspräsident Barroso kündigte unterdessen in Straßburg an, er wolle eigene Einnahmen zur Finanzierung des Haushalts. Das derzeitige System, das vor allem auf Beitragszahlungen der Mitgliedsstaaten beruhe, sei an seine Grenzen gestoßen, so Barroso. Der EU-Kommisionspräsident hielt in Straßburg erstmals eine Rede zur Lage der Union, eine Premiere in der Europäischen Union.

PARIS: In Frankreich wird an diesem Dienstag gestreikt. Die Gewerkschaften planen Massenproteste gegen die geplante Rentenreform. Beim Schienen- und Luftverkehr kommt es voraussichtlich zu massiven Behinderungen. Etwa ein Viertel aller Flüge von und nach Paris sollen ausfallen. Präsident Sarkozy will das Mindestalter für die Rente von 60 auf 62 Jahre hinaufsetzen, um das Haushaltsdefizit zu verringern. Er hat die Reform zu einem der wichtigsten Projekte seiner Amtszeit erklärt. Schon im Juni hatten 800.000 Menschen gegen die geplante Erhöhung des Renteneintrittsalters protestiert.

RIGA: Bundeskanzlerin Merkel hat Russland und die ehemalige Sowjetrepublik Lettland aufgefordert, ihr Verhältnis weiter zu verbessern. Sie glaube, dass die Zeit für noch intensivere Beziehungen auch zwischen Lettland und Russland gekommen sei, sagte Merkel nach einem Gespräch mit Lettlands Staatspräsidenten Zatlers in der Hauptstadt Riga. Deutschland sei froh über das inzwischen bestehende Grenzabkommen beider Länder. Merkel lobte den Sparkurs der lettischen Regierung, um die Finanz- und Wirtschaftskrise zu überwinden.

PASSAU: Nach der Einigung der Regierungsparteien auf längere Laufzeiten für Atomkraftwerke fordert der Deutsche Städtetag Ausgleichszahlungen für die kommunalen Energieversorger. Die Städte investierten in großem Umfang in die umweltfreundliche Energieerzeugung. Längere Laufzeiten für Atomkraftwerke dürften diese Investitionen nicht gefährden, sagte Städtetags-Präsidentin Petra Roth der "Passauer Neuen Presse". Eine Laufzeitverlängerung ohne Ausgleich verbessere ausschließlich die Wettbewerbsposition der großen Energieversorger.

BERLIN: In mehreren Bundesländern ist die Polizei gegen eine rechtsextremistische Gruppierung vorgegangen, unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden dabei Räume von Mitgliedern des Vereins "HNG" durchsucht und Beweismaterial beschlagnahmt. Hintergrund sei die eingeleitete Prüfung eines Verbots der größten neonazistischen Gruppierung in Deutschland.

WASHINGTON: US-Präsident Obama hat knapp zwei Monate vor den Kongresswahlen ein 50 Milliarden Dollar schweres Infrastruktur-Programm angekündigt. Von dem Geld sollten Straßen, Eisenbahnlinien und Flughäfen ausgebaut werden. Das werde Arbeitsplätze schaffen, versicherte Obama. Zur Finanzierung des Programms sollen Steuerschlupflöcher für Öl- und Erdgaskonzerne geschlossen werden. Die oppositionellen Republikaner übten Kritik. Das Vorhaben werde kaum neue Arbeit schaffen. Außerdem würden so die ohnehin schon astronomischen Staatsausgaben weiter in die Höhe getrieben.

SEOUL: Ungeachtet massiver politischer Spannungen hat sich das kommunistische Nordkorea erneut mit der Bitte um Hilfe an den Nachbarn Südkorea gewandt. Nach Überschwemmungen benötige man Reis, Zement und Baumaschinen. Die südkoreanische Regierung in Seoul erklärte, sie werde die Bitte überdenken. Vergangene Woche hatte Südkorea angeboten, Medikamente und Lebensmittel für die Flutopfer zu liefern. - Die Spannungen zwischen den beiden Staaten haben sich seit der Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes deutlich verschärft.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Osten noch zeitweise sonnig, sonst viele Wolken, teils kräftiger Regen, örtlich gewittrig. Höchstwerte zwischen 12 und 21 Grad.

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