1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Dienstag, 7. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: US-Präsident Barack Obama hat an Russland appelliert, sich vom ideologischen Denken über "Machtblöcke" oder "Dominanz" gegenüber anderen zu verabschieden. Notwendig sei heute globale Partnerschaft in allen wichtigen Fragen, so Obama in einer Grundsatzrede vor der "Neuen Ökonomischen Schule" in Moskau. Er forderte eine Allianz gegen die atomare Rüstung Nordkoreas und des Iran und bot Russland Zusammenarbeit an beim geplanten US-Raketenschild in Mitteleuropa. --- Zuvor hatten Obama und Ministerpräsident Wladimir Putin bei einem Treffen die Bereitschaft bekundet, die bilateralen Beziehungen zu vertiefen.

URUMQI: In der Region Xinjiang im Nordwesten Chinas halten die Unruhen an. Aus der Hauptstadt Urumqi wurden neue Proteste muslimischer Uiguren gemeldet, aber auch Aufmärsche bewaffneter Han-Chinesen. Die amtliche Agentur Xinhua berichtete von "Chaos" in mehreren Stadtteilen. Spezialeinheiten der Polizei gingen mit Tränengas gegen tausende marodierende Han-Chinesen vor, die Geschäfte und Verkaufsstände von Uiguren zerstörten. - Zuvor hatte eine Gruppe von 200 Uiguren, zumeist Frauen, gegen die Verhaftung von Demonstranten vom Vortag protestiert. Es war zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften gekommen. --- Nach den Unruhen waren laut amtlichen Angaben mehr als 1.400 Verdächtige festgenommen worden. Bei den Ausschreitungen zwischen Uiguren und Han-Chinesen waren seit Sonntag mindestens 156 Menschen ums Leben gekommen.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat hat die erneuten Raketentests von Nordkorea scharf verurteilt. Das Land habe damit gegen UN-Resolutionen verstoßen und gefährde die regionale und internationale Sicherheit, erklärte der amtierende Präsident des Gremiums, Ugandas Botschafter Ruhakana Rugunda. Er forderte alle Parteien in einer mündlichen Stellungnahme dazu auf, die Spannungen in der Region nicht weiter zu verschärfen. Nordkorea hatte am Samstag sieben ballistische Raketen abgefeuert und damit in Japan und Südkorea große Besorgnis ausgelöst. Beide Länder befinden sich in Reichweite dieser Waffen. Erst im Juni hatte der Sicherheitsrat als Antwort auf den Nukleartest vom 25. Mai die Sanktionen gegen das international isolierte kommunistische Land verschärft.

DAMASKUS: Auf seiner Nahostreise ist der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Syrien eingetroffen. Bei einem Treffen mit Präsident Baschar Al Assad wollte er für eine konstruktivere Rolle des Landes im Nahost-Friedensprozess werben. Ein weiteres Thema von Steinmeiers zweitem Besuch seit 2006 ist das enge Verhältnis zwischen Syrien und dem Iran. --- In den vergangenen Monaten hatte es verstärkte Signale für eine vorsichtige Öffnung Syriens gegeben, zuletzt eine informelle Einladung Assads an US-Präsident Barack Obama.

LUDWIGSHAFEN: Der weltgrößte Chemiekonzern BASF darf sein Werk im chinesischen Nanjing ausbauen. BASF und der chinesische Ölkonzern SINOPEC wollen gemeinsam rund 1,4 Milliarden Dollar in Anlagen investieren, mit denen höher veredelte Spezialchemikalien für den chinesischen Markt hergestellt werden, wie die Unternehmen in Nanjing und Ludwigshafen mitteilten. Diese Chemikalien würden vor allem in der Bau-, Pharma-, Automobil- und Chemiebranche verwendet. Die Anlagen sollen 2011 in Betrieb genommen werden.

BERLIN: Deutschland, Österreich und die Schweiz ziehen sich aus der Finanzierung des Staudammprojektes Ilisu im Südosten der Türkei zurück. Das teilten die Kreditversicherer der drei Länder mit. Die an die Absicherung geknüpften Bedingungen für den Schutz der Umwelt oder von Kulturgütern seien von der Türkei nicht genügend erfüllt worden. Allein Deutschland hatte das Bauprojekt mit rund 190 Millionen Euro über eine Hermes-Bürgschaft abgesichert. Die türkische Regierung erklärte, sie werde den Damm auch ohne europäische Unterstützung bauen.

WIESBADEN: Die weltweite Wirtschaftskrise hat die deutsche Stahlproduktion im ersten Halbjahr 2009 massiv einbrechen lassen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Produktion von Rohstahl um 43,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Hüttenwerke stellten bundesweit außerdem deutlich weniger Roheisen her. Hier gab es in den ersten sechs Monaten einen Rückgang um knapp 47 Prozent. Zuletzt sei im Mai und Juni 2009 jedoch eine leichte Erholungstendenz beobachtet worden.

BRÜSSEL: Deutschland soll nach dem Willen der Bundesregierung einen eigenen Sitz im Internationalen Währungsfonds (IWF) behalten. Finanzminister Peer Steinbrück sprach sich in Brüssel gegen Vorschläge des Chefs der Euro-Finanzminister und Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker aus. Dieser hatte sich für eine einheitliche EU-Repräsentanz ausgesprochen. Auch Frankreich lehnt eine Alleinvertretung durch die Europäische Union ab.

LOS ANGELES: Millionen Fans rund um den Globus nehmen an diesem Dienstag Abschied vom US-Popstar Michael Jackson. In Los Angeles wird ein Massenansturm von bis zu 700.000 Menschen erwartet, die versuchen werden, die Arena Staples Center zu erreichen, wo die offizielle Trauerfeier stattfindet. Die weltweite TV-Übertragung dürfte das vielleicht größte Medienereignis seit dem Tod von Lady Di 1997 sein. Die Beisetzung Jacksons soll laut Fernsehberichten zuvor im engsten Familienkreis auf einem Prominentenfriedhof in Hollywood Hills stattfinden.

ZUM RADSPORT: Der Brite Mark Cavendish hat auch die dritte Etappe der Tour de France gewonnen. Das Gelbe Trikot verteidigte auf der Strecke von Marseille nach La Grande-Motte der Schweizer Fabian Cancellara. Sein deutscher Teamkollege Tony Martin ist nun Gesamtzweiter und übernahm das Weiße Trikot des besten Jungprofis. Auf Rang drei schob sich der siebenmalige Tourgewinner Lance Armstrong aus den USA vor, der nach dem Mannschaftszeitfahren an diesem Dienstag das Gelbe Trikot übernehmen könnte.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit örtlichen Schauern oder Gewittern. Höchsttemperaturen zwischen 19 und 25 Grad.


Zuletzt meldeten:

Hamburg: 17 Grad, leicht bewölkt;
Berlin und Dresden: 20 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 18 Grad, stark bewölkt und
München: 19 Grad, wolkig.

Audio und Video zum Thema