1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Dienstag, 7. Februar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

STUTTGART: In Baden-Württemberg gehen die Streiks im öffentlichen Dienst weiter. Schwerpunkte sind Krankenhäuser und Kindertagesstätten. Einschränkungen gibt es auch bei der Müllabfuhr und beim Winterdienst. Die Gewerkschaft ver.di protestiert damit gegen die geplante Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden. Der Kommunale Arbeitgeberverband Baden-Württemberg verurteilte den Streik und forderte die Gewerkschaft Verdi auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Am Montag hatten sich in Baden-Württemberg rund 10.000 Menschen an dem Arbeitskampf beteiligt. Die Gewerkschaft kündigte an, die Proteste würden in der kommenden Woche auch auf andere Bundesländer ausgeweitet.

BERLIN: Deutschland nimmt an diesem Dienstag Abschied von Altbundespräsident Johannes Rau. Landesweit wehen die Flaggen auf Halbmast. Im Berliner Dom findet ein Trauergottesdienst und ein Staatsakt statt. Zu den Feierlichkeiten werden 1.500 Gäste aus dem In- und Ausland erwartet, unter ihnen mehrere Staatsoberhäupter.

Rau war am 27. Januar im Alter von 75 Jahren nach langer Krankheit gestorben.

KABUL: An der bisher größten pakistanischen Demonstration seit Beginn des Karikaturen-Streits haben etwa 5.000 Menschen teilgenommen. Die aufgebrachte Menschenmenge in der Grenzstadt Peschawar verbrannte Puppen, die den dänischen Regierungschef und einen Karikaturisten darstellten. Auf den Philippinen verbrannten hunderte aufgebrachte Muslime eine dänische Flagge. In der afghanischen Stadt Majmana bewarf eine Menschenmenge einen Stützpunkt norwegischer Soldaten mit Steinen. - Am Montag waren bei Zusammenstößen in Afghanistan und Somalia mindestens fünf Menschen getötet worden. Der malaysische Ministerpräsident Abdullah Ahmad Badawi, der zurzeit den Vorsitz in der Islamischen Konferenz inne hat, rügte die europäischen Zeitungen, die die umstrittene Darstellung des Propheten Mohammed als Terroristen gedruckt hatten.

BAGDAD: Der Irak wird von einer neuen Serie von Anschlägen erschüttert. Vier US-Marineinfanteristen wurden bei zwei Bombenexplosionen auf Straßen im Westirak getötet. Auf einem Marktplatz im Zentrum Bagdads gingen zwei Sprengsätze hoch, die mindestens vier Zivilisten töteten und etwa 20 verletzten. Bei einem weiteren Anschlag auf einen Kleinlastwagen südlich Bagdad starben zwei Iraker. In Mossul im Nordirak erschossen Unbekannte ein ehemaliges Mitglied der Baath-Partei von Ex-Machthaber Saddam Hussein.

NABLUS: Israelische Soldaten haben im Westjordanland nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen einen Befehlshaber der militanten Gruppe "Islamischer Dschihad" getötet. Die Armee erklärte, bei einem Feuergefecht in Nablus seien zwei Soldaten verletzt worden. Den Tod des Extremisten bestätigte sie zunächst nicht. - Einige Stunden zuvor wurden bei einem israelischen Luftangriff im Gaza-Streifen zwei Mitglieder der militanten Al-Aksa-Brigaden getötet. Am Sonntag waren bei zwei anderen Luftangriffen im Gaza-Streifen fünf mutmaßliche Extremisten ums Leben gekommen, darunter ein Bombenbauexperte des Dschihad.

KANDAHAR: Bei einer Explosion vor dem Polizeipräsidium von Kandahar im Süden Afghanistans sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Nach amtlichen Angaben wurden mindestens 14 Menschen verletzt. Die meisten Opfer sollen Polizisten gewesen sein. Ein Polizist sprach vom Selbstmordanschlag eines Motorradfahrers. Zu dem Attentat bekannte sich ein Sprecher der radikal-islamischen Taliban. In den vergangenen Monaten sind bei Anschlägen insbesondere im Süden und Osten Afghanistans zahlreiche Menschen getötet worden.

KATHMANDU: Die maoistischen Rebellen in Nepal haben kurz vor den landesweiten Kommunalwahlen am Mittwoch ihre Angriffe auf die Sicherheitskräfte verstärkt. Bei zwei Angriffen wurden mindestens sieben Polizisten und Soldaten getötet und 15 verletzt. Die Kommunalwahlen werden von den Rebellen und auch von den großen Oppositionsparteien abgelehnt. Diese sehen darin einen Versuch von König Gyanendra, seine Herrschaft zu legitimieren. Er hatte im Februar 2005 die Macht an sich gerissen und erklärt, er müsse den Aufstand der kommunistischen Rebellen niederschlagen.

BRATISLAVA: In der Slowakei steht die Regierung von Ministerpräsident

Mikulas Dzurinda vor dem Aus. Die konservative 'Christdemokratische Bewegung' schied im Streit um einen geplanten Vertrag mit dem Vatikan

aus der Koalition aus. Das Abkommen sollte Katholiken vor Gewissensproblemen im Berufsleben schützen. So sollen katholische Ärzte das Recht haben, die Mitwirkung an Abtreibungen oder das Verschreiben von Verhütungsmitteln zu verweigern. Die slowakische Regierung war im Parlament bereits bisher auf die Unterstützung anderer Fraktionen angewiesen.

ROM: Bei einem Busunglück in Italien sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden sind die Opfer Türken. Mehrere Menschen seien verletzt worden, als der Bus in Rom von der Straße abkam und einen Abhang herunterstürzte, hieß es weiter.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt und zeitweise Regen, in Bayern zum Teil kräftige Schneeregen- und Schneefälle. Höchstwerte null bis sieben Grad.

Zuletzt meldeten bei bedecktem Himmel:

Hamburg: 5 Grad;

Berlin und Dresden: 1 Grad;

Köln/Bonn: 4 Grad;

Frankfurt am Main: 3 Grad und

München: 1 Grad.