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Nachrichten

Dienstag, 7. Dezember 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WARSCHAU: Zum 40. Jahrestag des historischen Kniefalls des damaligen Bundeskanzlers Brandt in Warschau ist Bundespräsident Wulff nach Polen geflogen. Wulff wird am Denkmal für die 1943 beim Aufstand im Warschauer Ghetto getöteten Juden einen Kranz niederlegen. Dort war der SPD-Politiker Brandt am 7. Dezember 1970 nach einer Kranzniederlegung überraschend niedergekniet. Die Geste des Deutschen, der im Widerstand aktiv und ins Exil gegangen war, wurde international als Bitte der Vergebung für die NS-Kriegsverbrechen gewertet.

GENF: Mit wenig Hoffnung auf Fortschritte sind die Gespräche über das umstrittene Atomprogramm Irans in den zweiten Tag gegangen. Am Montag hatten Teherans Chefunterhändler Dschalili und die EU-Außenbeauftragte Ashton zehn Stunden lang in Genf miteinander verhandelt. Ashton vertritt die fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat - USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien - sowie Deutschland. Diplomaten sehen allein in der Fortsetzung der ersten Gesprächsrunde seit gut einem Jahr einen Erfolg. Ashtons Hauptforderung ist der Stopp der Urananreicherung im Iran.

KABUL: US-Verteidigungsminister Gates ist zu einem Kurz-Besuch der Truppen in Afghanistan eingetroffen. Gates will den noch knapp 100.000 am Hindukusch stationierten amerikanischen Soldaten für ihren Einsatz danken. Zugleich will die US-Regierung ein Jahr nach Aufstockung der Truppen um 30.000 Mann überprüfen, ob die Sicherheitslage den für Juli 2011 geplanten stufenweisen Abzug der US-Soldaten zulässt. In der südlichen Unruheprovinz Helmand informierte sich der britische Premierminister Cameron bei einem Truppenbesuch über die Lage. Anschließend zeigte sich Cameron zuversichtlich, dass 2011 auch der Rückzug der britischen Truppen eingeleitet werden kann.

TEHERAN: Die Regierung des Iran hat eine baldige Freilassung der beiden inhaftierten deutschen Reporter in Aussicht gestellt. Weihnachten rücke näher, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Mehmanparast. Die beiden deutschen Häftlinge könnten freigelassen werden und zu ihren Familien zurückkehren. Der Fall läge aber in den Händen der iranischen Justiz. Am Wochenende war im Iran bekannt geworden, dass die Deutschen nicht wegen Spionage angeklagt werden sollen. Die beiden Reporter waren am 10. Oktober in Tabris festgenommen worden, als sie den Sohn der Iranerin Aschtiani interviewten.

BRÜSSEL: Der Rettungsfonds für hochverschuldete Euro-Staaten wird zunächst nicht aufgestockt. Derzeit gebe es keinen Bedarf für sofortiges Handeln, erklärte der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Juncker, nach dem Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel. Der Chef des Krisenfonds, Regling, bekräftigte, die Mittel reichten auch für potenzielle weitere Länder in Finanznot aus. An diesem Dienstag beraten die EU-Ressortchefs über die Bedingungen für das 85 Milliarden Euro umfassende Rettungspaket für Irland.

WASHINGTON: Einen Monat nach der Niederlage seiner Demokraten bei der Kongresswahl hat sich US-Präsident Obama mit den oppositionellen Republikanern auf einen Kompromiss im Steuerstreit verständigt. Nach langem Ringen und gegen Widerstand aus den eigenen Reihen stimmte er einer zweijährigen Verlängerung der Steuererleichterungen zu, die vor neun Jahren vom damaligen Präsidenten Bush durchgesetzt worden waren. Obama räumte ein, von dem Kompromiss profitierten weiter auch die Reichen in den USA. Die Demokraten hatten die Steuervergünstigungen ursprünglich nur für niedrige und mittlere Einkommen beibehalten wollen.

FRANKFURT AM MAIN: Der Deutsche Aktienindex Dax ist erstmals seit Juni 2008 wieder über die Marke von 7000 Punkten geklettert. Der Index lag am Vormittag vorübergehend bei 7000,84 Punkten. Anschließend fiel er wieder knapp unter die psychologisch wichtige Marke zurück. Der Dax war im Zuge der internationalen Finanzkrise wie andere Börsenindizes auch massiv abgestürzt. In den vergangenen Monaten war er wieder deutlich gestiegen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt. Besonders im Süden Regen oder Schneeregen mit örtlicher Überschwemmungsgefahr. Im Norden vielfach trocken. Höchstwerte minus drei bis plus zehn Grad.

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