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Nachrichten

Dienstag, 7. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei!

Symbolbild langsam gesprochene Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten

PEKING: Menschenrechtsorganisationen haben China ein Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking vorgeworfen, die bei der Bewerbung um die Austragung gemachten Zusagen nicht einzuhalten. Amnesty International stellt in einem Bericht fest, die Spiele würden unter dem Vorwand einer notwendigen Sicherheit genutzt, um verstärkt gegen Kritiker vorzugehen. Human Rights Watch und das Komitee zum Schutz von Journalisten forderten China auf, ausländische Journalisten nicht weiter in ihrer Arbeit zu behindern. Es habe sich gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee verpflichtet, eine freie Berichterstattung sicherzustellen.

PANMUNJOM: In der Stadt Panmunjom an der Waffenstillstandslinie zwischen Süd- und Nordkorea haben zweitägige Expertengespräche über die Umsetzung des Atomabkommens mit Nordkorea begonnen. Dabei geht es darum, wie Nordkorea die im Februar zugesagte Wirtschaftshilfe zur Verfügung gestellt wird. Es erhält diese Hilfe im Gegenzug für den Stopp seines kompletten Atomprogramms. Bis zur nächsten Runde der Sechs-Staaten-Verhandlungen voraussichtlich im September in Peking wollen sich die Experten noch mehrfach treffen. Südkoreas Delegationsleiter Chun Yung-Woo bezeichnete das Treffen in Panmunjom als historisch. Die Stadt sei ein Symbol der Teilung durch den Kalten Krieg, die hoffentlich durch einen Friedensprozess parallel zum Abrüstungsprozess beseitigt werde.

KABUL: Die radikal-islamischen Taliban haben einen Gefangenentausch angeboten. Ihr Sprecher sagte der südkoreanischen Agentur Yonhap, falls weibliche Taliban-Gefangene aus afghanischen Gefängnissen freikämen, könnten einige der 18 weiblichen südkoreanischen Geiseln auf freien Fuß gesetzt werden. Die afghanische Regierung lehnt eine Gefangenenfreilassung mit der Begründung ab, dies sei ein Signal für noch mehr Entführungen. Südkoreas Außenminister Song Min Soon wies derweil Berichte zurück, zwei der entführten Frauen seien schwer erkrankt. Generell könnten Geiseln nach 20 Tagen Gefangenschaft nicht mehr völlig gesund sein.

LONDON: Im Süden Englands ist ein zweiter Hof von der Maul- und Klauenseuche betroffen. Die Behörden bestätigten nach Labortests einen Anfangsverdacht. Der Hof liegt in der Nähe des Betriebs, auf dem das Virus erstmals aufgetreten ist. Mehr als 50 Tiere waren bereits vorsorglich gekeult worden. Die EU-Kommission verhängte ein weit reichendes Exportverbot für gefährdete Tiere sowie Milch- und Fleischprodukte aus Großbritannien. Nach Angaben der Bundesregierung gibt es derzeit keine Anzeichen dafür, dass die Seuche nach Deutschland gelangt sein könnte. Britische Seuchenschutz-Experten suchen noch immer nach der Herkunft des Virus. Weiterhin in Verdacht stehen zwei tiermedizinische Labore.

BERLIN: Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn haben Gewerkschaft und Unternehmensleitung einen Kompromiss in letzter Minute ausgeschlossen. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale betonte, den von der Lokführergewerkschaft GDL geforderten eigenen Tarifvertrag für das Fahrpersonal werde es definitiv nicht geben. Deshalb werde die Bahn auch nicht dem GDL-Ultimatum nachkommen, bis Dienstagabend ein verbessertes Angebot vorzulegen. Gewerkschaftschef Manfred Schell bekräftigte, dass der eigene Tarifvertrag unverhandelbar sei. Allerdings könne mit der Konzernleitung über die Lohnforderung von 31 Prozent gesprochen werden. Zum Auftakt des Ausstandes will die GDL ab Donnerstag zunächst den Güterverkehr bestreiken. Dies wird aber vermutlich Auswirkungen auf die Personenbeförderung haben.

TIFLIS/MOSKAU: Georgien hat Russland vorgeworfen, russische Kampfflugzeuge hätten eine Bombe über georgischem Territorium abgeworfen. Die Bombe sei über einem Dorf nahe der abtrünnigen Provinz Süd-Ossetien abgeworfen worden, sei aber zum Glück nicht explodiert. Innenminister Wano Merabischwili sprach von einem 'Akt der Aggression'. Russland wies den Vorwurf zurück. Ein Sprecher der Luftwaffe sagte, es seien weder am Montag noch an diesem Dienstag Einsätze über Georgien geflogen worden. Russland unterstützt die Abspaltungsbemühungen Süd-Ossetiens finanziell und moralisch. Georgien ist gegen eine Unabhängigkeit der Provinz.

DILI: In der Hauptstadt Ost-Timors und zwei weiteren Distrikten im Osten des Landes ist es nach der Ernennung eines neuen Regierungschefs zu Unruhen gekommen. Randalierende Jugendliche, zumeist Anhänger der Fretilin-Partei, blockierten Straßen und bewarfen Sicherheitskräfte mit Steinen. Anlass war der Auftrag von Präsident José Ramos-Horta an seinen Vorgänger im Amt, Xanana Gusmao, eine Regierung zu bilden. Weder seine Partei noch die Fretilin hatten bei der Wahl im Juni genug Stimmen bekommen, um alleine regieren zu können. Die Fretilin, die mehr Stimmen erhielt, warf Ramos-Horta vor, mit dem Auftrag zur Regierungsbildung an Gusmao gegen die Verfassung zu verstoßen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:

Im Nordosten viel Sonnenschein. Nach Westen und Süden hin wolkig bis stark bewölkt mit Regen und Gewitterschauern. Höchsttemperaturen 18 bis 30 Grad.

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