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Nachrichten

Dienstag, 7. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ROM: Die Zahl der Toten nach dem Erdbeben in Mittelitalien ist nach Auskunft der Rettungskräfte auf mindestens 179 gestiegen, mehr als 30 Menschen werden noch vermisst. In der betroffenen Abruzzen-Region um die Stadt L'Aquila konnten bislang mehr als 100 Menschen lebend aus den Trümmern geborgen werden. Nachbeben und Regen erschwerten in der Nacht allerdings den Einsatz der Helfer. Rund 1.500 Menschen erlitten bei den Erdstößen Verletzungen, 17.000 wurden obdachlos. Um finanzielle Sofortmaßnahmen zu mobilisieren, rief Ministerpräsident Silvio Berlusconi den nationalen Notstand aus. Zudem erhielt er Hilfsangebote aus 35 Ländern.

KABUL: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre zweite Afghanistan-Reise nach Angaben der Bundeswehr vorzeitig beendet. Die Kanzlerin habe wegen schlechten Wetters nicht wie geplant den dritten größeren Stützpunkt in Faisabad im Norden Afghanistans besuchen können, hieß es. Faisabad liegt auf 2400 Meter Höhe. Merkel hatte während ihres nicht angekündigten Besuches das Feldlager Kundus und den größten Bundeswehrstandort in Afghanistan, Masar-i-Scharif, gesehen. - In Südafghanistan töteten mutmaßliche Taliban-Kämpfer einen Soldaten mit einem Raketenangriff auf ein niederländisches Militärlager.

WIESBADEN: Die Geburtenzahl ist im vergangenen Jahr entgegen optimistischen Prognosen gesunken. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, kamen nach vorläufigen Berechnungen rund 675.000 Kinder zur Welt. Im Jahr 2007 waren etwa 10.000 Geburten mehr registriert worden. Noch im Februar 2008 hatte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen eine höhere Zahl für möglich gehalten und von einer Trendwende gesprochen. Die Statistiker begründen diese Fehleinschätzung mit niedrigeren Geburtenraten in den letzten Monaten des Jahres.

PEKING: In China sollen die gedruckten Medien stärker an privatwirtschaftlichen Grundsätzen ausgerichtet werden. So plane die Volksrepublik erstmals, den Status eines privaten Verlegers zu schaffen, berichtet die englischsprachige Staatszeitung 'China Daily' unter Berufung auf die Pekinger Pressebehörde. Um international wettbewerbsfähig zu werden, sei in den kommenden fünf Jahren die Gründung von bis zu sieben Verlagshäusern vorgesehen. Allerdings sollten die Zeitungen und Zeitschriften, die dem öffentlichen Interesse dienten, nicht - wie es weiter hieß - "der vollen Macht des Marktes" unterworfen werden. In China erscheinen rund 9.500 Zeitschriften und 2.000 Zeitungen.

HAVANNA: Der kubanische Präsident Raul Castro hat sich erstmals mit Mitgliedern des US-Kongresses getroffen. Die sieben demokratischen Abgeordneten halten sich in Havanna auf, um über die Verbesserung der bilateralen Beziehungen zu sprechen. Einzelheiten zu dem Treffen wurden nicht veröffentlicht. Spekulationen zufolge könnten die USA das seit 47 Jahren bestehende Handelsembargo gegen das sozialistische Land lockern. - Erst am vergangenen Wochenende wurde bekannt, dass Präsident Barack Obama Exilkubanern in den Vereinigten Staaten künftig uneingeschränkte Besuche bei Angehörigen in ihrer alten Heimat erlauben will. Auch die Überweisung von Geld soll erlaubt werden.

WASHINGTON: US-Verteidigungsminister Robert Gates will seinen Etat grundlegend umschichten, um das Militär besser für den Kampf gegen den Terror zu rüsten. Wie Gates bei der Vorstellung des Entwurfs für den US-Militärhaushalt 2010 mitteilte, sollen die Ausgaben für Aufklärung und Informationsbeschaffung erhöht werden. Die Mittel für konventionelle Waffen, die in Konflikten mit anderen Staaten eingesetzt werden, sollen hingegen zurückgeschraubt werden. Eine Reihe kostspieliger Programme, die im Anti-Terror-Kampf zu wenig Nutzen bringen, will Gates kürzen oder sogar ganz streichen. Im Kongress werden harte Auseinandersetzungen über die Pläne des Verteidigungsministers erwartet.

JERUSALEM: Aus Angst vor möglichen Anschlägen während des bevorstehenden jüdischen Pessach-Festes hat Israel die Palästinensergebiete abgeriegelt. Bis 19. April werde niemand mehr das Westjordanland oder den Gazastreifen ohne Sondergenehmigung betreten oder verlassen dürfen, teilte ein Militärsprecher mit. Das Pessach-Fest erinnert an den Auszug des jüdischen Volkes aus Ägypten und seiner Befreiung aus der Sklaverei.

MOSKAU: Ein schweres Seebeben der Stärke sieben hat die russische Pazifikküste erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben von US-Geologen rund 300 Kilometer nordöstlich der Kurilen-Inseln. Eine Tsunami-Warnung gab es nicht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig. Im Tagesverlauf gebietsweise Schauer und Gewitter. Am Abend im Westen Regen. Die Höchstwerte reichen von 16 bis 23 Grad.


Zuletzt meldeten:


Hamburg: 10 Grad, wolkig;

Berlin: 8 Grad, leicht bewölkt;

Dresden: 10 Grad, dunstig;

Köln/Bonn: 13 Grad, leicht bewölkt;

Frankfurt am Main: 11 Grad, wolkig und

München: 10 Grad, wolkig.

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