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Nachrichten

Dienstag, 6. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Drei Tage nach der Verhängung des Ausnahmezustands in Pakistan dauern die Proteste gegen Staatschef Pervez Musharraf an. In der Stadt Multan demonstrierten etwa 1.000 Juristen. Nach Angaben von Augenzeugen kam es zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ähnliche Demonstrationen in mehreren Städten am Montag waren von der Polizei gewaltsam aufgelöst worden. Nach Angaben der Opposition wurden bisher mehr als 3.500 Personen festgenommen. Musharraf rief sein Kabinett zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Die USA hatten zuvor den Druck auf die pakistanische Staatsführung verstärkt. US-Präsident George W. Bush äußerte sich erstmals zu der Krise und forderte Musharraf auf, den Ausnahmezustand aufzuheben, Wahlen wie geplant abzuhalten und seinen Posten als Militärchef aufzugeben.

WASHINGTON: Trotz internationaler Besorgnis um eine Eskalation in der Kurden-Krise will der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die Truppen seines Landes an der Grenze zum Irak belassen. Dies sei aber nur eine Vorsichtsmaßnahme, sagte Erdogan nach einem Treffen mit US-Präsident George W. Bush. Zugleich begrüßte er die Zusage Bushs, das Vorgehen der Türkei gegen Rebellen der Kurdischen Arbeiterpartei -PKK- durch den Austausch von Geheimdienst- und Militärinformationen zu unterstützen. Der US-Präsident hatte bei dem Treffen die PKK als terroristische Organisation bezeichnet, die gleichermaßen Feind der Türkei, des Irak und der Vereinigten Staaten sei.

NEW YORK: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen drängt auf eine freie und faire Präsidentschaftswahl im Libanon ohne Einmischung der Nachbarstaaten. Die Ratsmitglieder berieten jetzt hinter verschlossenen Türen in New York über einen entsprechenden Bericht von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Die nächste Runde der Präsidentenwahl findet am 12. November statt. Regierung und Opposition im Libanon haben sich aber noch nicht auf einen Kandidaten als Nachfolger für den pro-syrischen Emile Lahoud einigen können. Syrien und der Iran unterstützen die libanesische Opposition, während die USA hinter der Regierung von Ministerpräsident Fuad Siniora stehen.

WASHINGTON: Nach dem Durchbruch bei den Gesprächen über das Atomwaffenprogramm Nordkoreas sind Fachleute aus dem kommunistischen Land und den USA dabei, die Anlagen im Nuklearkomplex Yongbyon unbrauchbar zu machen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums erklärte, es sei bereits ein "erster positiver Schritt in diesem Prozess" unternommen worden. Das Expertenteam werde vor Ort bleiben, bis der Reaktor, die Wiederaufarbeitungsanlage und die Brennstofffabrik untauglich gemacht seien. Nordkorea hatte zugesagt, die Anlagen bis Ende dieses Jahres unbrauchbar zu machen. Im Gegenzug erhält das Land Wirtschaftshilfe und Energielieferungen.

PEKING: Im Bemühen der USA und Chinas, ihre Beziehungen trotz bestehender Meinungsverschiedenheiten zu verbessern, ist US-Verteidigungsminister Robert Gates von Partei- und Staatschef Hu Jintao empfangen worden. Beide bezeichneten die Gespräche des US-Ministers mit Vertretern des chinesischen Verteidigungs- und Außenministeriums vom Montag als offen und freundlich. Gates sagte, er habe China im Atomstreit mit dem Iran um Unterstützung gebeten. Dabei habe er auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Region am Persischen Golf zu stabilisieren. - Die USA wollen im UN-Sicherheitsrat schärfere Sanktionen gegen den Iran durchsetzen. China dagegen ist für weitere Gespräche. Das Land bezieht rund zwölf Prozent seines Rohöls aus der Islamischen Republik.

NEW YORK: Der deutsche UN-Botschafter Thomas Matussek hat vor der UN-Vollversammlung versichert, die Bundesrepublik werde Afghanistan weiter aktiv unterstützen. Militärisch werde man sich mit weiteren bis zu 3.500 Soldaten an der Internationalen Schutztruppe ISAF beteiligen. Die finanzielle Hilfe werde in diesem Jahr auf 130 Millionen Dollar und im kommenden Jahr auf 160 Millionen Dollar angehoben. Ferner, so Matussek, werde die Ausbildung der Sicherheitskräfte fortgesetzt und erneut bei der Vorbereitung von Wahlen geholfen. Für 2009 sind Präsidentschafts-, für 2010 Parlamentswahlen geplant. Ziel sei, ein stabiles, friedvolles und demokratisches Land aufzubauen.

DÜSSELDORF: Der Arbeitskreis Steuerschätzung hat im nordrhein-westfälischen Nettetal mit seinen zweitägigen Beratungen über eine neue Prognose für die Staatseinnahmen in diesem und dem kommenden Jahr begonnen. Erwartet wird, dass die Steuerfachleute aus Bund, Ländern, Gemeinden und der Wissenschaft ihre Berechnungen vom Mai wegen der guten Konjunkturentwicklung zumindest für 2007 nach oben revidieren. Für 2007 waren rund 534 Milliarden Euro veranschlagt worden, für 2008 rund 555 Milliarden Euro. Die Prognose des Arbeitskreises ist Grundlage für die Haushalts- und Finanzplanung des Bundes und der Länder in den kommenden Wochen. Das offizielle Ergebniss wird am Mittwoch vom Bundesfinanzministerium veröffentlicht.

BERLIN: Union und SPD haben sich nach monatelanger Diskussion auf eine Reform der Erbschaftssteuer verständigt. Für nahe Angehörige wie Kinder oder Ehepartner sollen künftig deutlich höhere Freibeträge gelten. So sollen Ehepartner 500.000 Euro steuerfrei erben können, statt bisher 300.000. Für Kinder ist eine Erhöhung des Freibetrags von derzeit 205.000 Euro auf 400.000 Euro vorgesehen. Sonstige Erben sollen im Gegenzug deutlich mehr Steuern zahlen. Die Reform soll rückwirkend zum 1. Januar 2007 in Kraft treten. Auf eigenen Wunsch können sich Erben im Jahr 2007 noch nach dem alten Erbschaftssteuerrecht veranschlagen lassen.

ROM: In einer groß angelegten Aktion hat die italienische Polizei 20 Terrorverdächtige festgenommen. Nach Angaben der Sicherheitskräfte erfolgte der Einsatz in mehreren Städten Norditaliens sowie in anderen Ländern. Dabei seien auch Gift und Sprengstoff-Fernzünder sichergestellt worden. Den aus dem Ausland stammenden Beschuldigten wird vorgeworfen, muslimische Extremisten ausgebildet und Selbstmordanschläge im Irak und in Afghanistan vorbereitet zu haben. In Medienberichten hieß es, die Polizeiaktion habe sich auch auf Frankreich, Großbritannien und Portugal erstreckt.

LOS ANGELES: Der erste Streik der Hollywood-Autoren seit fast zwanzig Jahren ist nach Angaben ihrer Gewerkschaft erfolgreich angelaufen. In Los Angeles hätte schätzungsweise ein Viertel der landesweit 12.000 Mitglieder vor den großen Filmstudios für eine bessere Bezahlung demonstriert. Auch in New York habe es Proteste gegeben. Die Autoren verlangen von den Film- und Fernsehproduzenten vor allem mehr Geld für die Weiterverwertung ihrer Arbeit im Internet und auf DVDs.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechsel von Wolken, Sonne und Regen gelegentlich mit Graupel gemischt. Im Süden länger anhaltender Regen. Tageswerte zwischen fünf und elf Grad.

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