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Nachrichten

Dienstag, 6. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

KABUL: Die Nato-geführte Afghanistan-Schutztruppe ISAF und afghanische Regierungstruppen haben ihre Frühjahrsoffensive im Süden des Landes begonnen. Etwa 5.500 Soldaten bezogen in der Provinz Helmand Stellung. Ziel sind laut einem Militärsprecher vor allem die Taliban-Extremisten sowie Drogenhändler. Die Provinz ist das größte Schlafmohn-Anbaugebiet weltweit. Derweil protestierten in Dschalalabad im Osten des Landes etwa 2.000 Menschen gegen die US-Truppen, nachdem bei einem US-Luftangriff am Montag 16 Zivilisten getötet wurden. Die Regierung ordnete eine Untersuchung an.

PARIS: Die französischen Gewerkschaften haben zu einem landesweiten Aktionstag gegen das Sanierungskonzept des angeschlagenen Flugzeugbauers Airbus aufgerufen. Nach dem Konzept sollen allein in den französischen Airbus-Werken 4.300 Arbeitsplätze gestrichen werden. Die Krise des europäischen Flugzeugbauers ist auch Thema beim Besuch der Präsidentschaftskandidatin der französischen Sozialisten, Segolene Royal, in Berlin. Dort ist zunächst ein Treffen mit Vizekanzler Franz Müntefering geplant, danach mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dabei soll auch die umstrittene Reform der Europäischen Union zur Sprache kommen.

BERLIN: Nach fast fünfstündigen Beratungen haben die Spitzen der großen Koalition ihr Treffen im Kanzleramt ohne greifbares Ergebnis beendet. In dem festgefahrenen Streit über das Bleiberecht für langjährig geduldete Ausländer solle nun in kleiner Runde eine Lösung für die bayerischen Änderungswünsche gefunden werden, teilten Unionsfraktionschef Volker Kauder und SPD-Chef Kurt Beck mit. Nach Klärung dieser Frage solle das Gesetz aber noch in diesem Monat im Kabinett beschlossen werden. Beim strittigen Thema Ausbau der Kleinkinderbetreuung soll zunächst gemeinsam mit Ländern und Kommunen geklärt werden, ob es überhaupt einen Bedarf für zusätzliche Betreuungsplätze gibt.

BERLIN: Rund 20 Bundestagsabgeordnete des linken SPD-Flügels wollen einen Änderungsantrag zur Rente mit 67 vorlegen. Danach soll die Lebensarbeitszeit nur dann verlängert werden, wenn 2010 mehr als die Hälfte der 55- bis 65-Jährigen einen regulären Job hat. Derzeit liegt die Quote bei knapp 30 Prozent. Einer der Initiatoren des Antrags, der Sozialexperte Ottmar Schreiner, sagte der 'Bild'-Zeitung, ohne diese Klausel sei das Vorhaben nicht sinnvoll. Arbeitsminister Franz Müntefering zeigte sich dennoch zuversichtlich, das Gesetz am Freitag im Bundestag verabschieden zu können.

HAMBURG: Die schwere Krise der Hamburger SPD hat sich weiter verschärft. Der ehemalige Bürgermeister Henning Voscherau lehnt es ab, als Spitzenkandidat in den Bürgerschaftswahlkampf 2008 zu ziehen. Er habe sich aus familiären Gründen dazu entschlossen, ließ der 65-Jährige in einer Erklärung mitteilen. Wer nun für die krisengeschüttelten Sozialdemokraten antritt, ist unklar. Der scheidende Vorsitzende Mathias Petersen hatte nach zähem Ringen seinen endgültigen Verzicht erklärt und sich gemeinsam mit den Kreisvorsitzenden für Voscherau ausgesprochen. Auslöser der Krise war der Skandal um verschwundene Wahlzettel bei einer SPD-Mitgliederbefragung zur Spitzenkandidatur.

ASUNCIÓN: Bei seinem Besuch in Paraguay hat Bundespräsident Horst Köhler die Verantwortung von Unternehmern und Eliten für den sozialen Ausgleich betont. In der Hauptstadt Asunción sagte Köhler, Armut sei wahrscheinlich die wichtigste Quelle für Terror. Um sie zu bekämpfen, müsse es international faire Regeln für den Handel geben. Wichtig sei außerdem das Vorgehen gegen Korruption. Köhler bleibt noch bis Mittwoch in Paraguay. Anschließend besucht er Brasilien und Kolumbien.

JAKARTA: Auf der indonesischen Insel Sumatra hat die Erde gebebt. Nach Behördenangaben kamen mindestens 70 Menschen ums Leben. Das Epizentrum lag in etwa 30 Kilometer Tiefe an der Westküste der Insel. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht herausgegeben. Lokale Fernsehsender berichten von unterbrochenen Telefon- und Stromleitungen. Die beiden Erdstöße, die etwa 6,3 auf der Richter-Skala erreichten, waren noch in Singapur und Malaysia zu spüren. In Singapur wurden mehrere Bürogebäude vorübergehend geräumt.

PEKING: China hat im Streit um eine weitere Verschärfung der UN-Sanktionen gegen den Iran zu einem Kompromiss aufgerufen. Außenminister Li Zhaoxing sagte auf einer Pressekonferenz, der Iran müsse mit der Internationalen Atomenergiebehörde zusammenarbeiten, der Weltsicherheitsrat eine diplomatische Lösung im Atomstreit anstreben. Letzterer bereitet derzeit eine zweite, verschärfte Resolution vor. Der Chef der Atomenergiebehörde, Mohammed el Baradei, hatte eine mangelnde Kooperations- und Transparenzbereitschaft des Iran beklagt.

ACCRA: Ghana feiert an diesem Dienstag den 50. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Am 5. März 1957 war das westafrikanische Land als erste britische Kolonie südlich der Sahara unabhängig geworden. Zu den Feierlichkeiten werden in der Hauptstadt Accra zahlreiche Staatsgäste erwartet, darunter 17 afrikanische Staatsoberhäupter. Bereits in der Nacht feierten tausende Bürger in den Straßen von Accra in den Unabhängigkeitstag hinein.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt und gebietsweise Regen. Im süden und Osten Aufheiterungen möglich. Temperaturen zwischen zehn und 15 Grad Celsius.

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