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Nachrichten

Dienstag, 6. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Spitzen der Koalition sind zu den abschließenden Beratungen über die Gesundheitsreform zusammengekommen. Nach bisheriger Planung sollen die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent angehoben werden. Auch der maximale Zusatzbeitrag zur Abfederung der Krankenkassen-Mehrausgaben soll demnach von derzeit ein Prozent auf zwei Prozent der Einkommen verdoppelt werden können. Vorgesehen ist ein Sozialausgleich für Geringverdiener. Im kommenden Jahr droht der gesetzlichen Krankenversicherung ein Defizit von elf Milliarden Euro. Die Koalitionsparteien haben sich bereits auf Einsparungen von vier Milliarden Euro verständigt, unter anderem bei den Ärztehonoraren und Krankenhauszuweisungen.

BERLIN: Auch nach der Ablehnung neuer staatlicher Bürgschaften will der Autobauer Opel vorerst keine deutschen Standorte schließen. Er gehe davon aus, dass die Märkte wieder anzögen, sagte Opel-Chef Reilly der "Süddeutschen Zeitung". Ziel sei es, sich künftig unabhängiger vom schwachen europäischen Geschäft zu machen und um chinesische Kunden zu werben. Die Bundesregierung hatte vor vier Wochen den Antrag des Unternehmens auf Milliarden-Bürgschaften abgelehnt.

TIFLIS: Knapp zwei Jahre nach dem Südkaukasus-Krieg zwischen Russland und Georgien hat US-Außenministerin Clinton der Führung in Tiflis weitere Unterstützung Washingtons im anhaltenden Streit mit Moskau zugesagt. Sie rief Russland erneut zum Abzug seiner Truppen aus den von Georgien abtrünnigen Provinzen Abchasien und Südossetien auf. Zugleich kritisierte Clinton russische Pläne zum Bau von Militärstützpunkten in den beiden Provinzen. Dies widerspräche dem zwischen Georgien und Russland unterzeichneten Friedensvertrag. Russlands Ministerpräsident Putin warnte Georgien daraufhin, Unterstützung bei den USA zu suchen.

COLOMBO: Auf Sri Lanka haben regierungsfreundliche Demonstranten versucht, ein Büro der Vereinten Nationen zu stürmen. Nach Agenturberichten rissen mehrere hundert Menschen Barrikaden bei der UN-Vertretung in dem südostasiatischen Inselstaat nieder. Ihr Protest richtete sich gegen den Plan von UN-Generalsekretär Ban, Vorwürfe mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen in der letzten Phase des srilankischen Bürgerkriegs prüfen zu lassen.

LONDON: Die britischen Bürger sollen im kommenden Jahr über ihr Wahlsystem abstimmen. Er habe hierzu gemeinsam mit Premierminister Cameron ein Referendum für den 5. Mai 2011 angesetzt, kündigte Vizeregierungschef Clegg im Unterhaus an. Die Reform des britischen Mehrheitswahlrechts, das kleinere Parteien erheblich benachteiligt, war die zentrale Bedingung der Liberaldemokraten für die Bildung einer Koalition mit den Konservativen nach der Parlamentswahl Anfang Mai.

PARIS: Die französische Nationalversammlung debattiert an diesem Dienstag über das von der Regierung geplante völlige Verschleierungsverbot in der Öffentlichkeit. Der vorliegende Gesetzentwurf verbietet jede Art der Vermummung in der Öffentlichkeit - und nicht nur von muslimischen Frauen getragene Schleier wie die Burka oder den Nikab. Nach Medienberichten wurde der Entwurf geändert, um auch die Zustimmung der oppositionellen Sozialisten zu erhalten. Geplant ist, das Gesetz Anfang kommenden Jahres in Kraft treten zu lassen.

NEW ORLEANS: Im Kampf gegen die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko ist ein zum Absaugen von Öl umgebauter Supertanker bisher noch nicht erfolgreich eingesetzt worden. Nach Angaben der Eignerfirma brachte ein Testlauf nicht das erwünschte Ergebnis. Die Wellen seien zu hoch, hieß es. Hinzu komme, dass der nächste Tropensturm schon heranziehe. Das Reinigungsschiff sollte täglich bis zu 500.000 Barrel Wasser und Öl aufsaugen, um das Gemisch zu trennen. -- Unterdessen scheint die Ölpest auch die Küste des US-Bundesstaates Texas erreicht zu haben. Dort wurden Ölklumpen angeschwemmt.

ANKARA: Im Südosten der Türkei sind bei einem Gefecht zwischen der Armee und Kämpfern der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) nach offiziellen Angaben neun Aufständische und drei Soldaten getötet worden. Die türkischen Sicherheitskräfte teilten mit, die Separatisten hätten in der an der Grenze zum Irak gelegenen Provinz Hakkari einen Militärposten angegriffen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils sonnig, teils wolkig mit einzelnen Schauern oder Gewittern. Im Südwesten bleibt es meist trocken. Die Temperaturen steigen auf Höchstwerte zwischen 19 und 26 Grad.

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