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Nachrichten

Dienstag, 6. Januar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KIEW: Wegen des Streits um die Erdgas-Preise für die Ukraine hat Russland seine Lieferungen nach Osteuropa eingeschränkt und schließt auch Engpässe für den Westen nicht mehr aus. Bulgarien und die Türkei melden bereits einen völligen Stopp. Auch alle Balkanländer sowie Tschechien und Österreich sind betroffen. Russlands Gazprom habe die Lieferung über Leitungen in der Ukraine auf rund ein Drittel des Normalniveaus gesenkt, heißt es vom staatlichen Lieferanten Naftogaz aus Kiew. Russland gab der Ukraine die Schuld. Die Führung in Moskau will in dem seit Jahren wiederkehrenden Poker die bislang niedrigeren Preise für die Ukraine an das übliche Marktniveau angleichen.

GAZA-STADT: Die israelische Armee ist bei ihrer anhaltenden Offensive im Gazastreifen in die Hamas-Hochburg Chan Junis eingerückt. Mehrere Panzer rollten mit Unterstützung von Hubschraubern in die zweitgrößte Stadt des Gazastreifens ein und lieferten sich heftige Feuergefechte mit Kämpfern der radikal-islamischen Hamas. Auch in der Stadt Gaza gingen die Gefechte weiter. Beim versehentlichen Beschuss durch einen israelischen Panzer wurden im nördlichen Gazastreifen nach israelischen Arrmeeangaben drei Soldaten einer israelischen Elite-Einheit getötet und mehr als 20 weitere zum Teil schwer verletzt. Ein Panzergeschoss habe versehentlich ein Gebäude getroffen, in dem sich die Soldaten aufhielten, hieß es von der Armee.

NEW YORK: Internationale Hilfsorganisationen haben sich besorgt über die Lage in den Krankenhäusern im Gazastreifen geäußert. Auch die Versorgungslage sei zunehmend beängstigend. Vor allem Wasser, Energie, Lebensmittel und andere Versogungsgüter sind nach Angaben der Vereinten Nationen seit Beginn der israelischen Offensive nicht mehr ausreichend. Wegen der Kampfhandlungen hat Israel lediglich einen Grenzübergang zeitweise geöffnet, durch den Treibstoff und andere Versorgungsgüter in den Gaza-Streifen gelangen. Bei einem Treffen mit Vertretern des Weltsicherheitsrates drängten Mitglieder der Arabischen Liga auf Verabschiedung einer Resolution zur Beendigung der Kämpfe.

NEU DELHI: Indien hat Pakistan erneut vorgeworfen, in die jüngste blutige Terrorserie in Bombay verwickelt gewesen zu sein. Die Anschläge seien derartig ausgeklügelt gewesen, dass die Attentäter die Unterstützung offizieller Regierungsstellen in Islamabad gehabt haben müssten, sagte Ministerpräsident Manmohan Singh bei einem Treffen mit Vertretern der Unionsstaaten. Namen nannte er nicht. Die Regierung in Neu-Delhi hat dem pakistanischen Geheimdienst in der Vergangenheit wiederholt vorgeworfen, an Anschlägen gegen Indien beteiligt gewesen zu sein. Das Außenministerium hatte Pakistan am Vortag mutmaßliches Beweismaterial übergeben.

TOKIO: Wegen des weltweiten Einbruchs der Verkaufszahlen hat der japanische Autokonzern Toyota einen elftägigen Produktionsstopp in seinen inländischen Werken angekündigt. In allen zwölf japanischen Toyota-Werken würden die Bänder im Februar für sechs Tage und im März für weitere fünf Tage still stehen, teilte ein Firmensprecher mit. Im Dezember hatte Toyota erstmals in seiner Geschichte für das laufende Geschäftsjahr Verluste vorausgesagt.

STUTTGART: Der Sportwagenhersteller Porsche hat sich wie geplant die Mehrheit an Volkswagen gesichert. Der Aktienanteil an Europas größtem Autokonzern sei auf 50,76 Prozent aufgestockt worden, teilte das Stuttgarter Unternehmen mit. Ursprünglich war dieses Ziel bereits für Ende 2008 angestrebt worden. Wegen der Finanzkrise und des Kurses der VW-Aktien habe man sich anders entschieden, hieß es. Zweiter Großaktionär bei Volkswagen ist das Land Niedersachsen. Durch die zusätzlichen VW-Aktien hat Porsche nun auch die mittelbare Kontrolle über Scania und muss ein Pflichtangebot für den schwedischen Lastwagenbauer vorlegen.

STUTTGART: Die FDP kommt zu ihrem traditionellen Dreikönigstreffen zusammen. Bei der Veranstaltung im Stuttgarter Staatstheater wird Parteichef Guido Westerwelle die Partei auf das Wahljahr 2009 einschwören. Die Freien Demokraten wollen auf Bundesebene wieder an die Macht und die große Koalition ablösen. Westerwelle hatte zuletzt die Wirtschaftspolitik der Regierung scharf kritisiert und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel einbezogen. Die FDP setzt vor allem auf Steuersenkungen zur Ankurbelung der Konjunktur.

WASHINGTON: Der designierte US-Präsident Barack Obama hat anscheinend einen engen Vertrauten des früheren Staatschefs Bill Clinton als künftigen Chef des Geheimdienstes CIA auserkoren. Aus Kreisen der demokratischen Partei verlautete, Leon Panetta solle künftig den Auslandsnachrichtendienst führen. Der 70-Jährige war unter Clinton Stabschef im Weißen Haus und lehrt derzeit an der Santa Clara University in Kalifornien Politikwissenschaften. - Die US-Behörde des Direktors der nationalen Geheimdienste soll künftig der Admiral im Ruhestand Dennis Blair leiten. Der Posten des Geheimdienstkoordinators war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 neu geschaffen worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig und trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen minus 18 und plus zwei Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: minus 11 Grad, wolkenlos;
Berlin: minus 17 Grad, wolkenlos;
Dresden: minus 18 Grad, Schneegriesel;
Köln/Bonn: minus 16 Grad, wolkenlos;
Frankfurt am Main: minus 8 Grad, wolkig und
München: minus 4 Grad, Schneegriesel

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