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Nachrichten

Dienstag, 6. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Im Rahmen seiner neuen Nuklear-Strategie will US-Präsident Obama die Möglichkeiten für den Einsatz von Atomwaffen einschränken. Der Zeitung "New York Times" sagte Obama, seine Regierung wolle sich verpflichten, keine Nuklearwaffen gegen Nicht-Atommächte einzusetzen, die sich an den Atomwaffensperrvertrag hielten. Lediglich für Sonderfälle wie den Iran oder Nordkorea seien Ausnahmen vorgesehen. Auf die Entwicklung neuer Nuklearwaffen wollen die Vereinigten Staaten verzichten. An diesem Dienstag wird Obama seine neue Strategie offiziell vorstellen.

BERLIN: Nach dem Tod von drei Bundeswehr-Soldaten bei schweren Gefechten in Afghanistan werden die Rufe nach einer Analyse des deutschen Militäreinsatzes lauter. Ohne eine umfassende Bestandsaufnahme gebe es keine Möglichkeit, die Wirksamkeit des Einsatzes zu beurteilen, hieß es von Seiten der Grünen. Verteidigungsexperten der SPD kritisierten Ausbildungsmängel bei den deutschen Fallschirmjägern und forderten eine bessere Ausstattung der Bundeswehr. So fehlten der Truppe beispielsweise Kampfhubschrauber. Verteidigungsstaatssekretär Schmidt räumte ein, die Politik habe sich in den ersten Jahren des Afghanistan-Einsatzes "etwas vorgemacht". Anders als zunächst dargestellt werde dort eine "kriegerische Auseinandersetzung" geführt, sagte der CSU-Politiker.

BERLIN: Finanzminister Schäuble hat den geplanten strikten Sparkurs der Bundesregierung verteidigt. Die von der Regierung beschlossene Schuldenbremse sei nicht einfach nur ein Gesetz, sondern eine verfassungsrechtliche Vorgabe. Da gebe es keine Interpretationsspielräume, sagte Schäuble dem "Handelsblatt". In seine Kürzungspläne will der CDU-Minister auch soziale Leistungen einbeziehen. Der Sozialstaat als Konzept stehe zwar nicht zur Disposition, betonte Schäuble. Das bedeute aber nicht, dass man diesen "immer mit der gleichen Menge an Geld finanzieren" müsse.

BAGDAD: In der irakischen Hauptstadt sind bei mehreren Explosionen in Wohngebäuden mindestens elf Menschen getötet und mehr als 70 verletzt worden. Nach Angaben eines irakischen Militärsprechers ließen die Detonationen Wohnhäuser in mindestens drei Stadtvierteln einstürzen. Es wird damit gerechnet, dass die Opferzahl noch steigt. Erst am Sonntag waren bei drei koordinierten Selbstmordanschlägen auf ausländische Botschaften in Bagdad 42 Menschen getötet worden.

BANGKOK: In der thailändischen Hauptstadt spitzt sich die Lage zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften weiter zu. Tausende Anhänger der Opposition trotzten in Bangkok dem Aufruf der Polizei zur Beendigung ihrer Blockadeaktion in der Innenstadt. Anstatt dem Räumungsbefehl der Behörden Folge zu leisten, kündigten sie weitere Straßenbesetzungen an, unter anderem im Finanzviertel. Nach Informationen lokaler Radiosender gab die Regierung Order, die Demonstrationen aufzulösen.

LONDON: In Großbritannien wird wahrscheinlich bereits am 6. Mai ein neues Parlament gewählt. Premierminister Brown werde den Termin an diesem Dienstag offiziell bekanntgeben, heißt es in London. Laut Meinungsumfragen könnte die seit 1997 regierende Labour-Partei ihre Mehrheit im Parlament verlieren - sie liegt derzeit hinter den Konservativen zurück. Im Mittelpunkt des Wahlkampfs dürften die von der Rezession hart getroffene britische Wirtschaft und die Staatsschulden des Landes stehen.

WASHINGTON: Dem japanischen Autobauer Toyota droht wegen seiner Pannenserie in den USA eine Millionenstrafe. Die US-Regierung fordere von Toyota knapp 16,4 Millionen Dollar, erklärte das Verkehrsministerium in Washington. Toyota habe die Behörden "mindestens vier Monate lang" nicht über Sicherheitsmängel informiert und somit seine Pflichten verletzt. Der japanische Konzern hatte wegen Schwierigkeiten mit Gaspedalen, Bremsen und Fußmatten in den vergangenen Monaten weltweit Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen müssen. Die technischen Probleme werden auch für rund 50 tödliche Unfälle in den USA verantwortlich gemacht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend freundlich und trocken, im Nordosten anfangs noch wolkig und etwas Regen. Höchstwerte elf bis 19 Grad.

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