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Nachrichten

Dienstag, 5. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD / BERLIN: Die Bundesregierung überprüft Geheimdienstberichte, wonach in Pakistan vermutlich fünf deutsche Islamisten getötet wurden. Zugleich sollen bei dem Raketenangriff mit US-Drohnen auch drei Pakistaner in den Tod gerissen worden sein. Im Berliner Auswärtigen Amt hieß es, man könne die Angaben bisher nicht bestätigen. Nach Angaben aus pakistanischen Geheimdienstkreisen ereignete sich der Angriff am Montag in Mir Ali im Stammesgebiet Nord-Waziristan nahe der Grenze zu Afghanistan. Die Deutschen hätten sich vermutlich zur Terrorausbildung in dem Gebiet aufgehalten.

BERLIN: Die Gewerkschaft der Polizei nimmt die aktuellen Warnungen vor Terroranschlägen in Deutschland sehr ernst. Man wisse, dass die Reisen von Islamisten aus Deutschland nach Afghanistan und Pakistan zugenommen hätten, sagte Gewerkschaftschef Freiberg der "Passauer Neuen Presse". Einige von ihnen besuchten dort Terrorlager. Nach seiner Einschätzung leben etwa 40 Personen in Deutschland, die sich in solchen Lagern aufgehalten haben. Er kritisierte, dass die Polizei aus Personalmangel nicht in der Lage sei, alle Verdächtigen zu überwachen.

BELFAST: In der nordirischen Stadt Londonderry ist ein Autobombenanschlag verübt worden. Nach Polizeiangaben wurde niemand verletzt. Die Bombe war vor einer Bank in der Nähe eines Einkaufszentrums detoniert. An Geschäften entstand großer Schaden. Zahlreiche Häuser waren zuvor evakuiert worden, nachdem bei der Polizei eine Warnung eingegangen war. In den vergangenen Wochen hatten mehrere Anschläge Nordirland in Unruhe versetzt. Für die Taten werden Gegner des Friedensprozesses verantwortlich gemacht.

BANGKOK: Ein Gericht in Thailand hat den Weg freigemacht für die Auslieferung eines mutmaßlichen russischen Waffenhändlers an die USA. Das Gericht ließ mehrere Anklagepunkte gegen Viktor Bout fallen, der seit zwei Jahren in Bangkok inhaftiert ist. Die USA werfen dem 43-jährigen, der in den Medien als "Händler des Todes" bezeichnet wird, illegale Waffengeschäfte vor. Dem früheren Offizier der sowjetischen Luftwaffe droht im Falle einer Verurteilung in den USA eine lebenslange Freiheitsstrafe.

BRÜSSEL: Der Europa-Asien-Gipfel endet an diesem Dienstag mit Wirtschaftsgesprächen. Die fast 50 Staats- und Regierungschefs trafen mit führenden Unternehmern zusammen, um über Handels- und Finanzfragen zu sprechen. Im Währungsstreit riefen die Euro-Länder die Volksrepublik China auf, ihre Zusage vom Juni umzusetzen und den Kurs der Landeswährung anzuheben. Neben Europa werfen vor allem die USA dem Land vor, den Yuan künstlich niedrig zu halten, um die heimische Exportindustrie zu stärken.

STUTTGART: Im Streit um den milliardenschweren Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs sind die Kontrahenten um eine Rückkehr zum Dialog bemüht. Baden-Württembergs CDU-Ministerpräsident Mappus erklärte, er wolle alles für eine Deeskalation tun. Grüne und FDP regten an, einen Vermittler einzusetzen. Landes-Umweltministerin Gönner sagte, der Südflügel des Bahnhofs werde zunächst nicht abgerissen. Dies sei ein Signal an die Gegner des Projekts "Stuttgart 21". Der Landtag von Baden-Württemberg befasst sich an diesem Dienstag mit dem massiven Polizeieinsatz gegen Gegner des Bahnprojekts. Dabei waren am vergangenen Donnerstag mehrere hundert Demonstranten verletzt worden.

FRANKFURT AM MAIN: Der Deutsche Buchpreis geht in diesem Jahr an die Schweizer Schriftstellerin Melinda Nadj Abonji für ihren Roman "Tauben fliegen auf". Im Finale um die beste literarische Neuerscheinung des Jahres setzte sich Abonji damit überraschend gegen fünf andere Romane durch. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 am Vorabend der Frankfurter Buchmesse vergeben. Zur Eröffnung der diesjährigen Präsentation werden an diesem Dienstag auch Bundesaußenminister Westerwelle und die argentinische Präsidentin Kirchner erwartet. Argentinien ist in diesem Jahr Gastland der Buchmesse. Insgesamt stellen bis Sonntag fast 7.000 Verlage aus 114 Ländern Bücher, Filme, Zeitschriften und Hörbücher vor.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Rheinland und südlich der Donau etwas Regen. Sonst weitgehend trocken. Höchstwerte 15 bis 21 Grad.

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