1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Dienstag, 5. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ANKARA: Bei einem Angriff auf eine Hochzeit sind in der Türkei mindestens 44 Menschen erschossen worden, darunter sechs Kinder. Die Hintergründe des Massakers in einem Dorf der Provinz Mardin im Südosten sind noch unklar. Der türkische Innenminister Besir Atalay sagte, höchst wahrscheinlich handele es sich um eine so genannte "Blutfehde" zwischen verfeindeten Familien oder Klans. Ein Terroranschlag könne ausgeschlossen werden. Die Polizei habe acht Verdächtige festgenommen. Augenzeugen hatten berichtet, schwer bewaffnete und maskierte Männer hätten das Feuer auf die Hochzeitsgesellschaft eröffnet.

BERLIN: Der italienische Autobauer Fiat will im Fall eines Einstiegs bei Opel alle vier deutschen Standorte erhalten. Das sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne zu, räumte aber zugleich ein, dass Arbeitsplätze abgebaut werden müssten. Die Bundesregierung will das Konzept prüfen. Um Schulden von Opel übernehmen zu können, strebt Fiat laut Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg staatliche Bürgschaften mehrerer europäischer Staaten an. Der Minister fügte hinzu, er wolle eine baldige Entscheidung. Die Regierung warte zudem auf Details zum Alternativkonzept von Magna. Der österreichisch-kanadische Autozulieferer bekräftigte sein Interesse an Opel.

MÜNCHEN: Der vor der Verstaatlichung stehende angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) hat im ersten Quartal 382 Millionen Euro Verlust gemacht. Dessen ungeachtet gebe es aber gute Fortschritte bei der Neuausrichtung des Konzerns, sagte Vorstandschef Axel Wieandt bei der Vorlage des Quartalsergebnisses. Im vergangenen Jahr hatte die Bank einen Verlust von mehr als fünf Milliarden Euro eingefahren und konnte nur mit massiver staatlicher Unterstützung vor einem Zusammenbruch bewahrt werden. Allerdings droht der HRE im Gegenzug die Verstaatlichung. Das Angebot des Bundes an die Aktionäre der Hypo Real Estate, die Aktien zu übernehmen, lief in der vergangenen Nacht aus. Inzwischen soll der Anteil des Bundes bei rund 41 Prozent liegen. Die Bekanntgabe der genauen Zahlen wird am Donnerstag erwartet.

BRÜSSEL: Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen infolge der Wirtschaftskrise haben die Finanzminister der Eurozone vor einer Störung des sozialen Friedens gewarnt. Das Problem dürfe nicht unterschätzt werden, betonte der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, nach Beratungen der Finanzminister in Brüssel. Die Krise treffe vor allem die Schwächsten der Gesellschaft. Millionen drohten in Verzweiflung zu versinken, sagte Juncker. Statt Entlassungen sollten Arbeitgeber besser zu Maßnahmen wie Kurzarbeit greifen. - Nach Einschätzung der EU-Kommission wird die Krise den Arbeitsmarkt bis zum kommenden Jahr mit voller Wucht treffen. Die Erwerbslosenquote in der EU dürfte demnach 2010 rund elf Prozent betragen. 8,5 Millionen Arbeitsplätze werden voraussichtlich verloren gehen.

WASHINGTON: Der Internationale Währungsfonds hat einen milliardenschweren Notkredit an Rumänien gebilligt. Um die Folgen der Finanzkrise abzufedern, erhält das südosteuropäische Land ein Darlehen im Umfang von gut 17 Milliarden Dollar. 6,6 Milliarden stehen der Regierung in Bukarest sofort zur Verfügung, die restliche Summe soll nach Vorlage vierteljährlicher Berichte in mehreren Tranchen ausgezahlt werden. Nach Ungarn und Lettland ist Rumänien der dritte EU-Staat, der auf Hilfen des IWF zurückgreifen muss.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama will die Steuergesetzgebung seines Landes verschärfen, um den Abfluss von Geldern in sogenannte Steuerparadiese zu stoppen. Dies solle dem Fiskus in den kommenden zehn Jahren etwa 210 Milliarden Dollar an Mehreinnahmen einbringen, teilte das Weiße Haus mit. Das derzeitige Steuerrecht sei "voller Schlupflöcher", die geschlossen werden müssten. In Kraft treten sollen die Gesetzesänderungen 2011. Nach Einschätzung politischer Beobachter muss Obama im Kongress und in der Wirtschaft mit heftigem Widerstand gegen seine Pläne rechnen.

GENF: Die Weltgesundheitsorganisation sieht die Gefahr einer Schweinegrippe-Pandemie noch nicht gebannt. Derzeit gibt es nach Angaben der WHO jedoch keinen Anlass, die höchste Warnstufe 6 auszurufen. Das "H1N1"-Virus wurde mittlerweile in 20 Ländern nachgewiesen. Mehr als 1.000 Menschen haben sich infiziert, fast 30 von ihnen starben. Nach dem Abebben der Infektionen in Mexiko, dem Ursprungsland der neuen Grippeform, soll sich das öffentliche Leben dort schon bald wieder normalisieren. Schulen und Universitäten würden ab Donnerstag wieder öffnen, teilte Staatspräsident Felipe Calderon mit.

PESCHAWAR: Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind mindestens vier Menschen getötet und 20 verletzt worden. Nach Angaben der Polizei fuhr der Attentäter in einer Vorstadt von Peschawar sein mit Sprengstoff beladenes Auto in ein Militärfahrzeug. Durch die Explosion wurde auch ein vorbeifahrender Schulbus beschädigt. Darin seien mehrere Kinder verletzt worden. Die radikalislamischen Taliban hatten zuvor mit Anschlägen gedroht, sollte das Militär seine Operationen in den Nordwestprovinzen nicht einstellen. Die Islamisten haben sowohl in Pakistan als auch im benachbarten Afghanistan große Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht. Pakistans Präsident Asif Ali Zardari und sein afghanischer Kollege Hamid Karsai kommen deshalb am Mittwoch in Washington mit US-Präsident Barack Obama zu einem Krisengipfel zusammen.

KARLSRUHE: In Deutschland bleibt es weiterhin verboten, eine Kombination aus drei oder mehr Nachnamen zu tragen. Das Bundesverfassungsgericht wies eine entsprechende Verfassungsbeschwerde eines Münchner Ehepaares ab. Die gesetzliche Verhinderung von Namensketten verstoße nicht gegen das Persönlichkeitsrecht und verfolge das legitime Ziel, die Identifikationskraft von Namen zu sichern, heißt es in dem in Karlsruhe verkündeten Urteil. In mehreren anderen europäischen Ländern ist die Kettung von Nachnamen hingegen erlaubt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich der Donau meist trocken. Sonst stark bewölkt und regnerisch. Höchstwerte neun bis 16 Grad.


Hamburg und

Frankfurt am Main: 8 Grad, leichter Regen;

Berlin: 7 Grad, leichter Regen;

Dresden und München: 6 Grad, wolkig und

Köln/Bonn: 9 Grad, bedeckt;

Audio und Video zum Thema