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Nachrichten

Dienstag, 5. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

PRAG: US-Präsident George W. Bush hat Russland erneut aufgerufen, den geplanten Raketenschild in Tschechien und Polen nicht als Bedrohung anzusehen. Nach Gesprächen mit führenden tschechischen Politikern sagte Bush auf einer Pressekonferenz, der Kalte Krieg sei vorbei. Die Radaranlage sei eine defensive Maßnahme zur Abwehr möglicher Angriffe aus dem Iran. Während die Regierung in Prag den Schild unterstützt, ist die Bevölkerung weitgehend dagegen. Derweil kritisierte auch China das geplante System. Das Kräftegleichgewicht in der Welt werde dadurch empfindlich gestört.

WASHINGTON: Ein Militär-Tribunal im US-Gefangenenlager Guantanamo hat die Anklagen gegen zwei Terrorverdächtige fallen gelassen. Ausschlaggebend waren formale Fragen und nicht ein Mangel an Beweisen. Die beiden Angeklagten, der in Kanada geborene Omar Ahmed Khadr sowie der gebürtige Jemenit Salim Ahmed Hamdan, waren als so genannte feindliche Kämpfer eingestuft worden. Für ein Verfahren hätten sie jedoch als so genannte ungesetzliche Kämpfer gelten müssen. Beide sollen das Terrornetzwerk El Kaida unterstützt haben. Die Anklagevertretung kündigte Berufung gegen die Entscheidung an. Die beiden bleiben weiter in Guantanamo inhaftiert.

ISLAMABAD: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hat mit der pakistanischen Führung über einen gemeinsamen Kampf gegen die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan und im Grenzgebiet zu Afghanistan gesprochen. Sein pakistanischer Kollege Rao Sikander Iqbal beteuerte bei dem Treffen in Islamabad noch einmal, auch seine Regierung unternehme alles, um den Terrorismus zu bekämpfen.

LUXEMBURG: Die EU-Finanzminister haben das seit 2003 laufende Defizit-Verfahren gegen Deutschland nun auch offiziell beendet. Die Minister reagierten damit in Luxemburg darauf, dass die deutsche Neuverschuldung 2006 erstmals wieder im zulässigen Rahmen des Stabilitätspaktes blieb. In diesem Jahr soll sie noch weiter sinken. --- Ebenfalls eingestellt wurden die Verfahren gegen Griechenland und Malta.

MADRID: Die baskische Untergrundorganisation ETA hat die seit März 2006 geltende Waffenruhe aufgekündigt. In einem Schreiben an zwei baskische Zeitungen wurden neue Aktionen ab Mitternacht angekündigt, da die Regierung trotz der Waffenruhe weiter gegen die ETA vorgegangen sei. Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero rief die Bevölkerung auf, im Kampf gegen den Terror und zur Aufrechterhaltung der Demokratie zusammenzustehen. Er hatte vor einem Jahr Friedensgespräche mit den Separatisten begonnen, diese aber nach einem schweren Bombenanschlag auf den Madrider Flughafen im Dezember für beendet erklärt. Die Behörden rechnen nun mit neuen Anschlägen der ETA.

BOGOTA: In Kolumbien ist Rodrigo Granda, ein führendes Mitglied der Rebellengruppe FARC, auf Bewährung freigelassen worden. Präsident Alvaro Uribe sagte im Fernsehen, er habe dies unter anderem auf Bitte des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy so entschieden. Der Rebellenführer soll unter anderem als Vermittler bei der Freilassung von Ingrid Betancourt sowie fast 60 weiterer Gefangener tätig werden. Die in Paris geborene frühere kolumbianische Präsidentschaftskandidatin befindet sich zusammen mit ihrer Wahlkampfleiterin und drei Amerikanern seit 2003 in der Hand der FARC. Sarkozy hatte nach seiner Wahl versprochen, sich für die Freilassung Betancourts einzusetzen.

WASHINGTON: Die US-Behörden haben ein Komplott zum Umsturz der kommunistischen Führung in Laos aufgedeckt. Nach sechsmonatigen Ermittlungen wurden in Kalifornien zehn Personen festgenommen, unter ihnen der frühere laotische General Vang Pao. Der 77-Jährige, der seit 1975 in den USA im Exil lebt, hatte den US-Geheimdienst CIA während des Vietnamkriegs aktiv unterstützt. Den Festgenommenen, die fast alle zur ethnischen Minderheit der Hmong gehören, wird vorgeworfen, sie hätten versucht, Waffen, Munition und Raketen zu kaufen, um die Führung in Vientiane zu stürzen. Falls sie für schuldig befunden werden, droht ihnen lebenslange Haft.

MELBOURNE: Bei einem Zusammenstoß eines Personenzuges mit einem Sattelschlepper sind im Süden Australiens mindestens zehn Personen ums Leben gekommen. Etwa 50 weitere wurden bei dem Unfall an einem Bahnübergang bei Kerang im Bundesstaat Victoria verletzt, teilte die Polizei in Melbourne mit.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils sonnig, teils wechselnd bewölkt. Im Nordosten und Süden auch kräftige Schauer. Maximal 18 bis 27 Grad.

Am Morgen hatten gemeldet:

HAMBURG: 15 Grad, stark bewölkt;
BERLIN: 16 Grad, etwas Regen;
DRESDEN: 15 Grad, dunstig;
KÖLN/BONN: 16 Grad, heiter;
FRANKFURT AM MAIN: 18 Grad, wolkig und
MÜNCHEN: 16 Grad, wolkig



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