1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Dienstag, 5. Januar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: US-Außenministerin Hillary Clinton hat die unsichere Lage im Jemen als globale Bedrohung bezeichnet. Es müsse verhindert werden, dass die El Kaida das arabische Land weiter als Basis für Terrorattacken nutze, erklärte Clinton in Washington. An die internationale Gemeinschaft appellierte sie, die Regierung des Jemen stärker als bisher zu unterstützen. Die am Sonntag wegen Terrordrohungen geschlossene Botschaft der USA in Sanaa wurde wieder geöffnet. --- Ein erfolgreicher Einsatz der jemenitischen Terrorabwehr im Norden der Hauptstadt habe die Wiederaufnahme der Arbeit möglich gemacht, teilte die diplomatische Vertretung mit.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama wird nach dem Krisentreffen im Weißen Haus an diesem Dienstag eine Reihe neuer Maßnahmen zur Terrorabwehr ankündigen. Dabei werde es unter anderem um eine Verbesserung des Systems zur Erfassung mutmaßlicher Terroristen gehen, verlautete aus Regierungskreisen. Nach den jüngsten Pannen hatte Obama den Sicherheitsbehörden massive Versäumnisse vorgeworfen und auch personelle Konsequenzen angedroht. Einbestellt zu dem Krisentreffen sind vor allem die Chefs der US-Geheimdienste. --- Die oppositionellen Republikaner werfen Obama Schwäche und Unentschlossenheit in der Sicherheitspolitik vor.

WASHINGTON: Der Selbstmordattentäter, der in der vergangenen Woche in Afghanistan sieben CIA-Mitarbeiter tötete, soll ein jordanischer Doppelagent mit Verbindungen zur El Kaida gewesen sein. Dies berichten ein US-TV-Sender, die "New York Times" sowie die Agentur AP unter Berufung auf westliche Geheimdienstinsider. Als Häftling in Jordanien habe er den dortigen Behörden weismachen können, er sei von der El Kaida übergelaufen und werde Informationen über den Extremistenführer Ayman al Sawahiri liefern. Das CIA-Team selbst habe ihn nach Camp Chapman in der afghanischen Khost-Provinz eingeladen, wo er seine Bombenweste zündete. Dem Anschlag soll demnach auch sein jordanischer Führungsoffizier zum Opfer gefallen sein.

MANILA: Auf den Philippinen hat der Prozess gegen die mutmaßlichen Drahtzieher des Massakers vom November begonnen, bei dem fast 60 Menschen getötet worden waren. Andal Ampatuan Junior vom mächtigen Ampatuan-Clan erklärte sich zum Verfahrensbeginn in der Hauptstadt Manila für unschuldig. Er ist wegen 43-fachen Mordes angeklagt. Ampatuan wird beschuldigt, das Massaker in der südlichen Provinz Maguindanao geplant und mit etwa 100 bewaffneten Anhängern ausgeführt zu haben. Im Konflikt mit einem politischen Rivalen hatte es ein Blutbad gegeben, dem auch etwa 30 Journalisten zum Opfer fielen. --- Weitere Angehörige des berüchtigten Familienclans sitzen in Haft.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember um 60.000 auf drei Millionen 276.000 gestiegen. Das waren 173.500 mehr, als im Vorjahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent. Der Vorstandschef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, sagte, der Arbeitsmarkt in Deutschland habe sich trotz der tiefen Rezession als erstaunlich robust erwiesen. So seien für 2009 insgesamt im Durchschnitt drei Millionen 423.000 Menschen ohne Arbeit gewesen. Das seien nur 155.000 mehr als im Vorjahr. Vor allem der massive Einsatz von Kurzarbeit habe den Anstieg begrenzt.

FRANKFURT AM MAIN: Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach, ist unter bestimmten Bedingungen bereit, auf einen Sitz im Rat der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Aussöhnung" zu verzichten. Im deutschen Fernsehen forderte Steinbach als Gegenleistung unter anderem eine stärkere Vertretung ihres Verbandes im Stiftungsrat. Außerdem müsse der Einfluss der Bundesregierung auf den Rat eingeschränkt werden. Die CDU-Politikerin sprach von einer "Lösung der Vernunft". Sollten die Forderungen des BdV nicht erfüllt werden, bleibe es bei ihrer Benennung. Außenminister Guido Westerwelle lehnt bislang die Bestellung Steinbachs wegen polnischer Vorbehalte ab. Steinbach hatte 1991 im Bundestag gegen die Oder-Neiße-Linie als deutsche Grenze zu Polen gestimmt.

MÜNCHEN: Deutschland und acht weitere europäische Staaten wollen nach einem Zeitungsbericht mit einem Milliardenprojekt den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. Innerhalb von zehn Jahren wollen die beteiligten Staaten ihre Ökostromaktivitäten mit einem Hochspannungsnetz unter der Nordsee bündeln und weite Teile Europas mit sauberer Energie aus Wind-, Wasser-, Gezeiten- und Sonnenkraftwerken versorgen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Regierungskreise. Eine entsprechende Initiative sei bereits im Dezember in Irland beschlossen worden. Noch im Februar solle ein erstes Treffen internationaler Koordinatoren stattfinden. - Mit dem Projekt würde erstmals ein mehrere Grenzen übergreifendes Energienetz entstehen. Zu den Begründern der Initiative gehören laut "SZ" Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark, die Niederlande, Irland, Luxemburg und Norwegen.

SANTIAGO: In Chile streiken die Arbeiter des weltgrößten Kupferkonzerns für höhere Löhne. In den Minen Chuquicamata und Mina Sur des Staatsunternehmens Codelco seien die meisten Kumpel ab Montag nicht zur Arbeit erschienen, teilten Gewerkschaftsvertreter mit. In den beiden Minen im Norden des Landes werden rund vier Prozent des globalen Kupferbedarfs gefördert. Die Arbeiter streiken für eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent und Sonderzahlungen. Sie rechtfertigen ihre Forderung mit den derzeit hohen Weltmarktpreisen für Kupfer, die am Montag mit 7.500 Dollar (umgerechnet knapp 5.200 Euro) pro Tonne den höchsten Stand seit 16 Monaten erreicht hatten. - Codelco erhöhte jetzt sein Angebot auf vier Prozent mehr Lohn.

PARIS: Frankreich hat bei drei Pharmakonzernen den Kauf von 50 Millionen Dosen Impfstoff gegen die Schweinegrippe storniert. Damit spare der Staat rund 350 Millionen Euro, sagte Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot im französischen Fernsehen. Außerdem sucht Paris Käufer für die bestellten Medikamente. Ägypten und Katar haben bereits 2,5 Millionen Dosen geordert. Mit Mexiko und der Ukraine wird verhandelt. --- Entgegen früheren Empfehlungen der Experten wird gegen die Schweinegrippe nur noch eine einmalige Injektion für notwendig gehalten. Zudem ließen sich bislang trotz massiver Appelle der Regierung überhaupt nur fünf Millionen Franzosen impfen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden wolkig und vereinzelt Schneefall, sonst wechselnd bewölkt und meist trocken. Höchstwerte minus sieben bis plus drei Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: minus 2°, nach Schneefall;

Berlin: minus 6°, bedeckt;

Dresden: minus 11°, dunstig;

Köln/Bonn: minus 4°, nach Schneefall;

Frankfurt am Main: minus 11°, fast wolkenlos und

München: minus 7°, dunstig.

Audio und Video zum Thema