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Nachrichten

Dienstag, 5. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Mit Entscheidungen in 24 der 50 Bundesstaaten erreichen die Vorwahlen der US-Parteien zur Kür der Präsidentschaftskandidaten an diesem Dienstag ihren vorläufigen Höhepunkt. Bei den Demokraten dürfte es am so genannten "Super-Dienstag" zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen der Senatoren Hillary Clinton und Barack Obama kommen. Auf Seiten der Republikaner geht Senator John McCain als Favorit ins Rennen, sein Rivale Mitt Romney liegt in Umfragen deutlich zurück. Als besonders wichtig werden die Wahlen in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten New York und Kalifornien eingestuft. Die Vorwahlen dienen der parteiinternen Ermittlung der Spitzenkandidaten für die Präsidentenwahl am 4. November.

WARSCHAU: Deutschland und Polen unternehmen einen neuen Anlauf, um ihren Streit über ein Zentrum gegen Vertreibungen beizulegen. Kulturstaatsminster Bernd Neumann will in Warschau die Pläne der Koalition für das so genannte "Sichtbare Zeichen" zur Erinnerung an Vertriebenenschicksale erläutern. Das Treffen hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Polens neuer Ministerpräsident Donald Tusk verabredet. Der Streit belastet die Beziehungen zwischen beiden Ländern seit Jahren. Polen und auch Tschechien befürchten, ein solches Zentrum könne die Geschichte des Zweiten Weltkrieges umdeuten und Deutsche von Tätern zu Opfern machen.

GENF: Wegen der anhaltenden Diskussion um die deutsche Sektion des Kinderhilfswerkes UNICEF hat sich jetzt auch das Hauptquartier in der Schweiz besorgt über das Erscheinungsbild der Organisation geäußert. Man verlange eine rasche Reaktion, um einen noch größeren Image-Schaden zu verhindern, verlautete aus Genf. Nach dem Rücktritt der früheren Vorsitzenden von UNICEF Deutschland, Heide Simonis, drängen neben ehrenamtlichen Mitgliedern auch Vertreter des Bundestages wegen der Verschwendungsvorwürfe auf Reformen. Der amtierende Vorsitzende Reinhard Schlagintweit sagte inzwischen organisatorische Änderungen in der Kölner Geschäftsstelle und bei der Arbeit des Vorstandes zu. UNICEF-Deutschland hat nach eigenen Angaben bereits mehrere tausend Dauerspender verloren.

ROM: In Italien sind nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Romano Prodi die Sondierungsgespräche für eine Übergangsregierung erfolglos geblieben. Damit scheinen Neuwahlen der einzige Ausweg aus der politischen Krise. Umfragen sehen in diesem Fall den Oppositionsführer Silvio Berlusconi vorn. Senatspräsident Franco Marini sagte am Abend, es sei ihm nicht gelungen, parteiübergreifend genug Unterstützung für die Bildung einer Übergangsregierung zu bekommen. Staatspräsident Giorgio Napolitano hatte angestrebt, dass eine Übergangsregierung das Wahlsystem ändern sollte, um künftig stabilere Regierungen zu ermöglichen.

N'DJAMENA: Im Tschad haben sich die Rebellen im Grundsatz zu einer sofortigen Waffenruhe bereit erklärt. Jetzt müsse es einen nationalen Dialog geben, um eine demokratische Regierung zu bilden, sagte Rebellensprecher Abderaman Koulamallah dem französischen Radiosender RFI. Mit der Waffenruhe folge man den Aufrufen der Bruderstaaten Libyen und Burkina Faso. Ein Aufgeben komme nicht in Frage, sagte der Sprecher, nachdem die Rebellen sich am Montag teilweise aus der Hauptstadt N'Djamena zurückgezogen hatten. Die Aufständischen warfen Frankreich vor, mit seiner Luftwaffe in die Kämpfe um die Hauptstadt N'Djamena eingegriffen zu haben. Dabei seien zahlreiche Zivilisten getötet worden. Zuvor hatte der Weltsicherheitsrat die Offensive der Rebellen verurteilt.

BOGOTA: Mehrere Millionen Menschen haben in Kolumbien gegen die linksgerichtete Guerilla-Organisation FARC demonstriert und die Freilassung aller Geiseln gefordert. Allein in der Hauptstadt hätten sich mehr als eine Million Demonstranten versammelt, sagte Bürgermeister Samuel Rojas. Nach Angaben örtlicher Medien gab es ähnlich große Protestmärsche auch in Medellin und Cali. Die Anti-Kidnapping-Bewegung erklärte, weltweit gebe es Kundgebungen in 125 Städten. So hätten in Madrid mehr als 10.000 Menschen teilgenommen. Nach Angaben der Regierung halten die Rebellen mehr als 700 Geiseln fest. Seit 2002 ist auch die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt in der Hand der FARC.

COLOMBO: Bei Gefechten zwischen der Armee und tamilischen Rebellen sind in Sri Lanka 20 Aufständische und zwei Soldaten getötet worden. Nach Angaben des Militärs ereigneten sich die Kämpfe in den Regionen Mannar, Vavuniya und Welloya im Norden des Landes. Nach einem Seegefecht mit Booten der Rebellen vermisst die Marine sieben Marinesoldaten. Die Luftwaffe flog neue Angriffe gegen ein wichtiges Kommandozentrum der Rebellen. Die Rebellen kämpfen seit 1983 für einen eigenen Staat im Nordosten der Insel.

TOKIO: Um den Opiumanbau in Afghanistan auszumerzen, muss die internationale Gemeinschaft nach Ansicht der Weltbank mehr als zwei Milliarden US-Dollar in die ländliche Entwicklung investieren. Der Kampf gegen den Drogenanbau könne langfristig nur erfolgreich sein, wenn den verarmten Bauern anderweitig ein Auskommen ermöglicht werde, schreibt die Weltbank in einem Bericht. Dieser wurde zusammen mit dem britischen Entwicklungsministerium erstellt und in Tokio vorgelegt. Dort beginnt an diesem Dienstag eine Konferenz, auf der Politiker, Geldgeber und Hilfsorganisationen über Maßnahmen zur Bekämpfung des zunehmenden Opiumanbaus in Afghanistan diskutieren.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In Oberbayern und von Sachsen bis Brandenburg aufgelockert und meist trocken. Sonst dichter bewölkt und von Westen her Regen. Die Höchsttemperaturen reichen von vier bis zehn Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 3 Grad, wolkig;

Berlin: 4 Grad, bewölkt;

Dresden: 4 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: 5 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 3 Grad, wolkig und

München: 4 Grad, bewölkt.

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