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Nachrichten

Dienstag, 5. Dezember 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt an diesem Dienstag im saarländischen Mettlach mit Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac und dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski zusammen. Bei den Beratungen im Rahmen des so genannten Weimarer Dreiecks soll das EU-Gipfeltreffen Mitte des Monats in Brüssel vorbereitet werden. Dabei dürfte die Haltung der EU zur Türkei ebenso zur Sprache kommen wie das Verhältnis der Europäischen Union zu Russland. Warschau hatte kürzlich die Aufnahme von Verhandlungen über ein neues Partnerschaftsabkommen mit Moskau blockiert. Unmittelbar vor dem Dreier-Gipfel erörtern Merkel und Chirac noch bilaterale Fragen.

SUVA: Auf den Fidschi-Inseln hat nach monatelangem Machtkampf die Armee die Regierung von Ministerpräsident Laisenia Qarase gestürzt. Das Militär habe die Regierung übernommen und Qarase entlassen, erklärte Armeechef Voreque Bainimarama. Zuvor waren in der Hauptstadt Suva bewaffnete Soldaten vor dem Haus des Regierungschefs aufmarschiert. Auch wurden mehrere seiner Minister unter Hausarrest gestellt. Staatspräsident Ratu Josefa Iloilo verurteilte den Putsch und rief zu einer friedlichen Einigung im Machtkampf auf. Der Militärchef hatte mehrfach verlangt, ein Amnestiegesetz für die Putschisten des Jahres 2000 zurückzunehmen.

WASHINGTON: Der Chef der größten Schiitenpartei im Irak, Abdel Asis el Hakim, ist gegen einen sofortigen US-Truppenabzug aus seinem Land. Er habe Präsident George W. Bush und Außenministerin Condoleezza Rice allerdings gebeten, den irakischen Streitkräften mehr Verantwortung zuzubilligen, sagte el Hakim nach Treffen mit beiden Politikern. Bush bekräftigte die Notwendigkeit, die irakische Regierung in ihrem Kampf gegen -so wörtlich- Extremisten und Mörder zu unterstützen. Seit Monaten überziehen schiitische und sunnitische Todesschwadrone das Land mit Gewalt. Am Montag wurden wieder mehr als 50 Menschen getötet.

HAMBURG: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat Syrien zu einer konstruktiven Rolle bei der Lösung der Konflikte im Nahen Osten aufgefordert. Nach seiner Rückkehr aus Damaskus nannte Steinmeier als Ansatz hierfür die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Syrien und dem Irak. Es bedürfe aber weiterer konkreter Schritte, forderte Steinmeier im deutschen Fernsehen. Andernfalls sehe er keine Chance für eine Zusammenarbeit westlicher Staaten mit Syrien. Bei seinen Gesprächen in Damaskus hatte Steinmeier von der Regierung vor allem verlangt, mäßigend auf die Hisbollah im Libanon und auf die palästinensische Hamas einzuwirken.

KÖLN: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hat heimkehrenden Soldaten für ihren Einsatz in der Demokratische Republik Kongo gedankt. Bei der Ankunft von rund 120 weiteren deutschen und niederländischen Soldaten am Flughafen Köln/Bonn bezeichnete der Minister den Einsatz als Erfolg. Die EU-Truppe Eufor habe einen Rückfall des Kongo in einen Bürgerkrieg verhindert. Die Entscheidung Europas, an dem Einsatz mitzuwirken, sei daher richtig gewesen. Das UN-Mandat dafür war Ende November abgelaufen. Die insgesamt knapp 800 deutschen Soldaten werden seit dem Wochenende zurückverlegt. Auf dem Programm des deutschen Verteidigungsministers steht heute auch ein Truppenbesuch in Bosnien.

BRÜSSEL: Ein neuer Anlauf der EU-Kommission, nationale Vetos in länderübergreifenden innenpolitischen Fragen abzuschaffen, ist gescheitert. 13 der 25 EU-Mitgliedstaaten weigerten sich, ihr Vetorecht bei Fragen der europaweiten Kooperation in Justiz und Polizei aufzugeben. Die EU-Kommission dagegen hält eine engere Zusammenarbeit für entscheidend im Kampf gegen den Terrorismus und gegen die organisierte Kriminalität. Bisher ist bei EU-Entscheidungen zur Zusammenarbeit von Justiz und Polizei Einstimmigkeit der 25 Mitgliedstaaten erforderlich.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush bedauert den Rücktritt seines umstrittenen UN-Botschafters John Bolton. Er akzeptiere dessen Entscheidung, sei aber nicht glücklich darüber, sagte er in Washington. Bolton habe fabelhafte Arbeit für sein Land geleistet. Wer neuer amerikanischer UN-Botschafter wird, sagte Bush nicht. Boltons Übergangs-Amtszeit endet im Januar. Bush hatte ihn Mitte vergangenen Jahres gegen den Widerstand des Kongresses ernannt. Da der Kongress seit der Wahl im November von den Demokraten beherrscht wird, hat Bolton keine Chance auf eine Bestätigung im Amt gesehen. Er reichte am Montag seinen Rücktritt ein.

MOSKAU: In Russland ist der Chef einer Gasfirma ermordet worden. Alexander Samoilenko, Generaldirektor der Firma Itera-Samara, wurde nach Angaben der Polizei von Unbekannten in der Stadt Samara niedergeschossen. In jüngster Zeit gab es mehrere Mordanschläge auf Vertreter der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens in Russland.LONDON: Die deutsche Malerin Tomma Abts ist mit dem renommierten britischen Turner-Preis ausgezeichnet worden. Er ist mit umgerechnet 37.000 Euro dotiert. Die aus Kiel stammende Abts lebt seit zwölf Jahren in London. Die 38-Jährige Künstlerin ist für ihre stets 48 mal 38 Zentimeter großen abstrakten Bilder bekannt.

HANOI: Der Tropensturm 'Durian' hat in abgeschwächter Form den Süden Vietnams erreicht. Er zerstörte etliche Boote und Häuser; mindestens 26 Menschen kamen ums Leben. 'Durian' hatte zuvor auf den Philippinen schwere Verwüstungen angerichtet. Nach neuen Behördenangaben gelten fast 1.300 Menschen als tot oder vermisst. Die ersten internationalen Hilfsgüter sind bereits in der Unglücksregion eingetroffen. Der Sturm bewegt sich weiter abgeschwächt auf den Golf von Thailand zu.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Osten noch Regen, von Südwesten länger trocken, später auch freundlich. Von Nordwesten weiterer Regen. Stürmisch und mit elf bis 18 Grad zu mild.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 05.12.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9UE3
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