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Nachrichten

Dienstag, 5. August 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Im Atomstreit mit dem Iran hat die Teheraner Führung nach eigenen Angaben jetzt ihre Antwort auf das jüngste Angebotspaket vorgelegt. Irans Botschafter überreichte das Schreiben Vertretern der Europäischen Union in Brüssel. Über den Inhalt ist noch nichts bekannt. Die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland hatten zuvor den Iran ultimativ aufgefordert, positiv auf die Offerte zu reagieren. Ansonsten müsse das Land mit weiteren Sanktionen rechnen. Dem Iran werden eine engere wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit angeboten, wenn Teheran seine Urananreicherung einstellt. Der Westen verdächtigt den Iran, den Bau einer Atombombe voranzutreiben.

PEKING: Drei Tage vor Beginn der Olympischen Spiele ist der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke, zu einem Besuch in der chinesischen Hauptstadt eingetroffen. Er will sich in Gesprächen mit Bürgerrechtlern, Wissenschaftlern sowie Vertretern von Wissenschaft und Medien ein Bild von der Lage der Menschenrechte in China machen. Treffen Nookes mit Vertretern der Regierung der Volksrepublik sind nicht vorgesehen. - Die chinesischen Behörden haben den Zugang ausländischer Journalisten zum 'Platz des Himmlischen Friedens' im Zentrum Pekings stark eingeschränkt. Der Besuch des Tian'anmen-Platzes muss 24 Stunden vorher angemeldet werden. Auf dem Platz war im Sommer 1989 die chinesische Demokratiebewegung blutig niedergeschlagen worden.

PEKING: Drei Tage vor Beginn der Olympischen Spiele ist die deutsche Mannschaft offiziell begrüßt worden. Bei der Zeremonie im olympischen Dorf in Peking wurde die deutsche Fahne gehisst und die Nationalhymne gespielt. An den Olympia-Wettkämpfen nehmen insgesamt 438 Sportlerinnen und Sportler aus Deutschland teil.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush ist zu einer siebentägigen Asien-Reise aufgebrochen, in deren Mittelpunkt ein Besuch der Olympischen Spiele in Peking steht. Erste Station Bushs ist an diesem Dienstag Südkorea. Zentrales Thema des Gesprächs mit Präsident Lee Myung Bak in Seoul dürfte das Atomwaffenprogramm Nordkoreas sein. - Anschließend wird der US-Präsident zu einem Kurzbesuch nach Thailand reisen und von dort zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele am Freitag nach Peking fliegen.

JERUSALEM: Die israelische Regierung hat aus dem Gazastreifen geflohene palästinenesische Fatah-Anhänger ins Westjordanland abgeschoben. Zwei Armee-Busse brachten 88 Flüchtlinge nach Jericho. Insgesamt haben wegen der jüngsten Kämpfe zwischen der radikal-islamischen Hamas und dem Helles-Clan mehr als 100 Familien-Mitglieder Zuflucht in Israel gesucht. Einige liegen noch verletzt in Krankenhäusern. Andere waren zuvor wieder in den Gazastreifen gebracht worden. Die Hamas hatte den Familien-Clan wegen eines Bombenanschlags ins Visier genommen. Aber auch bei der Regierung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist der Clan in Ungnade gefallen.

MEXIKO-STADT: Der 2002 eingerichtete Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose hat in diesem Jahr einen drastischen Anstieg von Hilfsanfragen registriert. Derzeit gibt es aus 97 Staaten Anfragen für Hilfszahlungen in Höhe von insgesamt 6,4 Milliarden US-Dollar - umgerechnet 4,1 Milliarden Euro, wie Delegierte bei der internationalen Aids-Konferenz in Mexiko-Stadt mitteilten. Dies sei drei Mal so viel wie in den Vorjahren. Bei der noch bis Freitag dauernden Tagung in Mexiko-Stadt beraten 25.000 Ärzte, Wissenschaftler und Politiker vor allem über eine Stärkung der Gesundheitssysteme und die weltweite Koordinierung von Aufklärung und Behandlung der Immunschwäche.

NEW YORK: Der Welt-Sicherheitsrat hat einstimmig die Einrichtung eines UN-Büros in Sierra Leone mit bis zu 70 Mitarbeitern beschlossen, das den Friedensprozess in dem afrikanischen Land unterstützen soll. - Sierra Leone leidet immer noch an den Folgen des grausamen Bürgerkrieges von 1991 bis 2001. Damals wurden rund 120.000 Menschen getötet.

BERLIN: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag rechnet trotz der Warnungen einiger Experten nicht mit einem Wirtschaftsabschwung. Das Wachstum kühle sich derzeit ab, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben in Interviews. Für die zweite Jahreshälfte und für Anfang 2009 rechne er mit deutlich schwächeren Zahlen, aber nicht mit einem Abschwung. - Nach Informationen der 'Süddeutschen Zeitung' ist das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres um ein Prozent geschrumpft.

BERLIN: Im SPD-internen Streit um den möglichen Parteiausschluss des früheren Bundesarbeits- und -wirtschaftsministers Wolfgang Clement zeichnet sich trotz der Vermittlungsbemühungen des Vorstands keine schnelle Einigung ab. Der ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident wies erneut den Vorschlag zurück, er solle sich verpflichten, für einen Verzicht auf seinen Parteiausschluss keine Wahlempfehlungen gegen die SPD mehr zu geben. Dies wäre ein Maulkorb, sagte Clement. Nach Informationen der Zeitung 'Rheinische Post' soll Finanzminister Peer Steinbrück auf Vorschlag der SPD-Spitze ein klärendes Gespräch mit Clement führen.

WIESBADEN: Jede vierte Familie in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, traf dies im Jahr 2007 auf genau 27 Prozent der insgesamt knapp 8,6 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern zu. - Als Familien mit Migrationshintergrund werden solche bezeichnet, bei denen mindestens ein Elternteil eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzt oder die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung oder - wie im Fall der Spätaussiedler - durch der Einbürgerung ähnliche Maßnahmen erhalten hat.

MOSKAU: Die russische Bevölkerung nimmt Abschied von dem am Sonntagabend gestorbenen Literaturnobelpreisträger und früheren Dissidenten Alexander Solschenizyn. Sein Leichnam ist in der Moskauer Akademie der Wissenschaften aufgebahrt. Die Beisetzung soll am Mittwoch auf dem Friedhof des Donskoj-Klosters in Moskau stattfinden. International bekannt wurde Solschenizyn durch sein literarisch-dokumentarisches Werk 'Archipel Gulag' über den stalinistischen Terror und das Lagersystem in der Sowjetunion.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Allgemein wechselnd bewölkt. Vor allem Richtung Ostsee und am Alpenrand noch einzelne Schauer.

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