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Nachrichten

Dienstag, 4. September 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Bei zwei Selbstmordattentanten sind in der pakistanischen Garnisonsstadt Rawalpindi unweit der Hauptstadt Islamabad mindestens 20 Menschen getötet worden. Die Bombenexplosionen ereigneten sich nur wenige Minuten nacheinander in verschiedenen Vierteln der Stadt, wo auch die Militärresidenz von Armee- und Staatschef Pervez Musharraf liegt. Der erste Anschlag galt einem Bus mit Angestellten des Verteidigungsministeriums. Dabei sind nach Angaben der Polizei 15 der Angestellten getötet worden. Fast 70 Menschen seien verletzt worden. Die zweite Explosion ereignete sich in einem drei Kilometer entfernten Basar. Der Attentäter zündete die Bombe auf seinem Motorrad. Dabei wurden fünf Menschen getötet. Seit der gewaltsamen Erstürmung der von islamischen Extremisten besetzten Roten Moschee in Islamabad im Juli wurden fast täglich Anschläge auf die Armee oder ihre Einrichtungen verübt.

KOPENHAGEN: Die dänische Polizei hat einen geplanten Sprengstoffanschlag verhindert. Wie der für die Terrorbekämpfung zuständige Geheimdienst PET mitteilte, wurden in diesem Zusammenhang acht Männer im Alter zwischen 19 und 29 Jahren festgenommen. Die militanten Islamisten hätten Verbindungen zu internationalen Terrorgruppen und Kontakt zu führenden Personen von El Kaida. Bei den Festnahmen und gleichzeitig durchgeführten Razzien habe man Sprengstoff gefunden. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

BAGDAD: US-Präsident George W. Bush hat eine baldige Diskussion über eine Reduzierung der Truppenstärke im Irak in Aussicht gestellt. Die konkreten Beratungen könnten bereits kommende Woche nach der Vorlage eines mit Spannung erwarteten Militär-Berichts zur Lage im Irak beginnen, sagte Bush. Bei seinem nicht angekündigten Kurzbesuch in der früheren irakischen Unruheprovinz Anbar hatte sich Bush über die Lage vor Ort informiert. Bush machte keine Angaben darüber, um wieviel die Zahl der Soldaten verringert werden könnte. Auch zum Zeitpunkt eines möglichen Abzugsbeginns äußerte er sich nicht. Derzeit befinden sich rund 160.000 US-Soldaten in dem Golfstaat.

HELSINKI: Schiiten und Sunniten haben gemeinsame Anstrengungen zur Eindämmung der Gewalt im Irak vereinbart. Vertreter beider Bevölkerungsgruppen seien auf einer mehrtägigen Konferenz in Helsinki übereingekommen, ihre Kämpfe zu beenden und die Probleme des Golfstaats durch Demokratisierung und Machtteilung zu lösen, teilten die Veranstalter mit. So solle eine unabhängige Kommission gebildet werden, um die Entwaffnung von Milizen zu überwachen. Das Treffen war von der Krisen-Bewältigungs-Initiative (CMI) und einem Institut der Universität von Massachusetts veranstaltet worden.

BAGDAD: Ein irakisches Berufungsgericht hat das Todesurteil gegen den als "Chemie-Ali" bekannten Saddam-Cousin Ali Hassan al-Madschid wegen des Massenmordes an Kurden bestätigt. Das Urteil gegen Madschid solle binnen 30 Tagen vollstreckt werden, sagte der Chefankläger in dem Berufungsverfahren. Auch die Todesurteile gegen zwei weitere Gefolgsleute des hingerichteten Diktators Saddam Hussein seien bestätigt worden. Die drei Männer waren wegen Völkermordes an Kurden im Jahr 1988 zur Höchststrafe verurteilt worden. Während der Militäraktion gegen die Kurden wurde auch Giftgas eingesetzt. Mehr als 100.000 Menschen kamen dabei ums Leben.

JERUSALEM: Das Oberste Gericht in Israel hat entschieden, dass der Verlauf des Sperrzaunes zum Westjordanland geändert werden muss. Die Richter folgten einer Klage von Palästinensern und bestimmten, dass der Zaun die Bewohner der Stadt Bilin nicht daran hindern darf, zu ihren Feldern zu gelangen. Israel hat in Bilin palästinensischen Angaben zufolge rund 200 Hektar Land enteignet und Tausende von Olivenbäumen gefällt. Vor zwei Jahren hatte der Internationale Gerichtshof in Den Haag in einem nicht-bindenden Gutachten einen Teil der Anlage für illegal erklärt.

WASHINGTON: Die USA wollen Nordkorea vorerst nicht von der Liste der Länder streichen, die nach Einschätzung der Regierung in Washington Terroristen unterstützen. Das kommunistische Land müsse weitere Schritte zum Abbau seiner Nuklear-Einrichtungen unternehmen, bevor die Streichung erfolge, sagte der US-Chefunterhändler für die Atomverhandlungen mit Nordkorea, Christopher Hill. Erst dann könnten die bestehenden Wirtschaftssanktionen aufgehoben werden. Die Regierung in Pjöngjang hatte am Montag mitgeteilt, die USA würden Nordkorea nicht mehr als sogenannten Schurkenstaat ansehen.

LONDON: Computerspezialisten des chinesischen Militärs sind nach einem Bericht der britischen 'Financial Times' in das Computernetzwerk des US-Verteidigungsministeriums eingedrungen. Danach soll bei dem Hacker-Angriff auch das Computersystem von US-Verteidigungsminister Robert Gates zum Absturz gebracht worden sein. Das Blatt beruft sich auf Pentagon-Mitarbeiter. Die chinesische Regierung wies die Berichte als grundlose Anschuldigung zurück.- Ende August war bekannt geworden, dass chinesische Hacker auch auf Rechner der Bundesregierung zugegriffen hatten.

KHARTUM: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist im Rahmen seines Sudan-Besuchs in der Stadt Juba, im Süden des Landes, eingetroffen. Er will sich dort ein Bild davon machen, ob das Friedensabkommen von 2005 zwischen Regierung und Rebellen eingehalten wird. Bereits am Montag fanden Gespräche mit Präsident Omar Hassan al-Baschir statt. Hintergrund der Reise Bans ist der Beschluss des Weltsicherheitsrates, eine bis zu 26.000 Mann starke Friedenstruppe in die sudanesische Krisenregion Darfur zu schicken. Diese soll aus Soldaten der Afrikanischen Union und der UN-Mitgliedstaaten bestehen. Ihr Einsatz soll Ende des Jahres beginnen.

KINGSTON: Die größte Oppositionspartei Jamaikas hat nach bislang vorliegenden Hochrechnungen die Parlamentswahl knapp gewonnen. Nach Angaben der Wahlkommission kam die Arbeitspartei auf 31 von 60 Sitzen im Repräsentantenhaus. Damit würde Bruce Golding neuer Ministerpräsident. Die bisherige Ministerpräsidentin Portia Simpson Miller, die erste Frau an der Regierungsspitze in der Geschichte Jamaikas, erklärte aber, die Wahlergebnisse seien zu knapp und sie werde ihre Niederlage noch nicht einräumen. Laut Wahlkommission könnten noch zwei Tage vergehen, bis das endgültige Wahlergebnis vorliege.

MIAMI: Der Hurrikan 'Felix' hat sich auf seinem Weg durch die Karibik weiter leicht abgeschwächt und nähert sich nun den Ländern Honduras und Nicaragua. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami haben sich die gemessenen Windgeschwindigkeiten von 270 auf 220 Kilometer pro Stunde abgeschwächt. Schon zuvor war der Tropensturm auf die Kategorie vier herabgestuft worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Fast überall ein Mix aus Sonne und Wolken mit teils kräftigen Schauern oder Gewittern. Die Schneefallgrenze sinkt auf 1.200 Meter. Tageshöchstwerte zwischen 10 und 17 Grad.

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