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Nachrichten

Dienstag, 4. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: In elf Bundesländern haben Warnstreiks im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen begonnen. Die Gewerkschaft Verdi sprach von zwei Tage andauernden Aktionen. Betroffen an diesem Dienstag ist zum Teil auch der Nahverkehr, so etwa in Hamburg, Bremen sowie in mehreren Städten Schleswig-Holsteins, Niedersachsens und Baden-Württembergs. Auch auf einigen Flughäfen könnte die Arbeit niedergelegt werden. Gestreikt wird auch in Kommunalverwaltungen, Kindertagesstätten und Krankenhäusern. Für Donnerstag ist die vorerst letzte Tarfverhandlungsrunde geplant. Eine Einigung ist zurzeit nicht in Sicht.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat wegen des umstrittenen iranischen Atomprogramms schärfere Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die fünf Vetomächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich, schlossen sich in New York einer entsprechenden Resolution an. Von den nicht-ständigen Mitgliedern enthielt sich nur Indonesien der Stimme. Der erweiterte Strafkatalog soll den Iran dazu bringen, seine Urananreicherung einzustellen. - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier begrüßte die Verabschiedung der Maßnahmen als Zeichen der Geschlossenheit der internationalen Gemeinschaft.

KAIRO: Zum Auftakt ihrer Vermittlungsmission im Nahen Osten ist US-Außenministerin Condoleezza Rice in der ägyptischen Hauptstadt Kairo eingetroffen. Dort will sie mit Präsident Hosni Mubarak über die Lage im Gazastreifen beraten. Rice will anschließend auch nach Ramallah im Westjordanland sowie nach Jerusalem reisen, um dort mit ranghohen Vertretern Israels und der Palästinenser über die Lage zu sprechen. - Am Montag hatte die amerikanische Außenministerin die Palästinensische Autonomie-Behörde aufgefordert, die Friedensgespräche mit Israel wieder aufzunehmen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte die Verhandlungen wegen der israelischen Bodenoffensive auf Eis gelegt, bei der 117 Palästinenser und drei Israelis getötet worden waren.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Stützpunkt der US-Armee im Osten von Afghanistan sind vier Menschen getötet worden. Ein Sprecher der US-Streitkräfte teilte mit, unter den Todesopfern seien zwei Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF. Der Anschlag ereignete sich in der Provinz Chost. Vier weitere Soldaten sowie vier Afghanen wurden verletzt.

KATHMANDU: In Nepal sind beim Absturz eines Hubschraubers der Vereinten Nationen alle zwölf Insassen ums Leben gekommen. Ein Sprecher des Innenministeriums teilte in Kathmandu mit, Rettungskräfte hätten am Tag nach dem Unglück auch die Leichen der beiden bislang noch vermissten Insassen geborgen. Unter den Opfer seien fünf Einheimische und sieben Ausländer. Zur Identität der Toten machte der Sprecher keine Angaben. Der UN-Hubschrauber war östlich der Hauptstadt bei schlechtem Wetter gegen einen Berg geprallt.

PEKING: China wird in diesem Jahr seinen Verteidigungshaushalt um 17,6 Prozent auf umgerechnet 37,5 Milliarden Euro steigern. Dies teilte ein Sprecher des nationalen Volkskongresses in Peking mit. Die Steigerung werde zur Erhöhung des Soldes, für Verpflegung, Treibstoff, Ausbildung und neue Waffen verwendet. Der Volkskongress, der am Mittwoch seine zweiwöchige Sitzung beginnt, muss dem Haushalt zustimmen.

CARACAS: Die Krise zwischen Kolumbien und seinen Nachbarstaaten verschärft sich: Venezuela und Ecuador brachen die Beziehungen zu dem Land ab und wiesen kolumbianische Diplomaten aus. Zuvor hatten beide Regierungen bereits ihre Botschafter aus Kolumbien zurückbeordert und die Truppen an den Grenzen verstärkt. Hintergrund der Spannungen ist ein Militäreinsatz der kolumbianischen Armee auf dem Staatsgebiet von Ecuador. Dabei waren mehrere Mitglieder der kolumbianischen Rebellen-Gruppe FARC getötet worden.


HANNOVER: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy haben die jüngsten Verstimmungen in den deutsch-französischen Beziehungen ausgeräumt. Im Anschluss an die Eröffnung der Computermesse CeBit einigten sich die Spitzenpolitiker auf einen gemeinsamen Vorschlag für eine von Frankreich geforderte Mittelmeerunion. Ein Kompromissvorschlag über die Pläne für eine Zusammenarbeit aller 27 EU-Mitglieder mit den Ländern des Mittelmeerraumes solle in der kommenden Woche vorgestellt werden. Dazu solle der so genannte Barcelona-Prozess - also die EU-Politik gegenüber den Mittelmeerländern - zu einer Mittelmeerunion ausgebaut werden. Auch im Streit um Regeln zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Autos wollen beide Seiten einen Kompromiss erzielen.

WIESBADEN: Der starke Euro hat die deutschen Exporte in Länder außerhalb Europas 2007 gebremst. Die Ausfuhren in Drittländer stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent auf etwa 341 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, gingen die Exporte in die USA ebenso wie die nach Japan um fast sechs Prozent zurück. Die Ausfuhren in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union legten zugleich um gut 11 Prozent auf mehr als 627 Milliarden Euro zu. Besonders gefragt waren deutsche Exportgüter in Frankreich, den Niederlanden sowie in Russland und anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Weiterhin unbeständiges Schauerwetter. Im Südwesten auch längere Zeit Schneeregen oder Schnee. An der Küste sonnige Abschnitte. Höchsttemperaturen zwei bis acht Grad Celsius.

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