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Nachrichten

Dienstag, 4. Juli 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

VALENCIA: Bei dem bisher schwersten U-Bahn-Unglück in der Geschichte Spaniens sind in Valencia 41 Menschen getötet worden. 47 Menschen erlitten Verletzungen. Nach Angaben der Behörden erlag auch der Zugführer seinen schweren Verletzungen. Von ihm hatten sich die Ermittler Anhaltspunkte zur Unglücksursache erhofft. Als wahrscheinliche Ursache gilt überhöhte Geschwindigkeit. Einen Terroranschlag schloss die Polizei aus. Der Unfall geschah fünf Tage vor dem Besuch von Papst Benedikt XVI. in der ostspanischen Hafenstadt. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach den Angehörigen der Todesopfer ihr Mitgefühl aus.

GAZA-STADT: Die Geiselkrise im Nahen Osten dauert an: Am Dienstagmorgen lief ein Ultimatum der Entführer des israelischen Soldaten Gilad Schalit ab. Darin hatten sie die Freilassung von hunderten palästinensischen Gefangenen gefordert und im negativen Fall indirekt mit dem Tod ihrer Geisel gedroht. Israel lehnte die Forderung kategorisch ab. An der Entführung des Soldaten sind insgesamt drei radikale Palästinensergruppen beteiligt. Die Gruppierung mit dem Namen 'Armee des Islam' erklärte inzwischen, dass der 19-Jährige auch nach Ablauf des Ultimatums nicht getötet werde. - Bei neuen israelischen Luftangriffen im Gaza-Streifen starb ein Mitglied der radikal-islamischen Hamas. Zudem wurde in Gaza-Stadt ein Gebäude der Islamischen Universität zerstört, die als eine Hochburg der Hamas gilt.

WASHINGTON: Gegen einen früheren US-Soldaten ist Anklage wegen der Ermordung einer irakischen Familie erhoben worden. Der 21-Jährige soll im März eine junge Irakerin vergewaltigt und sie sowie drei ihrer Angehörigen dann erschossen haben. Bei einer Verurteilung droht dem Ex-Soldaten die Todesstrafe. Der Mann war schon vor Bekanntwerden der Mordfälle wegen einer Persönlichkeitsstörung aus der US-Armee entlassen worden. - Zeugenaussagen zufolge waren drei weitere amerikanische Soldaten bei der Tat in der Nähe der irakischen Stadt Mahmudija anwesend. Sie wurden bisher aber nicht angeklagt.

KINSHASA: Verteidigungsminister Franz Josef Jung trifft an diesem Dienstag mit dem Staatspräsidenten der Demokratischen Republik Kongo, Josef Kabila, zusammen. Er will mit ihm über die Absicherung der ersten freien Parlaments- und Präsidentenwahlen im Kongo seit 40 Jahren reden. Zur Überwachung der Wahlen entsendet die Europäische Union 2.000 Soldaten, darunter auch etwa 800 deutsche. Jung hatte bei seinen Gesprächen in Kinshasa am Montag versichert, die EUFOR-Truppen würden sich strikt neutral verhalten. Anschließend reist Jung ins benachbarte Gabun, wo er sich über die Arbeit von Voraustrupps der Bundeswehr für die Kongo-Mission unterrichten will.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat dem Iran eine Frist bis zum 12. Juli gesetzt, um auf das internationale Verhandlungsangebot zum iranischen Atomprogramm einzugehen. Liege bis dahin keine Antwort vor, müsse der Weltsicherheitsrat handeln, sagte US-Außenstaatssekretär Nicholas Burns in einem Fernseh-Interview. Am 12. Juli wollen die Außenminister der fünf Vetomächte und Deutschlands zu Gesprächen über den Atomstreit mit dem Iran zusammenkommen.

PEKING: China will erstmals in eigener Regie ein Atomkraftwerk bauen. Der 600-Megawatt-Reaktor soll nach einem Bericht der amtlichen Zeitung 'China Daily' in der zentralchinesischen Provinz Hunan entstehen. Eingeplant sei eine Bauzeit von maximal fünf Jahren. Chinas Atomkraftwerke sind derzeit in den Küstenprovinzen konzentriert. Um den Energiebedarf ihrer boomenden Wirtschaft zu decken, plant die Volksrepublik nun auch Anlagen in den zentralchinesischen Regionen.

MEXIKO-STADT: Bei der Präsidentschaftswahl in Mexiko liegt der konservative Kandidat Felipe Calderón laut Fernseh-Berichten knapp vor dem Linkspolitiker Andrés Manuel López Obrador. Nach Auszählung von über 98 Prozent der Stimmen entfallen auf Calderón 36,4, auf López Obrador 35,3 Prozent. Wegen des geringen Unterschiedes will die mexikanische Wahlkommission zahlreiche Stimmen noch einmal nachzählen lassen. Dies soll aber erst am Mittwoch geschehen. López Obrador hat bereits angekündigt, das Wahlergebnis anzufechten, sollte Calderón zum Sieger erklärt werden.

LOS ANGELES: Wegen möglicher Gefahren für Wale hat ein US-Bundesgericht der Marine bei einem internationalen Manöver vor Hawaii den Einsatz so genannter aktiver Sonargeräte durch eine einstweilige Verfügung verboten. Es gebe überzeugende wissenschaftliche Beweise, dass die Sonargeräte, mit denen lautlose U-Boote aufgespürt werden sollen, Meerestiere verletzen oder gar töten könnten, teilte das Gericht mit. Die Marine kann bei einer Anhörung am 18. Juli Einspruch gegen die Verfügung einlegen.

ZUR FUSSBALLWELTMEISTERSCHAFT: Die deutsche Nationalmannschaft kämpft heute um den Einzug ins Finale. Das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann trifft in Dortmund auf den dreimaligen Weltmeister Italien. Die Mannschaft muss dabei auf Torsten Frings verzichten, der vom Fußball-Weltverband FIFA wegen einer Tätlichkeit nach der Viertelfinalbegegnung gegen Argentinien für ein Spiel gesperrt wurde. Die Partie Deutschland - Italien wird um 21 Uhr Ortszeit angepfiffen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig, zwischen Eifel und Alpen vereinzelt Hitzegewitter. Höchstwerte 29 bis 34 Grad.

Am Vormittag meldeten bei meist wolkenlosem Himmel:

Hamburg, Berlin, Dresden und Köln/Bonn: 23°;
Frankfurt am Main: 24°, sowie
München: 20°.

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