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Nachrichten

Dienstag, 4. Dezember 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HANNOVER: Die CDU hat ihren Bundesparteitag fortgesetzt. Als Höhepunkt des Schlusstages in Hannover gilt die Rede des neuen CSU-Vorsitzenden Erwin Huber, der seinen ersten Auftritt bei einem CDU-Bundesparteitag absolviert. Die rund 1000 Delegierten entscheiden auch über einen Antrag zum Schutz deutscher Unternehmen vor unerwünschten Beteiligungen durch Staatsfonds aus dem Ausland. Die CDU hatte am Montag den Anspruch erhoben, die einzige Partei der Mitte zu sein. Sie beschloss ein neues Grundsatzprogramm.

BERLIN: Die Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben in Berlin ihre Verhandlungen zur Lösung des Tarifkonflikts fortgesetzt. Am Montag hatten die Tarifparteien die erste Runde nach mehr als zehnstündigen Gesprächen unterbrochen. GDL-Chef Manfred Schell sprach nach dem Treffen von weiterhin schwierigen Verhandlungen. Auch Bahn-Personalvorstand Margret Suckale sagte, die Tarifverhandlungen seien kompliziert. Dennoch zeigte sie sich optimistisch, dass man ein positives Ergebnis erreichen könne. - Hauptstreitpunkt ist die Forderung der GDL nach einem eigenständigen Tarifvertrag. Dafür haben die Lokführer in den vergangenen Monaten mehrmals gestreikt.

BERLIN: Deutschland hat sich bei der Schulstudie PISA trotz guter Ergebnisse in den Naturwissenschaften insgesamt kaum verbessert. Im Bereich Naturwissenschaften als Schwerpunkt der aktuellen Untersuchung liegen Deutschlands Schüler im oberen Drittel, wie die verantwortliche Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bei der offiziellen Vorstellung der Studie in Berlin mitteilte. In den Bereichen Lesen und Mathematik verbesserten sich die Schüler demnach aber nur wenig und liegen wie bei den vergangenen Untersuchungen im OECD-Durchschnitt. An dem mittlerweile dritten Test hatten wieder 15-jährige Schüler aus 57 Ländern teilgenommen.

WASHINGTON: Der Bau einer iranischen Atombombe ist nach Einschätzung der US-Behörden weniger wahrscheinlich als bisher angenommen. In einer Studie der 16 US-Geheimdienste heißt es, die Regierung in Teheran sei inzwischen weniger entschlossen, ein Nukleararsenal aufzubauen. Das Atomwaffenprogramm des Iran sei bereits 2003 unterbrochen und zumindest bis Mitte dieses Jahres nicht wieder aufgenommen worden. Gründe dafür seien hauptsächlich die zunehmende internationale Überwachung und der internationale Druck. Noch vor zwei Jahren hatten die Geheimdienste die Lage deutlich kritischer eingeschätzt. Im Berliner Auswärtigen Amt hieß es, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sehe sich damit in seiner Einschätzung bestätigt, dass der von der internationalen Gemeinschaft gewählte doppelte Ansatz von Anreizen und Maßnahmen richtig gewesen sei.

DENPASAR: Bei der Weltklimakonferenz auf Bali hat sich China dafür ausgesprochen, den Industrieländern das Ziel einer Treibhausgasreduktion aufzuerlegen. Aus Konferenzkreisen hieß es, China wolle eine Verringerung von 25 bis 40 Prozent bis zum Jahr 2020. Diese Empfehlung war im Sommer bei einer Vorbereitungskonferenz für das Bali-Treffen in Wien formuliert worden, wird aber von vielen Ländern abgelehnt, die gegen verbindliche Grenzwerte sind. Umweltschutzorganisationen begrüßten die chinesische Position. In Brüssel würdigte die EU-Kommission die Ratifizierung des Kyoto-Klimaschutzprotokolls durch Australien. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas rief zugleich die neue australische Regierung auf, sich zu einer weiteren Reduzierung der Treibhausgase zu bekennen.

LONDON: Im Kampf gegen den Klimawandel hat die Hilfsorganisation Oxfam die Industrieländer zu einer drastischen Erhöhung der Finanzhilfen an die Entwicklungsländer aufgefordert. Die Höhe der bisherigen Zahlungen sei eine Beleidigung, heißt es in einem neuen Oxfam-Bericht. Nach Angaben der in Großbritannien ansässigen Hilfsorganisation zahlten die reichen Länder bislang 45,7 Millionen Euro in den UN-Klimahilfefonds für die ärmsten Länder ein. Zum Vergleich heißt es in dem Bericht, US-Bürger gäben monatlich mehr Geld für Sonnenlotion aus. Doch allein die ärmsten Länder benötigten mindestens ein bis zwei Milliarden Dollar, um wenigstens die Minimalziele zu erreichen. Die auf Bali zur UN-Klimakonferenz versammelten Industrieländer müssten ihre Zusagen einlösen und ihre Hilfen eher noch aufstocken, forderte Oxfam.

SARAJEWO: Bosnien-Herzegowina und die Europäische Union paraphieren an diesem Dienstag ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen. Das kündigte EU- Erweiterungskommissar Olli Rehn nach Gesprächen mit den Spitzen von Regierung und Parteien in Sarajevo an. Bis zur Ratifizierung des Abkommens müsse Bosnien aber noch eine Reihe von Reformen in Gang setzen, betonte Rehn. Das Assoziierungsabkommen ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer möglichen EU-Mitgliedschaft und wird durch die Paraphierung, eine erste symbolische Unterzeichnung des Vertragstextes, eingeleitet. Bosnien hat diese Hürde als einziger Balkanstaat bisher nicht genommen.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Konvoi der NATO-geführten Internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF sind in der Hauptstadt Kabul mindestens 22 Zivilisten verletzt worden. Nach Angaben eines ISAF-Sprechers richtete sich der Anschlag gegen zwei Fahrzeuge der internationalen Truppe. Von den Soldaten sei niemand zu Schaden gekommen. Die radikalislamischen Taliban-Rebellen übernahmen die Verantwortung für das Attentat. Zurzeit hält sich auch US-Verteidigungsminister Robert Gates zu politischen Gesprächen in Kabul auf. Der Politiker war aber nicht in der Nähe des Anschlages.

TORONTO: Im Nordwesten Kanadas und der USA sind durch einen Sturm in Hurrikan-Stärke mit gefrierendem Regen und Schneefall mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Viele Straßen wurden von umgestürzten Bäumen, Stromleitungen, Wasser oder Schlamm blockiert. Zehntausende Haushalte waren ohne Strom. Hunderte Schulen blieben geschlossen. An der Küste des US-Bundesstaates Oregon wurden Windgeschwindigkeiten von 160 Stundenkilometern gemessen. In den Provinzen Ontario und Quebec fielen 35 Zentimeter Schnee.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst unbeständig und regnerisch. Im Tagesverlauf nachlassender Regen. Temperaturen zwischen drei und zehn Grad Celsius.

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