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Nachrichten

Dienstag, 4. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BANGKOK: Ein Passagierflugzeug mit rund 70 Menschen an Bord ist bei der Landung auf der thailändischen Ferieninsel Ko Samui verunglückt. Die Maschine der Bangkok Airways kam während der Landung bei Regenwetter von der Rollbahn ab und prallte auf einen unbesetzten Kontrollturm der Flugsicherung. Nach Auskunft der Polizei gab es einen Toten und sieben Verletzte. Das Flugzeug kam aus der Stadt Kapi im Westen des Landes.

AUGSBURG: Dem früheren Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber ist der Haftbefehl eröffnet worden. Er war bereits vor zehn Jahren erlassen worden und lautet auf millionenschwere Steuerhinterziehung, Bestechung und Beihilfe zur Untreue. Schreiber gilt als Schlüsselfigur in der CDU-Parteispendenaffäre und soll für die Vermittlung von Rüstungskäufen Industrielle und Politiker bestochen haben. Der 75-Jährige hatte sich damals nach Kanada abgesetzt und seit dem gegen seine Auslieferung gekämpft. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Gefängnis.

BERLIN: Die Freilassung des vor Somalia gekaperten Containerschiffs "Hansa Stavanger" ist in Deutschland mit großer Erleichterung aufgenommen worden. Die Regierung in Berlin dankte allen, die zum Ende des Geiseldramas beigetragen hatten. Somalische Piraten hatten das deutsche Schiff fast vier Monate in ihrer Gewalt. Nach einer hohen Lösegeldzahlung gaben sie es am Montag frei. Den 24 Seeleuten an Bord geht es nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin den Umständen entsprechend gut. Zu der Besatzung gehören auch fünf Deutsche.

PJÖNGJANG: Der frühere US-Präsident Bill Clinton ist überraschend nach Nordkorea gereist, um -wie es heißt- über die mögliche Freilassung von zwei dort festgehaltenen amerikanischen Journalistinnen zu verhandeln. Die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete, er sei am Flughafen von Pjöngjang unter anderem vom Chefunterhändler für Atomfragen, Kim Kye Gwan, begrüßt worden. Die beiden amerikanischen Journalistinnen Laura Ling und Euna Lee waren im Juni wegen illegaler Einreise zu zwölf Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Der Besuch Clintons fällt in eine Zeit wachsender Spannungen zwischen der internationalen Gemeinschaft und der kommunistischen Führung in Nordkorea wegen deren Atom- und Raketenpolitik.

MELBOURNE: In Australien hat die Polizei nach eigenen Angaben einen geplanten Terroranschlag auf militärische Einrichtungen verhindert. In einer Großrazzia mit etwa 400 Polizisten wurden im südöstlichen Bundesstaat Victoria nahe Melbourne vier Verdächtige festgenommen. Die aus Somalia und dem Libanon stammenden Männer unterhielten nach Erkenntnissen der Ermittler Kontakte zu den radikal-islamischen Shebab-Milizen in Somalia, die dem Terrornetzwerk El Kaida nahestehen. Wie es weiter heißt, hatten die Verdächtigen Kasernen in Sydney und andere Militärbasen als Angriffsziele im Visier. Australiens Premierminister Kevin Rudd schloss nach den Festnahmen einen Rückzug der mehr als 1500 australischen Soldaten aus Afghanistan aus.

KABUL: Knapp drei Wochen vor der Präsidentschaftswahl in Afghanistan ist die Hauptstadt mit Raketen beschossen worden. Eines von insgesamt neun Geschossen schlug im Diplomaten-Viertel Kabuls ein und verfehlte nach Angaben der Polizei nur knapp die amerikanische Botschaft. Weitere Einschläge und Schüsse waren danach auch im Osten der Stadt nahe des internationalen Flughafens zu hören. Radikal-islamische Taliban bekannten sich zu der Attacke. Kabul war bislang von der in der vergangenen Wochen stetig gestiegenen Gewalt im Land weitgehend verschont geblieben.

BETHLEHEM: Die Fatah-Organisation des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas ist zu ihrem ersten Parteitag seit 20 Jahren zusammengekommen. Bei der dreitägigen Versammlung in Bethlehem wählen die mehr als 2.200 Delegierten eine neue Führung und verabschieden ein neues Programm. Zum Auftakt bot Abbas der rivalisierenden Hamas im Gazastreifen Versöhnungsgespräche an, warnte aber vor Erpressungsversuchen. Die Hamas hatte etwa 300 Fatah-Mitgliedern aus Gaza die Teilnahme am Kongress verboten.

MÜNCHEN: Der deutsche Automobilhersteller BMW hat wieder einen Gewinn erwirtschaftet. Trotz rückläufiger Verkaufszahlen verbuchte der Premiumhersteller im zweiten Quartal unterm Strich 121 Millionen Euro. Gleichwohl bedeute das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 76 Prozent, teilte das Münchener Unternehmen mit. Angesichts der desolaten Wirtschaftslage gab der Konzern keine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr ab.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach heiter und trocken, nur im Süden Wolken und zeitweise Regen. Temperaturen zwischen 16 und 27 Grad Celsius.

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