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Nachrichten

Dienstag, 31. Juli 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

KABUL: Die afghanische Polizei hat im Süden des Landes die Leiche der zweiten südkoreanischen Geisel gefunden. Der 29-Jährige war am Montag von den Taliban erschossen worden. Die Radikal-Islamisten drohten damit, weitere ihrer noch 21 südkoreanischen Geiseln zu töten, sollten bis Mittwoch nicht alle Gesinnungsgenossen aus Gefängnissen freigelassen werden. Bereits vor einer Woche hatten die Taliban eine erste Geisel erschossen. Dem vor knapp zwei Wochen entführten deutschen Bauingenieur geht es nach offiziellen afghanischen Angaben gut.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist erstmals seit Januar wieder leicht gestiegen. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, waren im Juli 3,715 Millionen Menschen erwerbslos gemeldet, 28.000 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg leicht an, auf jetzt 8,9 Prozent. Der Chef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, sprach von einer weiterhin positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Darin spiegele sich die günstige konjunkturelle Lage. Die Zunahme der Erwerbslosen im Juli sei saisonbedingt. Viele junge Menschen beendeten zu dieser Zeit die Schule oder die Ausbildung und fänden erst nach der Sommerpause eine Stelle. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 39,68 Millionen, den höchsten Stand seit November 2000.

KAIRO: US-Außenministerin Condoleezza Rice hat die geplanten Militärhilfen für einige arabische Staaten und Israel verteidigt. Man wolle mit diesen Staaten zusammenarbeiten, um die militärische und strategische Balance in der Region aufrechtzuerhalten und den Extremismus zurückzudrängen. Sie warf dem Iran vor, die Region zu destabilisieren. Die Hilfen, so Rice, seien nicht an Gegenleistungen gebunden. Demnach sollen Israel 30 Milliarden, Saudi Arabien und einige Golf-Staaten 20 Milliarden und Ägypten 13 Milliarden Dollar über zehn Jahre verteilt erhalten. Rice und Verteidigungsminister Robert Gates trafen inzwischen zu einem Treffen des Golf-Kooperationsrates in Ägypten ein.

NEW YORK: Der britische Premierminister Gordon Brown trifft an diesem Dienstag UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Anschließend ist eine Rede bei den Vereinten Nationen geplant. Wie aus London verlautete, will Brown dabei das UN-Milleniumsziel, die Zahl der unter der Armutsgrenze lebenden Menschen bis 2015 zu halbieren, ansprechen. Dabei wolle er einen Aktionsplan vorstellen. Als Finanzminister hatte er 2006 angekündigt, Großbritannien werde für die Bildung in Afrika über zehn Jahre verteilt 15 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen. Bei einem Treffen mit US-Präsident George W. Bush hatte Brown gestern Gemeinsamkeiten in der Irak-Politik herausgestellt, aber eine Aussage vermieden, wie lange britische Truppen noch dort bleiben.

PEKING: Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde haben Nordkorea bescheinigt, bei der Stilllegung und Versiegelung des Atomreaktor-Komplexes Yongbyon vollständig mit ihnen kooperiert zu haben. Das sagte der Leiter des zehnköpfigen Teams nach Abschluss eines dreiwöchigen Aufenthalts in Nordkorea. Die Inspektoren wurden am Wochenende von einem neuen Team abgelöst. Nordkorea hatte sich im Gegenzug für Energiehilfe im Februar zur Schließung von Yongbyon verpflichtet. Nun wird über einen kompletten Stopp aller Atomaktivitäten des Landes verhandelt. Der Versuch, einen Zeitplan festzulegen, scheiterte bei der letzten Verhandlungsrunde vor fast zwei Wochen.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat eine überarbeitete Resolution zum Konflikt in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur beraten. Diese sieht vor, dass die geplante gemeinsame Friedenstruppe von UN und Afrikanischer Union zum Schutz von Zivilisten auch Waffen einsetzen darf. Die Regierung in Khartum lehnt das als Verletzung der staatlichen Souveränität ab. Bis Jahresende soll die bis zu 26.000 Soldaten umfassende Truppe die derzeit 7.000 Soldaten der Afrikanischen Union ablösen, die unterbesetzt und schlecht ausgerüstet sind.

PHNOM PENH: Der frühere Direktor des berüchtigten Tuol Sleng-Gefängnisses ist an das Tribunal zur Aufarbeitung des Völkermordes der Roten Khmer in der kambodschanischen Hauptstadt überstellt worden. Kaing Khek lev, auch Duch genannt, soll in der dortigen Haftanstalt bleiben und verhört werden. In dem Tuol Sleng-Gefängnis inmitten von Phnom Penh wurden in den 70er-Jahren schätzungsweise 16.000 Menschen gefoltert und später auf den so genannten Killing Fields außerhalb der Stadt umgebracht. Kaing Khek lev war seit 1999 in einem Militärgefängnis inhaftiert. Formal angeklagt ist er noch nicht.

FRANKFURT AM MAIN: Der positiv auf Testosteron getestete Radprofi Patrik Sinkewitz verzichtet auf die Öffnung der B-Probe. Dies gab der Bund Deutscher Radfahrer bekannt. Damit gilt das Doping des T-Mobile-Fahrers als erwiesen. In der bereits vor der Tour de France am 8. Juni genommenen A-Probe waren unerlaubt hohe Werte des Hormons Testosteron nachgewiesen worden. Dem 26-Jährigen droht jetzt eine zweijährige Sperre. Erst am Montag war bekannt geworden, dass der spanische Radprofi Iban Mayo als dritter Fahrer nach dem Kasachen Alexander Winokurow und dem Italiener Cristian Moreni bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt positiv auf Doping getestet worden ist. Mayo hatte am Sonntag als Gesamt-16. die Tour de France beendet.

ROM: Der italienische Regisseur Michelangelo Antonioni ist tot. Er starb 94-jährig in seinem Haus in Rom. Weltruhm erlangte er mit den Filmen 'Blow Up' und 'Zabriskie Point'. Antonioni, der 1995 einen Oscar für sein Lebenswerk erhielt, galt als eine der Größen der Kinokunst, vor allem wegen seiner neo-realistischen, ästhetischen Filme. Seit einem Schlaganfall vor mehr als 20 Jahren war er an den Rollstuhl gefesselt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechsel von Sonne und Wolken. Im Norden einzelne Schauer. Höchstwerte 16 bis 21 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 15 Grad, nach Schauer;
Berlin: 16 Grad, nach Schauer;
Dresden: 14 Grad, bedeckt;
Köln/Bonn und München: 16 Grad, wolkig und
Frankfurt am Main: 17 Grad, wolkig.

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