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Nachrichten

Dienstag, 31. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat im August im Vergleich zum Vormonat nur geringfügig abgenommen. Die Bundesagentur für Arbeit registrierte einen Rückgang der Erwerbslosenzahl um 4.000 auf 3,188 Millionen, die Quote blieb mit 7,6 Prozent unverändert. Im Vergleich zum August 2009 wurden jedoch 283.000 Arbeitslose weniger gezählt. Der Vize-Chef der Bundesagentur, Alt, erklärte bei der Vorstellung der Zahlen in Nürnberg, die gute konjunkturelle Entwicklung habe die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessert. So sei auch die Zahl der Kurzarbeiter von Juli bis August um 82.000 auf 406.000 zurückgegangen.

BAGDAD: Mehr als sieben Jahre nach dem Einmarsch in den Irak geht der Kampfeinsatz der US-Armee dort an diesem Dienstag offiziell zu Ende. Präsident Obama hatte den 31. August als Enddatum festgelegt. Zunächst werden allerdings noch etwa 50.000 US-Soldaten im Irak bleiben, deren Aufgabe sich jedoch auf die Ausbildung und Beratung der irakischen Truppen beschränkt. Ende 2011 sollen dann alle amerikanischen Militäreinheiten das Land verlassen haben. Obama wird zum Ende des Kampfeinsatzes eine Rede an die Nation halten.

KABUL: Die NATO hat den Tod weiterer vier US-Soldaten in Afghanistan bestätigt. Mit diesen Opfern einer Bombenexplosion im Osten des Landes ist die Zahl der gefallenen Amerikaner seit Freitag auf 22 angestiegen. Der Kommandeur der Internationalen Schutztruppe ISAF, US-General Petraeus, räumte in einem TV-Interview ein, dass in einigen Regionen die militärische Initiative noch immer von den radikalislamischen Taliban ausgehe. In einigen Bereichen von Helmand, Kandahar und rund um Kabul habe man aber inzwischen die Oberhand zurückgewonnen.

TEL AVIV: Wenige Tage vor Beginn der ersten direkten Nahost-Friedensgespräche haben sich der israelische Verteidigungsminister Barak und Palästinenserpräsident Abbas laut Medienberichten zu geheimen Gesprächen getroffen. Barak sei nach einem Empfang beim jordanischen König Abdullah II. am Sonntag in Amman mit Abbas zusammengekommen, meldeten übereinstimmend israelische Presse und Rundfunk. Der Armeesender berichtete, bei dem Treffen sei es auch um "Gesten des guten Willens" gegangen, die Israel in seiner heftig umstrittenen Siedlungspolitik im palästinensischen Westjordanland machen könnte.

HYDERABAD: In Pakistan hat die Flutwelle des Indus nach fünf Wochen das Arabische Meer erreicht. Im Süden hatten sich in den Städten Jati und Chohar Jamali zehntausende Bewohner rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Weitere Siedlungen seien nun nicht mehr bedroht, erklärte ein Regierungssprecher. Seit Beginn der Hochwasserkatastrophe Ende Juli wurden landesweit mehr als eine Million Häuser zerstört und große Teile der landwirtschaftlichen Flächen vernichtet. Etwa acht Millionen Pakistaner sind auf Soforthilfe angewiesen.

SANTIAGO: In Chile haben die Arbeiten zur Rettung der seit fast vier Wochen unter Tage eingeschlossenen Bergleute begonnen. Ein Spezialbohrer soll sich nach und nach den Weg zu den 33 Kumpeln in 700 Meter Tiefe bahnen. Nach Schätzungen dürften die Arbeiten in der Atacama-Wüste drei bis vier Monate dauern. Mit Lebensmitteln und Medikamenten werden die Bergleute über eine schmale Röhre versorgt.

WIESBADEN: Nach elf Jahren im Amt tritt der hessische Ministerpräsident Koch (CDU) an diesem Dienstag offiziell zurück. Der bisherige Innenminister Bouffier soll zu seinem Nachfolger gewählt werden. Dazu kommt der Landtag in Wiesbaden zu einer Sondersitzung zusammen. Im Anschluss an die Ministerpräsidentenwahl wird Bouffier sein Kabinett aus Christdemokraten und Liberalen ernennen, dem der Landtag ebenfalls das Vertrauen aussprechen muss. Im Zuge des Stabwechsels in Hessen werden auch die von CDU-Politikern geführten Ministerien für Inneres, Finanzen, Soziales und Umwelt neu besetzt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen Auflockerungen, sonst verbreitet wolkig mit Schauern und Gewittern. Tageshöchsttemperaturen zwischen zehn Grad im Allgäu und bis zu 19 Grad im Ruhrgebiet.

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