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Nachrichten

Dienstag, 30. September 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN : Nach dem Absturz der CSU bei der bayerischen Landtagswahl hat Parteichef Erwin Huber Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt erklärt. Er werde sein Amt bei einem Sonderparteitag am 25. Oktober zur Verfügung stellen, sagte Huber nach einer nächtlichen Krisensitzung der engsten Parteiführung. Neuer Vorsitzender werde wahrscheinlich Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer, hieß es vor einem Treffen der CSU-Landesgruppe in Berlin. Noch am Montag hatte Huber einen schnellen Rücktritt ausgeschlossen. Gleichwohl war in der Partei der Druck gewachsen, nach der Wahlschlappe vom Sonntag ein Zeichen für die Wähler zu setzen.

NEW YORK : Das Scheitern des 700-Milliarden-Finanzpakets im US-Repräsentantenhaus hat die Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. In New York brach der Dow-Jones-Index um sieben Prozent ein, in Tokio fiel der Nikkei-Index um gut vier Prozent. In Frankfurt gab der Dax zum Handelsbeginn gut zwei Prozent nach. US-Präsident George W. Bush kündigte weitere Initiativen an, um das Rettungspaket für die Banken doch noch zu realisieren. Am Montag hatten sich die Abgeordneten im Repräsentantenhaus mehrheitlich gegen das umstrittene Rettungspaket ausgesprochen. Vor allem republikanische Parlamentarier bemängelten, derart massive staatliche Eingriffe in die Privatwirtschaft gingen zu weit.

BRÜSSEL: Nach der Pleitewelle bei US-Banken geraten immer mehr europäische Kreditinstitute in den Strudel der Krise. Der angeschlagene belgisch-französische Immobilienfinanzierer Dexia erhält eine Finanzspritze in Höhe von 6,4 Milliarden Euro. Nach Angaben der Regierung in Brüssel kommt das Geld von Belgien, Frankreich und Luxemburg. Erst am Montag hatten die Regierungen der Niederlande, Belgiens und Luxemburgs den Finanzkonzern Fortis durch eine Teilverstaatlichung gerettet. In Großbritannien übernahm die Regierung Teile der taumelnden Hypothekenbank Bradford and Bingley.

BERLIN: In Sondersitzungen beraten die Bundestags-Fraktionen heute über die Rettungsaktion für den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate. Bund und Banken bewahrten den Konzern, der in faule US-Hypotheken investiert hatte, mit einer Bürgschaft über 35 Milliarden Euro vor dem finanziellen Ruin. Finanzminister Peer Steinbrück verteidigte die Beteiligung des Bundes. Wäre dem Institut nicht geholfen worden, hätten auch andere deutsche Unternehmen und damit Arbeitsplätze in Gefahr geraten können, sagte Steinbrück.

NÜRNBERG: Im September ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland weiter zurückgegangen. Im Zuge der Herbstbelebung sei die Zahl um 115.000 auf 3,081 Millionen gefallen, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Im Vergleich zum Monat August sei dies ein Rückgang um 3,6 Prozent. Die Quote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent. Offenbar sei die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt von der schlechten Konjunktur nicht beeinflusst worden, betonte die Bundesagentur.

BERLIN: Die fünf deutschen Touristen, die vor elf Tagen in der Sahara entführt worden waren, sind in ihre Heimat zurückgekehrt. Sie waren am Montag im Grenzgebiet zwischen dem Tschad und dem Sudan von einer ägyptischen Sondereinheit befreit worden. Auch Angehörige deutscher Spezialkräfte, darunter die Elitegruppe GSG9, waren zur Befreiung der Geiseln nach Afrika geschickt worden.

MOGADISCHU: Piraten vor der somalischen Küste haben nun auch den zweiten malaysischen Tanker freigegeben, den sie in ihrer Gewalt hatten. Wie der Reeder der Schiffe mitteilte, wurde Lösegeld gezahlt. In Medienberichten ist von vier Millionen US-Dollar die Rede. Die somalische Küste gilt wegen der zahlreichen Piratenüberfälle als eines der gefährlichsten Gewässer für die internationale Schifffahrt. Derzeit befinden sich mehr als ein Dutzend Schiffe in der Gewalt von Seeräubern. Darunter ist auch ein ukrainisches Frachtschiff mit 30 Panzern an Bord.

NEU DELHI: Bei einer Massen-Panik in einem indischen Tempel sind mindestens 120 Menschen ums Leben gekommen. Etliche Personen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Vorfall ereignete sich in Jodhpur im Westen Indiens. In und vor dem dortigen Hindu-Tempel hatten sich tausende Gläubige zu einem Fest versammelt. In hinduistischen Tempeln in Indien gibt es relativ häufig Massenpaniken. Die Tempel sind dem Menschenandrang an hohen Feiertagen zumeist nicht gewachsen. Erst im August kamen in einem Tempel in Nordindien 145 Menschen bei einer Panik ums Leben.

LOS ANGELES: Die Mars-Sonde 'Phoenix' hat auf dem Roten Planeten erstmals Schneefall beobachtet. Das Wetterphänomen sei von einem Laser-Gerät registriert worden, teilten Forscher in Los Angeles mit. Bei Bodenexperimenten wurden zudem zwei Minerale nachgewiesen, die in flüssigem Wasser vorkommen. Wasser gilt als wesentliche Voraussetzung für organisches Leben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach bewölkt und von West nach Ost aufkommender Regen. Temperaturen zwischen elf und 16 Grad Celsius.

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