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Nachrichten

Dienstag, 30. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEU DELHI: Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Zusammenarbeit Deutschlands mit Indien weiter ausbauen. Zum Auftakt ihres viertägigen Staatsbesuchs sagte Merkel in der Hauptstadt Neu Delhi, sie erhoffe sich von ihrer Reise eine Weiterentwicklung der strategischen Partnerschaft beider Länder in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Am Morgen war die Kanzlerin, die von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation begleitet wird, von Ministerpräsident Manmohan Singh mit militärischen Ehren begrüßt worden. Anschließend legte sie einen Kranz an der Einäscherungsstätte des 1948 ermordeten Anführers der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Mahatma Gandhi, nieder. Dabei würdigte sie Gandhi als mutigen Staatsmann und Vorbild für den gewaltfreien Widerstand.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist erstmals seit zwölf Jahren unter die Marke von 3,5 Millionen gesunken. Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte, waren im Oktober rund 3,43 Millionen Erwerbslose registriert. Das sind 110.000 weniger als im September. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl um 650.000 zurück. Volkswirte nennen als Gründe für die positive Entwicklung die anhaltend kräftige Konjunktur und die hohe Einstellungsbereitschaft der Unternehmen.

N'DJAMENA: Im Tschad hat ein Ermittlungsrichter Anklage gegen sechs Mitarbeiter der französischen Hilfsorganisation Arche de Zoé erhoben. Sie müssen sich wegen Kindesentführung und Betrugs verantworten. Die Justiz reagierte damit auf den umstrittenen Versuch der Organisation, 103 Kinder aus dem Tschad nach Frankreich auszufliegen. Angeklagt wurden zudem drei französische Journalisten sowie sieben Spanier, die zur Besatzung des von Arche de Zoé gecharterten Flugzeugs gehören. Der Tschad wirft der Organisation vor, sie habe die angeblichen Waisen aus der sudanesischen Provinz Darfur an Kinderschänder in Europa verkaufen oder aber töten wollen, um mit ihren Organen zu handeln. Das UN-Flüchtlingshilfswerk äußerte inzwischen Zweifel, ob es sich bei den Kindern wirklich um Waisen handelt.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat erstmals Verständnis für mögliche begrenzte türkische Militäraktionen gegen kurdische Rebellen im Nordirak gezeigt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, sagte, nach der Verschleppung von acht Soldaten durch Kämpfer der kurdischen Rebellengruppe PKK in den Irak hätten die Türken das Recht, sie dort zu suchen. Zugleich rief sie die Türkei zur Mäßigung auf. Bisher hatten die USA die Türkei stets gewarnt, die Armee auf irakisches Territorium zu schicken. Die Regierung in Ankara wirft den USA vor, nichts gegen Lager der PKK im Nordirak zu tun. Die PKK nutze diese als Ausgangspunkt für Angriffe in der Türkei. - In einem unwegsamen Berggelände nahe der irakischen Grenze kesselten türkische Soldaten rund 100 PKK-Kämpfer ein. Nach Berichten türkischer Medien nahmen Hubschrauber die bewaffneten Kurden unter Beschuss.

WASHINGTON: Gegen das umstrittene US-Sicherheitsunternehmen Blackwater kann wegen des Todes von 17 irakischen Zivilisten nicht umfassend ermittelt werden. Nach amerikanischen Medienberichten wurde den Wachmännern von Mitarbeitern des US-Außenministeriums Immunität gewährt. FBI-Beamte hätten deswegen in Bagdad auch keine Blackwater-Mitarbeiter befragen können. Allerdings erklärten inzwischen Vertreter des Justizministeriums, das Außenressort dürfe überhaupt keine Immunität gewähren. Wachleuten von Blackwater wird vorgeworfen, Mitte September 17 Iraker willkürlich erschossen zu haben. Die Affäre belastet die Beziehungen zwischen den USA und dem Irak, der eigene Untersuchungen zu dem Vorfall durchführen möchte.

RAWALPINDI: Bei einem Selbstmordanschlag in der pakistanischen Garnisonsstadt Rawalpindi sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Es sei noch unklar, wem das Attentat gegolten habe, sagte ein Mitarbeiter von Staatschef Pervez Musharraf. Der Anschlag ereignete sich in der Nähe des Armee-Hauptquartiers, wo Musharraf mit ranghohen Regierungs- und Provinzvertretern die Sicherheitslage in Pakistan nach der jüngsten Anschlagsserie erörterte.

OTTAWA: Nach Deutschland und den USA hat auch Kanada offiziell den Dalai Lama empfangen. Der kanadische Premierminister Stephen Harper traf das Oberhaupt der Tibeter zu einem 40-minütigen Gespräch in seinem Büro. Die kanadische Regierung teilte mit, bei dem Gespräch sei es unter anderem um die Menschenrechte und die Not des tibetischen Volkes gegangen. Während seines Besuchs erhielt der Religionsführer die kanadische Ehrenbürger-Würde. Die chinesische Regierung verurteilte das Treffen bereits im Vorfeld. Der Dalai Lama betreibe separatistische Aktivitäten unter dem Deckmantel der Religion, kritisierte das Außenministerium.

BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat seine Kritik an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihres kürzlichen Treffens mit dem Dalai Lama bekräftigt. Deswegen seien die Beziehungen zu China jetzt "in einer schwierigen Phase", sagte der neue SPD-Vize der 'Passauer Neuen Presse'. Die letzten Gespräche mit der Führung in Peking seien "alles andere als leicht" gewesen. Man müsse jetzt sehen, wie man wieder zu einem Normalmaß guter Kontakte kommen könne. -Auf dem Hamburger SPD-Parteitag hatte Steinmeier bereits Merkel wegen des Empfangs des geistigen Oberhaupts der Tibeter im Kanzleramt kritisiert.

PEKING: Chinas Behörden haben mehr als 770 Menschen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen die Produktsicherheit festgenommen. Wie das Amt für Qualitätsüberwachung mitteilte, stehen die Maßnahmen im Zusammenhang mit Vergehen, die seit dem Start einer Kampagne zur Produktsicherheit im August aufgedeckt worden seien. China reagiert damit auf die Negativschlagzeilen, die viele seiner Waren in den vergangenen Monaten machten. Von Meeresfrüchten über Autoreifen bis hin zu Spielzeug mussten weltweit zahlreiche chinesische Produkte aus dem Verkehr gezogen werden, weil sie Gefahren für die Gesundheit darstellten.

ZÜRICH: Der Weltfußballverband FIFA schafft die Rotation der Kontinente bei der Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft ab 2018 wieder ab. Die FIFA teilte mit, Grund für die Entscheidung sei der fehlende Wettbewerb bei der Auswahl für die Austragung der WM 2014. Einziger Kandidat ist Brasilien. Nach der bisherigen Regelung hätte eine WM in Europa frühestens wieder im Jahr 2030 stattfinden können. Nun ist der Austragungsort der WM 2018 wieder völlig offen. Interesse an der Austragung bekundeten unter anderem bereits England, China und Australien.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Unbeständig, vor allem im Südosten noch viele Wolken und gebietsweise Regen, im Nordwesten auch längere sonnige Abschnitte. Höchstwerte acht bis 15 Grad.

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