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Nachrichten

Dienstag, 30. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Nach der Veröffentlichung geheimer Berichte amerikanischer Diplomaten will die Internet-Plattform Wikileaks Anfang Januar Dokumente einer US-Großbank ins Netz stellen. Wikileaks-Gründer Assange sagte dem US-Magazin "Forbes", die Papiere gäben Einblick in das Verhalten des Managements und zeigten unethische Praktiken sowie ungeheuerliche Verstöße. Dokumentiert werde, wie die Manager vorrangig ihre eigenen Interessen im Blick hätten. - Am Sonntag hatte Wikileaks 250.000 vertrauliche Berichte des US-Außenministeriums veröffentlicht. Sie enthielten auch Einschätzungen und brisante Informationen über Politiker aus aller Welt.

JERUSALEM: Zum Abschluss seiner Nahost-Reise besucht Bundespräsident Wulff die Palästinensergebiete. Geplant ist in Bethlehem unter anderem ein Treffen mit Palästinenserpräsident Abbas. Bei seinen Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Netanjahu hatte Wulff zu Kompromissbereitschaft aufgerufen, insbesondere auch beim Bau neuer jüdischer Siedlungen. Zudem müsse sich die Lage im abgeriegelten Gazastreifen bessern, forderte der Bundespräsident.

PJÖNGJANG: Nordkorea treibt sein international umstrittenes Atomprogramm voran. In einer neuen Anlage zur Urananreicherung seien mehrere tausend Zentrifugen im Einsatz, um Material für einen im Bau befindlichen Leichtwasserreaktor zu erzeugen, melden staatliche Medien. Die Anlagen dienten aber allein zur Energieerzeugung. Die USA und andere Staaten verdächtigen Nordkorea, das angereicherte Uran zum Bau von Atomwaffen zu verwenden. Erste Atomwaffentests hatte das kommunistische Land 2006 und 2009 durchgeführt. Seitdem liegen die Sechs-Parteien-Gespräche mit Südkorea, China, Japan, den USA und Russland auf Eis.

PORT-AU-PRINCE: Internationale Beobachter haben die umstrittene Präsidenten- und Parlamentswahl in Haiti trotz vieler Unregelmäßigkeiten als gültig eingestuft. Zwar habe es ernsthaften Betrug gegeben, sagte der Chef der gemeinsamen Beobachtermission der karibischen Staatengemeinschaft Caricom und der Organisation Amerikanischer Staaten, Granderson, in Port-au-Prince. Dennoch solle man die Wahl anerkennen. Zwölf der 18 Präsidentschaftskandidaten fordern eine Annulierung der Abstimmung vom Sonntag. Sie befürchten eine Fälschung des Ergebnisses zu Gunsten des Kandidaten der Regierungspartei, Célestin.

NÜRNBERG: Der Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt hat sich im November fortgesetzt. Die Zahl der Arbeitslosen sank auf 2,931 Millionen - das waren 14.000 weniger als im Vormonat und 284.000 weniger als ein Jahr zuvor, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 7,0 Prozent. Im Oktober war die Erwerbslosenzahl zum ersten Mal seit rund zwei Jahren unter die Marke von drei Millionen gesunken. --- Der Arbeitsmarkt profitiere von der guten Konjunktur, kommentierte Agenturchef Weise. Für 2011 hält er einen Rückgang der Arbeitslosigkeit auf bis zu 2,7 Millionen für möglich.

FRANKFURT AM MAIN: Der spanische Baukonzern ACS ist im Kampf um die Mehrheitsübernahme beim deutschen Konkurrenten Hochtief einen Schritt weitergekommen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gab grünes Licht für ein Übernahmeangebot für Hochtief. Der deutsche Baukonzern selbst lehnt eine Übernahme durch den unter Milliarden-Schulden leidenden ACS-Konzern als feindlich ab und hat die Bundesregierung um Hilfe gebeten. ACS wil nach eigenen Angaben durch die Übernahme von Hochtief zum Weltmarktführer aufsteigen.

KARLSRUHE: Der Staat darf angekaufte Steuer-CDs für Ermittlungen gegen Steuersünder nutzen, auch wenn die Daten ursprünglich illegal beschafft worden sind. Dies entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe laut einem jetzt veröffentlichten Beschluss. Anlass war die Klage eines Bürgers, dessen Wohnung 2008 aufgrund einer Anordnung des Amtsgerichts Bochum durchsucht worden war. Der Anfangsverdacht hatte sich aus Daten aus Liechtenstein ergeben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden heiter, sonst meist stark bewölkt. Im äußersten Norden weiterhin Schneefall, an der Ostseeküste auch Schneeverwehungen. Höchstwerte zwischen minus acht und null Grad.

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